24. Juli 2020 / 17:21 Uhr

SC DHfK-Athlet Martin Schulz freut sich auf Kult-Triathlon in Leipzig

SC DHfK-Athlet Martin Schulz freut sich auf Kult-Triathlon in Leipzig

Frank Schober
Leipziger Volkszeitung
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Para-Triathlet Martin Schulz beim Schwimmtraining in der Uni Schwimmhalle Leipzig. © Christian Modla
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Der Paralympicssieger Martin Schulz vom SC DHfK Leipzig geht mit der Startnummer drei ins Rennen und scheut am Sonntag am "Kulki" den Kampf gegen die Triathleten ohne Handicap nicht.

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Leipzig. In einem Punkt ist er sich mit dem Bundestrainer einig, da lassen beide keine Luft ran: In ein Flugzeug will Martin Schulz in diesem Jahr nicht mehr steigen, selbst wenn kurzfristig doch noch Weltcups oder Welt- und Europameisterschaften ausgeschrieben werden. „Im ungünstigsten Fall müsste ich nach der Rückkehr für zwei Wochen in Quarantäne – dieses Risiko wollen wir nicht eingehen“, sagt der Paralympicssieger im Triathlon, der seinen Titel statt in wenigen Wochen nun im Spätsommer 2021 in Tokio verteidigen will.

Der DHfK-Triathlet ist froh, dass nach Wochen der Ungewissheit am Sonntag ab 10 Uhr am Kulkwitzer See endlich der erste Triathlon im Corona-Jahr stattfinden kann. „Ich habe gut trainiert, freue mich, bin aber auch ganz schön aufgeregt“, beschreibt der 30-Jährige seine Gefühlslage. Regionale Starts seien für seine privaten Sponsoren sogar besser als würde er wie sonst kreuz und quer um die Welt tingeln.

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Martin Schulz hat sich einen kleinen Wettkampfplan für die nächsten Wochen zurechtgelegt: Nach dem Auftakt daheim in Leipzig soll in vier Wochen ein weitere olympische Distanz beim Knappen Man in der Nähe von Bautzen folgen, also wie am Sonntag 1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen, für die der nur mit einem gesunden Arm zur Welt gekommene Sachse ebenso wie die Elite nur rund zwei Stunden benötigt. Mitte Oktober plant Schulz in Luxemburg eine besondere Herausforderung auf der halben Ironman-Distanz.

„Von Platz zwei bis sechs ist alles drin“

Am „Kulki“ war er zuletzt 2017 am Start – und hat zum ersten Mal den Sprung unter die besten Drei geschafft. Daher kam der Veranstalter seiner Bitte nach und gab dem Leipziger Vorzeige-Athleten für Sonntag die Startnummer drei. „Mein Ziel ist, die Startnummer zu bestätigen.“ Dies sei eine schwere Aufgabe, schließlich ist bei den Männern fast alles am Start, was im Leipziger Triathlon Rang und Namen hat. Nur Christian Kramer (er ist mit der Familie wandern) und Jung-Papa Christian Otto fehlen.

„Von Platz zwei bis sechs ist alles drin“, sagt der Paratriathlet, der sich zutraut, Titelverteidiger Per van Vlerken zu attackieren. Bei den Frauen muss die beste Leipzigerin Caroline Pohle (Tristars Markkleeberg) verzichten, da sich die Olympiakandidatin im Höhentraining in Italien befindet. Sie kündigte aber an, das spannende Männer-Rennen gespannt verfolgen zu wollen.

Dass am Kulki laut Hygienekonzept am Start und Ziel erstmals keine Zuschaueransammlungen erlaubt sind, finden die Athleten schade. Doch der Tenor lautet: Hauptsache, es findet endlich wieder ein Wettkampf statt. Martin Schulz’ Eltern und seine Freundin wollen dennoch live vor Ort die Daumen drücken und sich ein ruhiges Plätzchen an der Strecke suchen.

Verkehrseinschränkungen

Die Radstrecke verläuft vom Gelände des Kulkwitzer Sees zum Gasthof Lausen über Lausener Straße, Seebenischer Straße, Rehbacher Straße, Rippachtalstraße, Gerhard-Ellrodt-Straße, Regenbogen und Zur Heide zurück zur Lausener Straße. Diese Runde wird viermal bzw. zweimal absolviert. Die anschließenden Laufstrecken führen entlang des Sees in Richtung Göhrenz, über den Lausener Weg und den Gasthof Lausen zurück zum See.

Die Radstrecke der Triathleten ist in der Zeit von 10 bis 17 Uhr voll gesperrt, die Aufbauarbeiten für die Streckensperrungen beginnen bereits ab 9 Uhr. Die Rippachtalstraße wird voll gesperrt. Die Umleitung führt in stadtauswärtige Fahrtrichtung über die Gerhard-Ellrodt-Straße, Dieskaustraße, Knautnaundorfer Straße und B 186 zur Autobahn. Die stadteinwärtige Fahrtrichtung wird über Markranstädt und die Lützner Straße umgeleitet.

Aus Sicherheitsgründen und zur Gewährleistung der Durchfahrtsbreiten ist es notwendig, die Straßen entlang der Strecke freizuhalten. Die Verkehrsteilnehmer werden daher gebeten, die angeordneten Haltverbote zu beachten und geparkte Fahrzeuge zu entfernen. Die Buslinie 61 verkehrt zwischen 9:15 und 18 Uhr nur zwischen Schönau, Weißdornstraße und Lausen, Buswendestelle. Alle Haltestellen zwischen Lausen, Buswendestelle und Lausen, Wolkenweg entfallen in diesem Zeitraum. Die Fahrten des ALITA162 zwischen Huttenstraße und Siedlung Florian Geyer entfallen zwischen 9 und 17:40 Uhr. Zu beachten sind die gesonderten Informationen der Leipziger Verkehrsbetriebe.