11. September 2020 / 14:50 Uhr

SC DHfK darf vor 2100 Fans spielen – Rhein-Neckar-Löwen ohne Zuschauer gegen Leipzig

SC DHfK darf vor 2100 Fans spielen – Rhein-Neckar-Löwen ohne Zuschauer gegen Leipzig

Matthias Roth
Leipziger Volkszeitung
Zum Ligastart dürfen sich die Ränge in der Arena Leipzig wieder mehr füllen.
Zum Ligastart dürfen sich die Ränge in der Arena Leipzig wieder mehr füllen. © Christian Modla
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Große Freude beim SC DHfK Leipzig! Die Bundesliga-Handballer dürfen ihre Partien vor 2100 Fans austragen. Das Gesundheitsamt der Stadt Leipzig genehmigte das entsprechende Hygienekonzept.

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Leipzig. Der SC DHfK Leipzig kehrt in Coronazeiten immer mehr zur Normalität zurück. Die Stadt hat dem Handball-Bundesligisten für die am 1. Oktober beginnende Saison eine Zuschauerzahl von 2100 Fans genehmigt, wie der Verein bestätigte. Die Grün-Weißen hatten in den zurückliegenden Testpartien bereits Vergleiche mit Besuchern absolviert und zuletzt vor 750 Besuchern gegen die Füchse Berlin gespielt. Dabei überprüften die Verantwortlichen immer wieder ihr Hygienekonzept mit streng voneinander getrennten Sektoren und Mund-Nase-Bedeckungen.

Signalwirkung für andere Clubs?

„Ich bin sehr dankbar, dass uns das Gesundheitsamt Leipzig ein solches Vertrauen entgegenbringt und stolz auf unsere Mitarbeiter, die unser Konzept in den letzten Wochen zusammen mit der Arena sehr detailliert erstellt, erprobt und optimiert haben“, freute sich Geschäftsführer Karsten Günther am Freitag. Sportbürgermeister Heiko Rosenthal begrüßte die Entscheidung ebenfalls. „Ich freue mich für den Verein, denn Handball ist ein Aushängeschild für unsere gesamte Stadt.“

DURCHKLICKEN: Die Bilder zum Test gegen die Füchse

In einer spannenden Test-Partie trennten sich die Bundesligisten SC DHfK Leipzig und Füchse Berlin mit 32:32. Zur Galerie
In einer spannenden Test-Partie trennten sich die Bundesligisten SC DHfK Leipzig und Füchse Berlin mit 32:32. ©

Günther hofft darüber hinaus auf eine Signalwirkung für andere Handballclubs und weitere Sportarten. „Jetzt gilt es, gemeinsam mit unseren Zuschauern dieses Vertrauen zu bestätigen und das Konzept diszipliniert umzusetzen. Ich hoffe, dass wir damit einen wichtigen Impuls für die Mannschaften in der HBL und anderen Indoor-Ligen setzen können und freue mich auf unseren Saisonaktakt am 1. Oktober gegen die Eulen Ludwigshafen“, so der DHfK-Geschäftsführer.

Konkurrenten in der Warteschleife

In der Liga dürfte analog zum Fußball die Diskussion um Chancengleichheit auf jeden Fall neu entfacht werden. So werden die Rhein-Neckar Löwen zunächst ohne Unterstützung von den Rängen auskommen müssen und halten die Besuchertüren erst einmal bis Ende Oktober geschlossen. „Kosten und Aufwand, ein solches Szenario mit wenigen Zuschauern umzusetzen, sind für uns nicht zu stemmen“, sagte Löwen-Managerin Jennifer Kettemann.

Nach der momentanen Coronaverordnung des Landes Baden-Württemberg dürfen nur 500 Besucher in die 14.500 fassende Arena. Kettemann betonte, dass die SAP Arena über ein umfangreiches Hygienekonzept verfüge, welches Veranstaltungen mit mehreren tausend Zuschauern unter Einhaltung strikter behördlicher Vorgaben ermöglichen würde. „Wir befinden uns in engem Austausch mit den politisch Verantwortlichen und hoffen sehr darauf, mit einer Anpassung der Landesverordnung spätestens zum‪ 1. November und dem Heimspiel gegen HBW Balingen-Weilstetten eine Lösung im Sinne unseres Klubs, unserer Fans und letztlich der gesamten Sportart zu finden“, Kettemann weiter.

Der SC DHfK spielt am 15. Oktober in Mannheim und profitiert nun möglicherweise von dem Geisterspiel. Weitere Spiele vor leeren Rängen müssen die Löwen gegen Stuttgart und Essen absolvieren.