29. Dezember 2019 / 18:03 Uhr

SC DHfK Leipzig geht zum Jahresende die Puste aus: Niederlage in Balingen

SC DHfK Leipzig geht zum Jahresende die Puste aus: Niederlage in Balingen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
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Bitterer Jahresabschluss auf der Schwäbischen Alb: Der SC DHfK verliert bei Balingen-Weilstetten mit 24:26. © Rainer Justen
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Die Leipziger verlieren gegen Balingen-Weilstetten mit 24:26 und haben nun einen Monat Pause.

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Balingen. Unglücklicher Jahresabschluss für den SC DHfK: Die Leipziger haben drei Tage nach der Partie bei den Füchsen Berlin auch bei der HBW Balingen-Weilstetten verloren und beenden nach dem 24:26 (12:14) im Schwäbischen das Jahr 2019 auf dem neunten Tabellenplatz. Weiter geht es für das Team von Trainer André Haber in der Liga erst wieder nach der EM am 1. Februar mit einem Heimspiel gegen den HC Erlangen.

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Schade! Der SC DHfK verliert das letzte Spiel des Jahres bei Balingen-Weilstetten mit 24:26. Zur Galerie
Schade! Der SC DHfK verliert das letzte Spiel des Jahres bei Balingen-Weilstetten mit 24:26. © Rainer Justen

Vor 2.350 Zuschauern in der Balinger Sparkassen-Arena entwickelte sich eine zerfahrene Partie, in der den Leipzigern der etwas bessere Start gelang. Auch ohne den kurzfristig angeschlagen ausgefallenen Franz Semper und den früh verletzten Maximilian Janke schaffte der SC DHfK beim 5:3 das erste Mal eine Zwei-Tore-Führung (12.) – da vor allem Lucas Krzikalla seine Siebenmeter sicher verwandelte. Dazu stand die Abwehr bis zur Mitte der ersten Hälfte sicher, dann drehten die selbsternannten Gallier die Partie und führten beim 8:7 erstmals wieder (17.). Kurz vor der Pause vergab auch Krzikalla das erste Mal von der Siebenmeterlinie, auch die Auszeit von Haber 19 Sekunden vor der Halbzeit fruchtete nicht (HBW-Schlussmann Vladimir Bozic hielt gegen Marko Mamic), sodass die Grün-Weißen mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die Pause gingen.

„Macht mich traurig“

Im zweiten Durchgang zogen die Balinger durch den Treffer von Lukas Saueressig kurzzeitig auf plus drei weg (35.) dann kamen die Gäste endlich besser in ihr Tempospiel. Der Lohn: Beim 18:18 in der 43. Minute wieder der Ausgleich nach längerer Zeit. Es blieb ein enges Match, Haber nahm kurz darauf eine Auszeit, in der er seine Jungs mit „Scheiß auf die Diskussionen“ anfuhr (46.). Die Hereinnahme von Philipp Müller brachte wieder mehr Stabilität in die DHfK-Abwehr, auch die doppelte Unterzahl durch die Zeitstrafen für Bastian Roscheck und Lukas Binder überstanden die Leipziger schadlos (49.). Es ging in die enge und hektische Schlussphase, bis 90 Sekunden vor dem Ende, konnte sich kein Team absetzen. Schließlich die Schlüsselszene: Bozic parierte gegen Philipp Weber, der sich beim Wurf auch noch verletzte und die HBW traf im Gegenzug zum 25:23. Co-Trainer Milos Putera beschwerte sich so vehement, dass er mit Gelb verwarnt wurde, sein Chef Haber nahm eine letzte Auszeit und forderte „Manndeckung und ihr lasst den Thomann werfen“. Es wurde nach dem Tor von Mamic zum 24:25 noch einmal kurzzeitig spannend, doch Martin Strobel entschied mit einem Wurf durch die Beine von Jens Vortmann 29 Sekunden vor dem Ende die Partie.

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„Erstmal tut es weh und macht mich traurig“, meinte Haber nach Schlusspfiff. „Wir haben ganz viel auf dem Feld gelassen, was in uns steckt, aber wir haben zu viele Fehler gemacht. Wir stehen wieder mit leeren Händen da und müssen endlich mal cooler werden.“ Krzikalla resümierte: „Am Ende hat ein bisschen die Kraft gefehlt, weil ein Großteil die Partie durchgespielt hat. So ist es jetzt ein Scheißabschluss.“ Rainer Kelch

Leipzig: Vortmann, Birlehm; Krzikalla 6/5, Weber 5, Binder 4, Mamic 3, Milosevic 2, Witzke 2, P. Müller 1, Wiesmach 1, Janke, Roscheck, Gebala, Santos.
Zuschauer: 2350
Strafminuten: 4 / 8
Siebenmeter: 3/3:5/6