13. Januar 2021 / 18:34 Uhr

SC DHfK-Kapitän Alen Milosevic spontan bei der Handball-WM dabei

SC DHfK-Kapitän Alen Milosevic spontan bei der Handball-WM dabei

Tilman Kortenhaus
Leipziger Volkszeitung
Nummer fünf im WM-Aufgebot: DHfK-Kapitän Alen Milosevic.
Nummer fünf im WM-Aufgebot: DHfK-Kapitän Alen Milosevic. © Christian Modla
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Durch zahlreiche Corona-Fälle innerhalb der Handball-Nationalmannschaft der USA wurde die Schweiz kurzerhand für die XXL-WM in Ägypten nachnominiert. Der Leipziger Spielführer Alen Milosevic ist mit dabei und mit dem Flieger Richtung Kairo aufgebrochen.

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Leipzig. Die Bedenken rund um die Handball-Weltmeisterschaft in Ägypten wurden in den vergangenen Wochen immer größer. Seit Dienstag, zwei Tage vor Beginn des XXL-Handball-Turniers, steht fest, dass sowohl die USA als auch Tschechien nicht antreten können. Der Grund: Mehrere Corona-Infektionen innerhalb der Mannschaft – im Team der USA waren es gleich 18 positive Tests.

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Der Weltverband IHF reagierte umgehend und lud als Ersatz für die Tschechen Nordmazedonien ein, für die USA rückte die Schweiz nach. Mit dabei auch der Kapitän der DHfK-Handballer Alen Milosevic, der am Mittwoch spontan ins Flugzeug stieg und bei der weiteren Vorbereitung seiner Leipziger Truppe vorerst fehlen wird. Wie lange die Schweiz in dem Turnier jedoch mitwirken kann, ist eine ganz andere Frage. Denn in der Gruppe E treffen Milosevic und Co. auf Frankreich, Österreich und Norwegen – und das praktisch ohne gemeinsame Vorbereitung auf das Turnier. Die individuelle Spielklasse der Schweizer Akteure sollte aber nicht unterschätzt werden und könnte für eine Überraschung in der Gruppe E sorgen. Allen voran Spielführer Andy Schmid von den Rhein-Neckar Löwen wird seinen Gegner alles abverlangen.

Unterdessen bereitet sich das Team von André Haber in der Messestadt auf die nächsten Einsätze vor. Im Januar stehen Testspiele gegen MK Motor Saporischschja aus der Ukraine (21.), beim Peugeot Cup in Dessau (24.) und gegen den HC Elbflorenz (31.) an. „Wir sind mit Testspielen ausgestattet, so dass wir alles, was wir uns handballerisch erarbeiten, auch in die Erprobung bringen können“ so der Coach.