15. Dezember 2020 / 19:56 Uhr

SC DHfK Leipzig bleibt auf Kurs: Starke Abwehr sichert Sieg gegen HSG Nordhorn-Lingen

SC DHfK Leipzig bleibt auf Kurs: Starke Abwehr sichert Sieg gegen HSG Nordhorn-Lingen

Tilman Kortenhaus
Leipziger Volkszeitung
Spannende Partie: Die Leipziger Handballer behalten durch eine starke Defensivarbeit die Oberhand.
Spannende Partie: Die Leipziger Handballer behalten durch eine starke Defensivarbeit die Oberhand. © Klaus Trotter Photography
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Auswärts- und Arbeitssieg: Die Handballer des SC DHfK Leipzig haben bei der HSG Nordhorn-Lingen nach einer starken Schlussphase einen 28:24-Erfolg eingefahren. Die Haber-Sieben heimste erstmalig zwei Saisonsiege in Folge ein.

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Nordhorn/Leipzig. Für den SC DHfK Leipzig war es eine ungewöhnliche Auswärtspartie. Die Grün-Weißen waren am Dienstagabend bereits zum dritten Mal im niedersächsische Nordhorn, haben die HSG aber noch nie selber empfangen. Die Grün-Weißen gingen als klarer Favorit in das Spiel, zeigten das aber erst in der zweiten Hälfte. Am Ende entschieden die Sachsen die umkämpfte Partie aber mit 28:24 (13:12) für sich.

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Der Aufsteiger, der sich im vergangenen Jahr in der Bundesliga zurückgemeldet hatte, wirkt in dieser Saison bereits deutlich gefährlicher und zeigte das auch gegen ihre Gäste aus der Messestadt. Vor allem in der Defensive bewiesen die Nordhorner, dass sie bestens aufgestellt sind. Die Abwehr ließ den Leipzigern nur wenig Lücken, egal ob in der 6:0 oder später im 5:1, um Philipp Weber mit einer Manndeckung unter Kontrolle zu behalten. Doch auch die Haber-Sieben war am eigenen Kreis hellwach. Nach einem sehr schnellen 1:1 innerhalb der ersten Minute legten die Abwehrreihen das Ergebnis für sechs Minuten auf Eis.

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Spannende Nummer beim Vorjahresaufsteiger: Die DHfK-Handballer haben die Partie gegen die HSG Nordhorn-Lingen 28:24 für sich entschieden. Zur Galerie
Spannende Nummer beim Vorjahresaufsteiger: Die DHfK-Handballer haben die Partie gegen die HSG Nordhorn-Lingen 28:24 für sich entschieden. ©

Es folgte ein Schlagabtausch, bei dem keins der beiden Teams eindeutig die Oberhand gewinnen konnte. Zwar hielt Leipzig ab dem 4:3 durch den treffsicheren Patrick Wiesmach eine knappe Führung aufrecht, konnte sich aber über 20 Minuten nicht absetzen. Mit 12:11 ging es in eine skurrile Schlussphase der ersten Hälfte.

Martin Larsen verteidigte mehr Trikot als Spieler und kassierte dafür eine Zeitstrafe, die sein Team jedoch gut nutzte. In Unterzahl fing der hellwache Wiesmach blitzschnell einen Pass aus der Luft und verwandelte im Tempogegenstoß. Nur wenige Sekunden später kassierten die Grün-Weißen jedoch den nächsten Treffer, Coach Haber griff zur Auszeit und forderte mehr Ruhe. Sein Team ließ sich allerdings zu viel Zeit, verlor den Ballbesitz und beging in der folgenden Rückwärtsbewegung möglicherweise einen Wechselfehler. Der Beschuldigte: Philipp Weber. Der wollte davon aber gar nichts hören und auch sein Coach war sichtlich angefressen von der Entscheidung des Schiedsrichter-Duos. An der knappen Führung änderte das Chaos aber wenig. Mit 13:12 ging es in die Kabinen.

4:0-Lauf bringt Vorentscheidung

Auch der Wiederanpfiff brachte wenig Ruhe in das angespannte Spiel. Auffällig waren, neben den vielen Strafwürfen auf beiden Seiten, die sowohl HSG-Torgarant Robert Weber als auch Lucas Krzikalla fast alle sicher verwandelten, die vielen Wechsel im Team der Grün-Weißen. Trainer Haber ließ seine Mannschaft fleißig rotieren und verschaffte unter anderem Philipp Weber eine rund zehnminütige Pause in der zweiten Hälfte. Vielleicht hatte der 34-Jährige dabei schon die nächsten Niedersachsen im Blick, denn bereits am Donnerstag (19 Uhr) haben die Leipziger mit der TSV Hannover-Burgdorf den nächsten Gegner vor der Brust.

Dass der DHfK die bessere Mannschaft auf der Platte war, zeigte sich ab der 40. Minute dann doch noch. Mit zwei eiskalten Siebenmetern von Lucas Krzikalla und jeweils einem Treffer von Wiesmach und Lukas Binder präsentierten die Sachsen einen 4:0-Lauf, der das Spiel entscheiden sollte. Die Nordhorner blieben weiter kämpferisch, konnten den Rückstand gegen die kompakte Abwehr der Haber-Handballer aber nicht mehr aufholen. Das 28:24 ein faires Ergebnis, das doch noch überraschend deutlich wirkt.

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Headcoach André Haber ist sehr froh über den Auswärtserfolg. „Nordhorn ist sehr gut eingespielt, hat eine Besetzung, die schon lange zusammen spielt und hat starke Kreisläufer, die sich in diesem Spiel immer wieder gut in Szene gesetzt haben. Ich glaube aber, dass wir gut vorbereitet waren und gut verteidigt haben. Wir müssen uns aber erneut bei Joel Birlehm bedanken, der auch in diesem Spiel wieder toll gehalten hat und viele Bälle für uns festgehalten hat. Das bringt Sicherheit in unser Spiel und ermöglicht, dass wir in unser Tempospiel kommen."