10. Juli 2019 / 21:37 Uhr

SC DHfK Leipzig: Die neuen Birlehm, Mamic und Müller wollen angreifen

SC DHfK Leipzig: Die neuen Birlehm, Mamic und Müller wollen angreifen

Kerstin Förster
Leipziger Volkszeitung
Die Neuzugänge des SC DHfK Leipzig (von links) sind Viggo Kristjansson, Luca Witzke, Torhüter Joel Birlehm, Marko Mamic und Philipp Müller.
Die Neuzugänge des SC DHfK Leipzig (von links) sind Viggo Kristjansson, Luca Witzke, Torhüter Joel Birlehm, Marko Mamic und Philipp Müller. © Picture Point
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„In den nächsten Wochen werden wir richtig Gas geben. Es wird eine große Herausforderung!“ sagte Coach André Haber am traditionellen Medientag der Bundesliga-Handballer des SC DHfK Leipzig.

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Leipzig. Lächeln, Posieren, auf Knopfdruck jubeln – am Mittwoch stand für die SC-DHfK-Handballer der alljährliche Medientag an. Sogar die Weihnachtsmützen wurden schon ausgepackt, damit die Fans am Ende des Jahres festliche Grüße von ihren Idolen empfangen können.

Mit dem Trainingsauftakt am Donnerstag beginnt für den Bundesligisten der Ernst der Vorbereitung. In den nächsten Tagen stehen erst einmal Lauf- und Kraftübungen auf dem Programm, bevor es nächste Woche ins Trainingslager nach Aschersleben geht. Im vergangenen Jahr bereitete sich die Mannschaft noch vor dem idyllischen Panorama der Ötztaler Alpen in Sölden vor. „Sicher war das 2018 ein Wahnsinnstrainingslager in Österreich. Aber es gingen auch zwei Tage für die An- und Abfahrt drauf. Nach Aschersleben fahren wir nur eineinhalb Stunden, die Trainingsbedingungen stimmen, dazu können wir vor Ort gegen Magdeburg testen. Es ist insgesamt ein sinnvolles Paket“, erläutert Coach André Haberer die Beweggründe.

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<b>Lukas Binder</b> ist eine feste Größe. Eine disziplinarische Strafe in der abgelaufenen Saison durch den Verein hat er angenommen und an sich gearbeitet. Er wird mit neuem Schwung in die Saison gehen. Zur Galerie
Lukas Binder ist eine feste Größe. Eine disziplinarische Strafe in der abgelaufenen Saison durch den Verein hat er angenommen und an sich gearbeitet. Er wird mit neuem Schwung in die Saison gehen. ©
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Der junge Trainer, vorige Woche 33 geworden, entspannte in der freien Zeit am Mittelmeer, konnte „schön abschalten“. Umso mehr freut er sich nun auf die Vorbereitung: „In den nächsten Wochen geben wir richtig Gas: Die Jungs körperlich, ich eher geistig. Es wird eine große Herausforderung, weil der Kader sehr groß ist. Was die Qualität in der Breite angeht, hatten wir so eine Situation noch nicht.“

Dafür sorgen insbesondere die fünf Neuzugänge Joel Birlehm (TuS N-Lübbecke), Luca Witzke (Tusem Essen), Philipp Müller (MT Melsungen), Viggo Kristjansson (SG Insignis Handball Westwien) und Marko Mamic (Vive Kielce).

Mamic stellt Königstransfer dar

Letzterer ist der Königstransfer beziehungsweise „die Kirsche auf der Sahne“, wie es DHfK-Manager Karsten Günther formuliert. Der 2,02 Meter große und 107 Kilo schwere Athlet wurde vor wenigen Wochen mit seinem Ex-Verein Vierter der Champions League. Um den Rückraumspieler von einem Wechsel nach Leipzig zu überzeugen, fuhr Günther gut 700 Kilometer nach Polen. „Das hat mich beeindruckt“, berichtet Mamic. „Er hat mir klar aufgezeigt, was der Club in den nächsten Jahren erreichen will.“ Der kroatische Nationalspieler und Olympiateilnehmer 2016 in Rio, sowohl im Angriff als auch in der Abwehr einsetzbar, ist ein wichtiges Puzzleteil für die langfristigen internationalen Ambitionen der Leipziger. Er selbst sieht seine Talente in beiden Bereichen „gut ausbalanciert.“ Der 25-Jährige kann sich bereits sehr gut verständigen, weil er einige Jahre für die Schweizer Kadetten Schaffhausen auflief – obwohl dort oft „komisches Schwyzerdütsch“ gesprochen wurde.

Seinen Urlaub genoss Mamic in seinem Heimatort Garesnica. Dort hielt sich der NBA-Fan mit Basketball und Schwimmen fit. Zudem wurde die Hochzeit des Bruders gefeiert und das Essen genossen. „Mama hat gekocht“, sagt er mit einem Grinsen. In Leipzig will er vorrangig die Restaurants kennenlernen statt selbst zu kochen.

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Eine Spielergeneration älter ist Philipp Müller, Neuzugang aus Melsungen. Das sportliche Ferienprogramm des Familienvaters, der mit der ehemaligen HCL-Spielerin Katja Langkeit zusammenlebt, bestand aus „Wasserschlachten mit meinem dreijährigen Sohn im Pool“, so der bald 35-Jährige mit einem Lächeln.

Während Müller dem Team mit seiner Erfahrung weiterhelfen soll, will auch Torwarttalent Joel Birlehm (22) voll angreifen. Der Ex-Keeper von Zweitligist N-Lübbecke meint: „Ich kenne die Stadt durch Franz Semper. Er hat mir ein paar Ecken gezeigt, wir waren auch schon auf dem Uni-Riesen. Hier ist immer viel los, in Lübbecke wurden 19 Uhr die Bordsteine hochgeklappt.“ Leipzig-Fans sind die neuen Spieler schon jetzt. Die meisten haben noch nie in solch einer Metropole gespielt.

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