04. Mai 2022 / 09:03 Uhr

SC DHfK Leipzig empfängt Kiel: Zeigen, wer Herr im Hause ist

SC DHfK Leipzig empfängt Kiel: Zeigen, wer Herr im Hause ist

Frank Schober
Leipziger Volkszeitung
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Der SC DHfK Leipzig will zurück in die Erfolgsspur. © Picture Point
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Nach zwei schwachen Leistungen der DHfK-Handballer wird es wieder Zeit für zwei Punkte. Gegen Kiel soll sich das Blatt nun wenden.

Leipzig. Dringend aufarbeiten wollte André Haber die desolate Sonntag-Vorstellung in Stuttgart, als seine DHfK-Handballer in den 18 Minuten nach der Pause neben den Schuhen standen und den Gastgebern gestatteten, von einem Tor plus auf neun Tore Differenz davonzuziehen. Der Rest zum Endstand von 25:29 war nur Resultatskosmetik. Wie sieht die Aufarbeitung konkret aus? Wo doch am Donnerstag (19.05 Uhr, Arena) schon das nächste Heimspiel gegen den großen THW Kiel ansteht.

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„Wir sind der SC DHfK und lassen uns nicht auf der Nase rumtanzen“

Die wenige Zeit zwischen den Partien störe den DHfK-Coach nicht: „Englische Wochen sind ja das, was wir wollen. Wir wollen nach Europa, wo die Spiele teilweise im 48-Stunden-Rhythmus stattfinden.“ Die Aufarbeitung habe in der Nacht zum Montag bereits im Bus begonnen. „Da ist schon viel passiert. Dass da jeder noch mit sich selbst beschäftigt ist, ist normal. Jeder muss für sich die richtigen Schlüsse ziehen. Fakt ist: Das waren nicht wir, die da in Stuttgart nach der Pause auf der Platte standen.“ Seit Montag werde teamintern intensiv gesprochen.

DURCHSCROLLEN: Die Bilder zum Spiel in Stuttgart

Der SC DHfK Leipzig läuft dem TVB Stuttgart das ganze Spiel über hinterher und verliert am Ende mit 29:25. Zur Galerie
Der SC DHfK Leipzig läuft dem TVB Stuttgart das ganze Spiel über hinterher und verliert am Ende mit 29:25. ©

Wichtig sei in schwierigen Phasen des Spiels, den Frust zu regulieren und bei sich zu bleiben. „Wir sind der SC DHfK und lassen uns nicht auf der Nase rumtanzen. Wir brauchen seit jeher Emotionalität, um unsere Top-Leistung abzurufen. Aber das darf nicht dazu führen, dass wir uns an Rudelbildungen beteilige . Wir müssen bei uns bleiben und in unseren Aktionen das ruhige und nicht das hektische Team sein.“ Dies sei auch eine Lehre aus der Niederlage vor einer knappen Woche gegen die Rhein-Neckar Löwen.

Top-Leistung gegen Top-Gegner gefragt

Nun also kommt Pokalsieger THW Kiel in die Arena, der nicht nur sechs Erfolge hintereinander verbuchte, sondern in den vergangenen Wochen auch zwei Mal den souveränen Spitzenreiter SC Magdeburg bezwang. DHfK-Manager Karsten Günther war beim THW-Pokalsieg in Hamburg live dabei und erinnert sich: „Das Spiel haben die Kieler mit ihrer Intensität und körperlichen Präsenz gewonnen. Sie haben nach der Pause gezeigt, wer Herr im Hause ist – und nicht mehr locker gelassen. Zudem hat Torwart Niklas Landin seinen Kasten zugenagelt.“

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Schwerer könne die Aufgabe für den SC DHfK nicht sein. Andererseits haben die Grün-Weißen gegen Top-Gegner oft ihre beste Leistung abgerufen. Zur Wahrheit gehört auch, dass der THW Kiel nach kräftezehrenden Wochen zuletzt gegen Minden, Wetzlar und Melsungen keineswegs über die kompletten 60 Minuten überzeugte. Und André Haber erinnert an eine Gesetzmäßigkeit der Liga: „Das Schöne an der Bundesliga ist doch, dass sich der Zweite keineswegs sicher fühlen kann, wenn er beim Siebten antritt.“

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