05. September 2020 / 19:08 Uhr

SC DHfK Leipzig erkämpft sich Remis gegen die Füchse Berlin

SC DHfK Leipzig erkämpft sich Remis gegen die Füchse Berlin

Stephanie Riedel
Leipziger Volkszeitung
Philipp Weber
Philipp Weber war mit sieben Treffern der beste Werfer bei den Leipzigern. © Christian Modla
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Was für ein Schlagabtausch! In einer fulminanten Partie trennten sich der SC DHfK Leipzig und die Füchse Berlin mit 32:32. 725 Zuschauer konnten sich das spannende Test-Match zwischen den Bundesligisten in der Halle anschauen.

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Leipzig. Reichlich Tore auf beiden Seiten und einen alten Bekannten auf der Tribüne gab es am Samstagnachmittag in der Arena Leipzig. Im Test der Bundesliga-Konkurrenten trennten sich der SC DHfK Leipzig und die Füchse Berlin 32:32 (18:16). Vor 725 Zuschauern war Philipp Weber mit sieben Treffern bester Werfer auf Seiten der Gastgeber, für die es die vierte Partie in der Vorbereitung war. Die Füchse, die am Vorabend ein lockeres 38:23 beim HC Elbflorenz geholt hatten, verließen die Platte bei den Grün-Weißen erstmals seit Oktober 2017 ohne Niederlage. Unter den Zuschauern: Franz Semper. Der Nationalspieler war im Sommer von Leipzig zur SG Flensburg-Handewitt gewechselt und feuerte seine ehemaligen Teamkollegen lautstark an.

Heiße Schlussphase

Der SC DHfK warf sich früh in Front und behauptete sich gegen die Hauptstädter. Nach sechs Minuten lag das Team von Coach André Haber in Führung. Mann der ersten Hälfte war Lucas Krzikalla, der durch verwandelte Siebenmeter, Tempogegenstöße und schnelle Tore zahlreiche Achtungszeichen setzte. „Wir sind gut ins Spiel gekommen und haben den Ball flüssig gespielt. Wir wollten nicht ganz so viele Fehler machen, wie gegen Kielce. Das ist uns gelungen“, sagte der 26-jähre Flügelspieler. Das Füchse-Team konnte sich nur schwer durch die stabile Abwehr der Hausherren arbeiten. Füchse-Coach Jaron Siewert nahm nach zwölf Minuten die erste Auszeit.

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In einer spannenden Test-Partie trennten sich die Bundesligisten SC DHfK Leipzig und Füchse Berlin mit 32:32. Zur Galerie
In einer spannenden Test-Partie trennten sich die Bundesligisten SC DHfK Leipzig und Füchse Berlin mit 32:32. ©

Zwar arbeiteten sich die Berliner in der Folge bis auf ein Tor an die Gastgeber heran (9:8), konnten sich aber nicht entscheidend durchsetzen. Denn Haber brachte nun im Rückraum Marko Mamić und Philipp Weber auf die Platte. Der Kroate traf gleich zweifach. Und auch Nationalspieler Weber sorgte für vier wichtige Tore. Kristian Sæverås hielt die Leipziger durch entscheidende Paraden im Spiel. So entschied die Haber-Sieben die erste Hälfte für sich (18:16).

Der SC DHfK startete nicht weniger ambitioniert in die zweite Hälfte und hielt die Siewert-Sieben zunächst weiter auf Abstand. Zwölf Minuten vor Schluss kämpften sich die Füchse dann aber doch an die Hausherren heran (25:24). In der entscheidenden Phase unterstützten die 725 Zuschauer ihre Grün-Weißen lauthals und trieben das Team nach vorn. Aber die Füchse wurden nun über den Kreis gefährlich und warfen in der 52. Minute den Ausgleich (28:28). Eine heiße Schlussphase begann, in der sich die Ligakonkurrenten einen sehenswerten Schlagabtausch lieferten. Leipzigs Kapitän Alen Milošević traf in letzter Minute zum 32:32. Für einen Heimsieg reichte es nicht mehr. Die Uhr lief ab.

DHfK-Coach André Haber hätte das Spiel gerne gewonnen. „Wir haben viele Tore geworfen und viele zugelassen. Daran müssen wir arbeiten. Im Angriff haben wir ordentlich gearbeitet. Aber wir müssen es schaffen, ein paar Dinger mehr verteidigen“, meinte der 34-Jährige, der mit dem Test zufrieden war.

SC DHfK Leipzig: Sæverås, Birlehm, Pieczkowski (3), Meyer-Siebert (3), Weber (7), Mamić (3), Széles, Larsen (2), Remke, Wiesmach (1), Krzikalla (6/3), Binder (2), Neumann, Roscheck (1), Milošević (2), Gębala (2)