11. September 2021 / 11:01 Uhr

SC DHfK Leipzig gegen Füchse Berlin: „Mehr Handballkracher geht nicht“

SC DHfK Leipzig gegen Füchse Berlin: „Mehr Handballkracher geht nicht“

Stephanie Riedel
Leipziger Volkszeitung
Mijajlo Marsenic von den Füchsen Berlin versucht sich im letzten Aufeinandertreffen in der Arena gegen Marko Mamic durchzusetzen.
Mijajlo Marsenic von den Füchsen Berlin versucht sich im letzten Aufeinandertreffen in der Arena gegen Marko Mamic durchzusetzen. © Christian Modla
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Die Handballer des SC DHfK Leipzig begehen am Sonntag den Heimauftakt. Die erste Begegnung vor grün-weißem Publikum ist ein Schmankerl. Im ostdeutschem Duell empfangen die Messestädter die Füchse Berlin. Das Team von Coach André Haber ist bis in die Haarspitzen motiviert.

Leipzig. Der verpatzte Saison-Auftakt der Handballer vom SC DHfK Leipzig beim HC Erlangen (15:19) ist verdaut. Die Wunden sind geleckt, die Krallen ausgefahren. Am Sonntag (16 Uhr) steht der Heimauftakt in Haus. Die Grün-Weißen empfangen die Füchse Berlin. Cheftrainer André Haber freut sich auf das ostdeutsche Duell vor heimischer Kulisse. „Mehr Handballkracher zum Auftakt geht nicht“, so der 35-Jährige.

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Sieben von bisher zwölf Aufeinandertreffen im Oberhaus entschieden die Gäste für sich. Die vergangen drei Begegnungen hingegen waren ausgeglichen, je ein Sieg holten beide Teams, zudem gab es ein 24:24. Diese Spiele bewertet Haber als „enge, emotionale und heiße Duelle“. Wobei die vergangene Partie kurz vor dem Abpfiff durch DHfK-Abgang Niclas Piecz-kowski im Fuchsbau entschieden worden ist. „Das Aufeinandertreffen war von handballerischer Qualität sehr hässlich. Ich weiß nicht, ob ich das im TV zu Ende gesehen hätte“, so Haber.

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Gegen einen Siegtreffer unmittelbar vor Spielschluss hätte Sommer-Neuzugang und Ex-Fuchs Simon Ernst nichts einzuwenden. Der Rückraum-Akteur freut sich auf ein Wiedersehen mit seinen ehemaligen Kollegen. Er wolle mit den DHfK-Fans im Rücken eine Schippe draufpacken. „Ich hoffe auf ein spannendes Spiel – mit einem guten Ausgang für uns.“ Der 27-Jährige ist ein Kämpfer seinesgleichen. Drei Kreuzbandrisse, dreimal im rechten Knie bremsten den Nationalspieler nicht aus.

Hitzige und intensive Partie erwartet

Der Neue im Leipziger Rückraum hofft auf viel Spielzeit auf der Platte. Dabei nimmt er jedweden Job an, sieht sich selbst als Allrounder. „Ich erfülle jede Rolle, die André für mich vorsieht. Der Teamerfolg steht über allem.“ Dem Teamplayer samt Crew soll nach der Pleite bei den Franken der große Wurf am Sonntag gegen die Hauptstädter gelingen. Habers Rezept gegen die sehr kompakte Füchse-Abwehr: „Wir müssen uns im Angriff steigern und unsere gute Deckung aus dem letzten Spiel beibehalten.“

Die Gästemannschaft startete erfolgreicher ins Liga-Geschehen, feierte im Fuchsbau einen 29:24-Auftaktsieg gegen die HSG Wetzlar. Berlins Trainer Jaron Siewert erwartet die Sachsen am Sonntag mit „Wut im Bauch“ und ein hitziges, intensives Spiel. Die SC-DHfK-Handballer sind erst recht bis in die Haarspitzen motiviert, um den Füchsen den Kampf anzusagen. Zumal nach eineinhalb Jahren Corona-Pause grün-weiße Fans von den Rängen wieder lautstark unterstützen dürfen. Bisher haben sich 2.700 Fans im Vorverkauf ein Ticket gesichert. „Das ist ein besonderer Moment, der für eine spürbare Vorfreude und Gänsehaut bei unserer Mannschaft sorgt“, so formuliert es Haber.