08. März 2020 / 17:41 Uhr

SC DHfK Leipzig gewinnt gegen Ludwigshafen: Weber zerpflückt die Eulen

SC DHfK Leipzig gewinnt gegen Ludwigshafen: Weber zerpflückt die Eulen

Tilman Kortenhaus
Leipziger Volkszeitung
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Heimsieg für Philipp Weber und Co.: Gegen die Eulen Ludwigshafen heißt es am Ende 32:27. © Christian Modla
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Philipp Weber führt den SC DHfK gegen die Eulen aus Ludwigshafen auf die Siegerstraße und ist beim Heimsieg der Matchwinner.

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Ausrufezeichen und Heimsieg für die Handballer vom SC DHfK. Mit 32:27 (15:12) schicken die Leipziger die Eulen Ludwigshafen zurück in die Heimat und sicherten sich nach anstrengenden Spielen in den vergangene Wochen einen verdienten und deutlichen Sieg in der heimischen Arena.

Weber dreht auf

Der SC DHfK musste am Sonntag allerdings ohne Torhüter Joel Birlehm auskommen, der noch am Dienstag gegen die Rhein-Neckar Löwen mit 14 gehaltenen Bällen in knapp 45 Minuten geglänzt hatte. Der 22-Jährige hatte sich im Abschlusstraining am Oberschenkel verletzt. Dafür lächelte Co-Trainer Milos Putera im strahlend gelben Torwart-Trikot von der Bank und war bereit, seinen langjährigen Keeper-Kollegen Jens Vortmann im Ernstfall abzulösen. Ebenfalls nicht im Leipziger Aufgebot: Rechtsaußen Patrick Wiesmach, der aus familiären Gründen die Woche in Dänemark verbracht hatte und entsprechend nicht trainieren konnte.

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Der SC DHfK gewinnt das Heimspiel gegen die Eulen aus Ludwigshafen mit 32:27. Zur Galerie
Der SC DHfK gewinnt das Heimspiel gegen die Eulen aus Ludwigshafen mit 32:27. ©

Die ersten Minuten der Begegnung hielten für die Leipziger Fans aber noch weitere Überraschungsmomente bereit. Gleich zweifach wurden Angriffe der Hausherren regelwidrig gestoppt, doppelt scheiterte Siebenmeterexperte Lucas Krzikalla an Keeper Martin Tomovski. Mit Treffern von Nationalspielern Philipp Weber und Franz Semper korrigierte der SC DHfK allerdings den frühen Rückstand, baute Führung auf, dominierte anschließend das Spiel. Weber rupfte Feder für Feder aus der Defensive der Eulen, spielte selbstbewusst und bewies absolute Coolness vom Siebenmeter, die er Krzikalla nach der anfänglichen Pleite abnahm. Fünf Tore nach knapp 20 Minuten waren die sehenswerte Ausbeute.

Fans feiern das Team

Hinten zeigte Vortmann schnelle Reaktionen. Jeder gehaltene Ball ging zügig und präzise nach vorn, brachte die Leipziger in ihr gefährliches Tempospiel. Ludwigshafen wusste sich bei drei Toren Rückstand, kaum noch zu helfen, agierte hart in der Defensive und kassierte die entsprechenden Zeitstrafen. Glück für die Gäste: Der SC DHfK wusste eine doppelte Überzahl in der 22. Minute, nicht entsprechend zu nutzen – und vergab weitere Chancen zum Ende der ersten Halbzeit unnötig. Der 15:12-Pausenstand hätte deutlich höher ausfallen können.

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Andre Haber (Trainer SC DHfK Leipzig): Wir wussten, was auf uns zukommt. Ab einem gewissen Punkt haben wir das Spiel dominiert, dabei kam uns unser Tempospiel zugute. Ich freue mich sehr über diesen Sieg. Nun wollen wir weiter so viele Punkte wie möglich holen und um den einstelligen Tabellenplatz kämpfen. Zur Galerie
Andre Haber (Trainer SC DHfK Leipzig): "Wir wussten, was auf uns zukommt. Ab einem gewissen Punkt haben wir das Spiel dominiert, dabei kam uns unser Tempospiel zugute. Ich freue mich sehr über diesen Sieg. Nun wollen wir weiter so viele Punkte wie möglich holen und um den einstelligen Tabellenplatz kämpfen." © Christian Modla

Lautstark trommelnd, johlend, klatschend feierten die 4320 Fans in der Arena ihr Team und trieben die Grün-Weißen zu Bestleistungen. Der resultierende Führungsausbau dürfte auch Leipziger Coach André Haber gefallen haben, der nach 45 Minuten und sechs Toren in Front sichtlich entspannter an der Seitenlinie wirkte, als in den vergangenen Wochen. Sichtlich Spaß am Spiel hatten auch die Männer auf der Platte, die nun häufiger über die Außenpositionen gingen, im Rückraum mehr rotierten und den einen oder anderen kreativen Spielzug ausprobierten. Dabei scheiterten sie mehrfach an Keeper Gorazd Skof, an der Latte oder bereits im Spielaufbau an eigenen Pässen, riskierten aber nie die deutliche Führung. Spätestens MVP Weber sorgte immer wieder für den entsprechenden Treffer. Die Eulen provozierten zahlreiche Strafwürfe, Weber verwandelte jeden einzeln: Für sechs Siebenmeter und insgesamt zehn Treffer jubelten die Fans seinen Namen im Chor. Ein Handballfest für die Grün-Weißen, eine mehr als sehenswerte zweite Hälfte und ein verdienter 32:27-Heimsieg.

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