05. Februar 2020 / 17:16 Uhr

SC DHfK Leipzig kämpft um Arena und garantiert trockenes Spielfeld

SC DHfK Leipzig kämpft um Arena und garantiert trockenes Spielfeld

Matthias Roth
Leipziger Volkszeitung
SC DHfK Leipzig-Geschäftsführer Karsten Günther
SC DHfK Leipzig-Geschäftsführer Karsten Günther
Anzeige

Der Dauerregen am vergangenen Wochenende beim Spiel gegen Erlangen zeigte eine neue Schwachstelle im Dach der Arena auf.

Anzeige

Leipzig. Für den SC DHfK war die Freude nach dem Heimsieg gegen den HC Erlangen (26:21) am vergangenen Sonntag nur von kurzer Dauer. Die Handball-Bundesliga hatte dem Leipziger Verein im Anschluss mit einer Hallensperre gedroht, sollten diese das undichte Dach der Arena nicht bis zum nächsten Heimspiel am 29. Februar nachweislich unter Kontrolle bekommen.

DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther bleibt optimistisch und verspricht den Fans, dass sie auch zukünftig Bundesliga-Handball in der Arena sehen können. „Da lehne ich mich jetzt aus dem Fenster: Es wird weder am 29. Februar bei unserem nächsten Heimspiel gegen Minden, noch bei einem der darauffolgenden Spiele noch mal Wasser auf dem Spielfeld geben! Ich bin überzeugt davon, dass wir das Problem in den Griff bekommen und die Arena unsere Spielstätte bleibt“, so der Manager deutlich. Er ergänzt: „Damit das gelingt, werden noch große Anstrengungen von Nöten sein, doch alle Beteiligten arbeiten mit Hochdruck daran – und das haben unsere Fans, Sponsoren, Mitglieder und Mitarbeiter/innen auch verdient.“ Am Freitag ist ein Treffen der Stadt als Eigentümer, der Betreibergesellschaft ZSL und dem SC DHfK angekündigt, um konkrete Maßnahmen zu definieren.

Semper kuriert weiter Herzmuskelentzündung aus

DHfK-Spielmacher Luca Witzke beißt derweil die Zähne zusammen. Am Sonntag musste der 20-Jährige gegen Erlangen angeschlagen raus. Aus der Uni-Klinik kam jetzt die erlösende Nachricht: „Es gibt keinen sichtbaren Befund, einen Muskelfaserriss können wir ausschließen“, so Teamarzt Pierre Hepp. Ob Witzke allerdings am Sonntag beim TVB Stuttgart schon wieder ran kann, ist offen. „Wir müssen sehen, wie lange die Wade im Training Probleme macht“, meint Trainer André Haber.

Mehr zum DHfK

In der Kreativzentrale des SC DHfK wird Witzke aber dringend gebraucht. Maximilian Janke trainiert nach seinem Muskelbündelriss wieder. Auch bei ihm ist es offen, ob es schon für das nächste Spiel reicht. Bei Niclas Pieczkowski tut sich nach seiner monatelangen Schulterverletzung vor März nichts. Und dann ist da noch Franz Semper. Der Nationalspieler kuriert weiter eine Herzmuskelentzündung aus und wird regelmäßig an der Uni-Klinik untersucht. „Wir gehen sehr sensibel mit der Situation um“, sagt Manager Karsten Günther. Semper kommt erst aufs Parkett zurück, wenn er zu hundert Prozent gesund ist.

Matthias Roth, Tilman Kortenhaus