16. Juli 2020 / 18:23 Uhr

SC DHfK Leipzig mit neuem Trikot und Sponsor

SC DHfK Leipzig mit neuem Trikot und Sponsor

Uwe Köster
Leipziger Volkszeitung
sc dhfk
Geschäftsfürher Relaxdays Martin Menz, Karsten Günther, André Haber und Alen Milosevic (v.l.) präsentieren die neuen Trikots der Saison 20/21. © Alexander Prautzsch
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Mit der Relaxdays GmbH ziert ab der kommenden Saison ein neuer Sponsor die Trikots des SC DHfK. Auf der Pressekonferenz am Donnerstag lobt Karsten Günther auch die Mannschaft, welche auf 25 Prozent ihres Gehalts verzichtet.

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Leipzig. In zehn Wochen soll die Handball-Bundesliga starten – die Weichen für eine erfolgreiche Saison werden jedoch bereits jetzt gestellt. Auch was die Kassenlage angeht. Am Donnerstag präsentierten die Handballer des SC DHfK Leipzig ihr neues Trikot und mit der Relaxdays GmbH (320 Mitarbeiter an sechs Standorten) auch einen neuen Sponsor, der künftig den Rücken der Shirts zieren wird. „Sie stärken uns den Rücken“ fand DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther dafür ein nettes Wortspiel. Wie hoch das Engagement von Relaxdays konkret ist wurde nicht verraten. „Über Zahlen reden wir nicht öffentlich“, sagte Günther.

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Zum Thema Kassenlage gehört auch der ausdrückliche Lob Karsten Günthers an die Mannschaft für deren Bereitschaft zum 25-prozentigen Gehaltsverzicht: „Wir müssen den Etat um eine Million Euro senken, um durch die Krise zu kommen. Die Mannschaft unterstützt uns dabei, dafür will ich Danke sagen.“ Mit 4,5 Millionen Euro will der Bundesligist in die neue Spielzeit starten. Kapitän Alen Milosevic zu den Abstrichen: „Keiner verzichtet gerne, das ist menschlich. Es ist eine Situation, die wir so nicht kennen. Aber man muss in dieser Zeit über den Tellerrand gucken und zusammenarbeiten. Gegeneinander arbeiten ist das schlimmste in so einer Situation. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, wie wir das gelöst haben.“

Saisonstart sehnen alle herbei

Die sportliche Vorbereitung läuft seit zweieinhalb Wochen. „In anderen Jahren sind die Spieler zweimal am Tag gefordert. Jetzt ist alles anders, weil wir Zeit haben. Jetzt haben wir die Möglichkeit alles so zu machen, wie ich mir das vorstelle“, erzählt Coach André Haber. Konkret bedeutet das 30 Einheiten in fünf Wochen, mehr als in „normalen“ Jahren. Der Trainer sprach von einem „soften Einstieg“. „Wir bahnen langsam wieder Handballtraining an, gewöhnen uns an die Halle. Derzeit steht Athletik im Vordergrund.“ Wie geht es weiter? „Das Stichwort heißt Progression“, erklärt Haber.“ Intensität und Belastung werden erhöht, langsam rückt das Handballtraining in den Vordergrund.“

Zuletzt verbrachte das Team zwei Tage an der Schladitzer Bucht. „Wir hatten dort vier Einheiten, zwei harte, zweimal war es eher freudbetont.“ Das bestätigte auch Alen Milosevic: „Es war kein Quälcamp, da habe ich schon schlimmere Sachen erlebt. Die Tage haben gezeigt, dass man für ein Trainingscamp gar nicht weit wegfahren muss. Es war sehr schön und abwechslungsreich.“

Den Saisonstart sehnen alle herbei. Die Bundesliga spielt jetzt mit 20 Vereinen, bedeutet 19 Heimspiele. Karsten Günther dazu: „Der Zeitrahmen ist ja wie gehabt, wir fangen einen Monat später an , hören einen Monat später auf. Vier Spiele mehr sind vertretbar. Wir brauchen die Liga und brauchen die Heimspiele, um annähernd wirtschaftlich weitermachen zu können. Aber die sportliche Ebene hat eine hohe Verantwortung: Wie bringe ich mein Team durch 38 Spiele in so kurzer Zeit.“ André Haber nimmt sie an: „Wir beschweren uns nicht. Es trifft uns auch nicht so hart wie andere Teams, die international spielen. Wir nehmen es so, wie es kommt.“ Schlusswort Alen Milosevic: „Wir sind froh, wenn wir endlich wieder unserem Traumberuf nachgehen können.“