23. Dezember 2020 / 19:24 Uhr

SC DHfK Leipzig nach Minden-Pleite: Schlechteste Angriffsstatistik seit neun Jahren

SC DHfK Leipzig nach Minden-Pleite: Schlechteste Angriffsstatistik seit neun Jahren

Tilman Kortenhaus
Leipziger Volkszeitung
KlausTrotter-SC-DHFK-Leipzig-026
Bei der 20:23-Niederlage in Minden lief es für den SC DHfK Leipzig vorallem im Angriff nicht rund. © Klaus Trotter
Anzeige

Nach zuletzt drei Siegen in Folge scheiterte die Offensive des SC DHfK Leipzig beim Auswärtsspiel gegen GWD Minden an sich selbst. Bis zum Heimspiel gegen Flensburg am 27. Dezember will Cheftrainer André Haber die Probleme aufarbeiten.

Anzeige

Leipzig. „Ein Jahresabschluss ist immer etwas besonderes, vor allem in diesem Jahr. Das macht mir die Ansprache vor dem Team sehr leicht“, sagt DHfK-Trainer André Haber mit Blick auf den 27. Dezember. Denn nur einen Tag nach dem Weihnachtsfest ist der Spitzenreiter der Handball-Bundesliga SG Flensburg-Handewitt in Leipzig zu Gast. „Wir sind das Team, das die meisten Corona-Fälle hatte und haben uns trotzdem lange auf dem fünften Platz gehalten“, so der Coach, der trotz der schwachen Leistung gegen Minden am Dienstag insgesamt eine positive Bilanz zog.

Anzeige

„Wir haben zu schlecht aufs Tor geworfen und zu viele Fehler gemacht. Eine so schlechte Angriffsstatistik hatten wir zuletzt vor neun Jahren“, analysierte der 34-Jährige die Auswärtsniederlage ernst. Eine Erklärung dafür zu finden, fiel Haber nicht ganz leicht. „Zum einen hat Minden sehr leidenschaftlich verteidigt, aber – das muss man auch erwähnen – nicht mit ihrem ersten Innenblock“, wägte er ab. Minden habe, wie viele andere Teams auch, einige personelle Probleme, aber dennoch abgeliefert. Das habe er bei seiner Mannschaft vermisst. Nun müsse man die richtigen Schlüsse aus der Niederlage ziehen.

DURCHKLICKEN: Bilder zur Partie in Minden

Der SC DHfK Leipzig verliert das Auswärtsspiel in Minden mit 20:23. Zur Galerie
Der SC DHfK Leipzig verliert das Auswärtsspiel in Minden mit 20:23. ©

„Wir können das Problem ganz klar benennen und wissen jetzt, was wir besser machen müssen“, zeigt sich der Trainer kämpferisch. Kurzum: die DHfK-Spieler müssen das Tor wieder treffen. Weshalb sich die Handballer ab dem 1. Weihnachtsfeiertag, nach kleiner Erholung beim engsten Familienkreis, auch auf eine Wurfeinheit freuen dürfen. Der Verein habe sich große Mühe gegeben, den Spielern die Heimfahrt zur Familie über die Feiertage zu ermöglichen, erklärte Geschäftsführer Karsten Günther. Ein Angebot, das nicht alle Spieler nutzen werden. „Einige werden ihre Familien nicht sehen, um weder sich noch ihre Liebsten zu gefährden“, so Haber, der beim Training am kommenden Freitag deshalb auch mit ein paar traurigen Spielern rechnet.