27. Dezember 2018 / 08:00 Uhr

SC DHfK Leipzig: Philipp Weber will gegen Ex-Verein Magdeburg punkten

SC DHfK Leipzig: Philipp Weber will gegen Ex-Verein Magdeburg punkten

Christian Dittmar
Philipp Weber (DHfK #20) gegen Patrick Rentschler (Bietigheim #4) beim Spiel SC DHfK Leipzig vs SG BBM Bietigheim, Handball, 1.Liga, 04.09.2018
Philipp Weber gegen BBM Bietigheim in Action. © Archiv
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Am Donnerstagabend steigt das Ostderby in der Handball-Bundesliga: Der SC DHfK Leipzig empfängt den SC Magdeburg. Das Spiel ist seit Wochen ausverkauft. DHfK-Rückraum-Ass Philipp Weber freut sich ganz besonders auf das Duell mit seinem alten Arbeitgeber.

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Leipzig. Als sich Philipp Weber nach seiner Vertragsverlängerung beim SC DHfK Ende Oktober zu seinen Zukunftsplänen äußerte, war die Handball-Welt noch eine andere. „Es macht Spaß, ihnen zuzuschauen, weil sie aktuell den europaweit ansehnlichsten Handball spielen“, sagte der Leipziger Rückraumspieler über den SC Magdeburg. Zwar hatte Weber seinen Vertrag in Leipzig gerade bis 2021 verlängert, fügte aber an: „Ich habe auch mit dem SCM gute Gespräche geführt und ein gutes Angebot bekommen. Aber ich habe mich eben für die Lebensqualität in Leipzig entschieden. Ich bin jetzt 26, in zwei Jahren 28 und was dann passiert, weiß man nie. Da kann ich immer noch diesen Schritt machen.“

DURCHKLICKEN: Die Bilder vom Hinspiel SC Magdeburg gegen den SC DHfK Leipzig.

SC Magdeburg – SC DHfK Leipzig (28:20) Zur Galerie
SC Magdeburg – SC DHfK Leipzig (28:20) © Rainer Justen
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Inzwischen spielt der SCM nicht mehr ganz so ansehnlichen Handball und hat von den vergangenen fünf Pflichtspielen vier verloren – an Webers Plänen dürfte sich aber wenig verändert haben. Schließlich sieht der gebürtige Schönebecker seine Heimat weiterhin an der Elbe, wo er von 2003 bis 2013 im SCM-Nachwuchs und ein Jahr im Männerteam aktiv war, ehe er nach Leipzig wechselte. Daran wird „Flippi“ am Donnerstag ab 19 Uhr, wenn der SC DHfK in der ausverkauften Arena Leipzig auf den SCM trifft, keinen Gedanken verschwenden. Es geht im Ostderby schlichtweg um Punkte für die Grün-Weißen, die zuletzt beim 22:23 in Wetzlar vor allem im Rückraum schwächelten.

Der Kracher SC DHfK Leipzig gegen SC Magdeburg wird von SKY und www.mdr.de sowie der Leutzscher Welle (als spezieller Audiostream) live übertragen.

In der gesamten Bundesliga-Hinrunde brachten Weber & Co nur vier Siege zu Stande, auswärts steht ein mickriger Punkt zu Buche. „Wir haben in Wetzlar zu wenig Durchschlagskraft im Angriff entwickelt und die Big Points nicht gesetzt“, weiß auch Philipp Weber, der sich heute von seiner besten Seite zeigen will. Auch für ihn verläuft die Saison bisher nicht optimal, wenngleich er mit aktuell 90 Treffern als bester DHfK-Werfer in der Bundesliga-Torjäger-Liste immerhin auf Platz acht steht. Allerdings ist seine Wurfquote mit weniger als 50 Prozent verwandelter Abschlüsse nicht zufriedenstellend. Die Quittung gab’s von Bundestrainer Christian Prokop, der seinen alten Schützling nicht für den 18-er Kader für die Weltmeisterschaft ab 10. Januar in Deutschland und Dänemark nominierte.

„Eine Heim-WM hast du vielleicht einmal in deinem Leben, umso bitterer ist es, diese Chance nicht zu nutzen“, sagt Weber. „Doch dafür bin ich selbst zuständig und es ist einfach gerechtfertigt, dass ich im Moment nicht dabei bin.“ Inzwischen hat er sogar die Hilfe einer Sportpsychologin in Anspruch genommen, die ihn regelmäßig hypnotisiert. Eine gute Möglichkeit, sich selbst und auch gegenüber dem Bundestrainer zu beweisen, hat Weber mit der Partie gegen seinen alten und eventuell auch zukünftigen Verein am Donnerstagabend.

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Der WM-Ersatzmann muss sich auf jeden Fall für die Auswahl bereithalten. Seine Chancen, nachnominiert zu werden, schätzt er als unwahrscheinlich ein: „Es kann viel passieren, aber ein gutes Spiel wird nicht reichen.“ Einen starken Weber braucht der SC DHfK auf jeden Fall, um im Ostduell etwas zu holen. Im Hinspiel sahen die Leipziger beim 20:28 keinen Stich. Das soll diesmal mit der Unterstützung von rund 7000 grün-weißen Fans anders werden. „Dass wir ein Heimspiel haben, ist sicher ein Vorteil. In diesem Spiel werden taktische Sachen nicht den Ausschlag geben, sondern eher die Mentalität und Kampfstärke“, meint Weber.

Ganz hat der 19-fache Nationalspieler die Hoffnung auf die WM noch nicht aufgegeben: „Ich würde mich in der trainingsfreien Zeit mit Tennisspielen fit halten, aber nicht nur daran denken, ob gleich ein Anruf kommt. Wenn eine Nachricht eintrifft, werde ich versuchen, auf den Punkt zu liefern.“

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