11. Mai 2019 / 22:21 Uhr

SC DHfK Leipzig rettet noch einen Punkt - Putera mit Doppeljob

SC DHfK Leipzig rettet noch einen Punkt - Putera mit Doppeljob

Matthias Roth
Leipziger Volkszeitung
Philipp Weber (DHfK 20) gegen Max Darj (BHC 5) beim Spiel SC DHfK Leipzig vs Bergischer HC, Handball, 1.Liga, 11.05.19
Zweikampf am Kreis: Philipp Weber gegen Max Darj. © Christian Modla
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Ein Treffer von Aivis Jurdz kurz 20 Sekunden vor dem Abpfiff sichert den Bundesliga-Handballern des SC DHfK Leipzig ein 25:25-Unentschieden gegen den Bergischen HC.

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Leipzig. Punkteteilung in der Primetime: Der SC DHfK Leipzig hat am Samstagabend in der heimischen Arena dem Bergischen HC beim 25:25 (12:11) einen Punkt abgerungen und es verpasst, sich in der Tabelle an Stuttgart und Hannover-Burgdorf vorbeizuschieben. Der BHC bleibt auf dem sechsten Rang. Aivis Jurdzs traf 20 Sekunden vor dem Ende zum Ausgleich für die Leipziger vor 4124 Zuschauern.

Ungewöhnlicher Spieltermin: Erstmals in dieser Saison wurde für den SC DHfK ein Heimspiel um 20.30 Uhr an einem Sonnabend angepfiffen. Ein Ausweich auf Donnerstag oder Sonntag war nicht möglich, weil die Arena da für die Konzerte von Schiller und DJ Bobo geblockt ist. Leipzig erlebte damit einen weiteren Megasporttag mit RB Leipzig gegen den FC Bayern und den Handballern wenig später. Etliche Fuballfans fanden dann auch den Weg vom Stadion in die Halle.

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Am 11. Mai 2019 hatte der SC DHfK Leipzig den Bergischen HC zu Gast. Zur Galerie
Am 11. Mai 2019 hatte der SC DHfK Leipzig den Bergischen HC zu Gast. © Christian Modla
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Der SC DHfK musste seinen bärenstarken Kreisspieler Alen Milosevic ersetzen. Er fiel mit Rückenbeschwerden aus. Für ihn rückte erstmals der 20-jährige Oliver Seidler ins Team. Er spielt sonst bei der SG Leipzig II in der dritten Liga. „Milo hat starke Rückenbeschwerden. Das ist mit unseren Ärzten in der Abklärung. Nächste Woche in Minden wird er nicht helfen können. Das wird eine längerfristige Geschichte sein. Jetzt ist Behandlung angesagt und es ist möglich, dass er in dieser Saison nicht mehr spielt", sagte Trainer André Haber.

BHC lässt sich nicht beeindrucken

Die Gastgeber bekämpften das Überraschungsteam der Saison mit einer kompromisslosen Abwehr, bekamen allerdings Linus Arnesson nur selten in den Griff. Milos Putera hielt in der ersten Hälfte einen Ball nach dem anderen und kam schon da auf sieben Parade. „Aus der ersten Halbzeit müssen wir mehr machen und eine größere Führung mitnehmen, wenn man so eine Torhüterleistung zeigt", so Haber.

Der Slowake zwischen den Pfosten musste sogar eine Doppelschicht einlegen. Wegen des Dauerregens und eines undichten Dachs tropfte es mal wieder aufs Parkett. Putera hielt also Bälle und dazwischen musste er immer wieder mit einem Handtuch das Wasser vom Boden aufwischen. In der zweiten Halbzeit gab er diesen Job ans Wischpersonal von der Seitenline ab.

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In der zweiten Halbzeit setzte sich der SC DHfK in der 38. Minute bereits mit 17:13 ab, knackte damit aber die Moral der Gäste nicht. Der BHC, obwohl immer wieder ins Zeitspiel gezwungen, behielt die Nerven und glich in der 42. Minute zum 17:17 aus. Schlimmer noch: In der 46. Minute führte der BHC plötzlich mit 20:18. "Der BHC hat ein riesiges Selbstvertrauen und gibt kein Spiel auf. Eigentlich hätten wir das Spiel beim 17:13 nicht aus der Hand geben dürfen", meinte DHfK-Linksaußen Lukas Binder.

Die Leipziger vertändelten im Angriff aber weiter den Ball, scheiterten dazu an BHC-Keeper Christopher Rudeck und fingen selbst Tor um Tor. Haber nahm innerhalb weniger Minuten seine beiden Auszeiten und brachte das Team wieder auf Kurs. Torhüter Rene Villadsen drehte jetzt noch einmal mächtig auf und raubten den Gästen mit seinen Paraden den Nerv. Es blieb trotzdem knapp. Jurdzs hämmerte den Ball schließlich kurz vor dem Abpfiff zum 25:25 in die Maschen. Die letzten Sekunden verteidigte der SC DHfK geschickt und belohnte sich noch mit einem Punkt.

„Wir haben im Angriff sehr diszipliniert gespielt, auf die Chance gewartet und uns vom Druck der Halle nicht nervös machen lassen. Beim 17:13 sind wir fast weg. In den letzten 20 Minuten war es ein sehr enges Spiel. Wir können mit dem einen Punkt sehr gut leben", analysierte Gästetrainer Sebastian Hinze.

Randnotiz: Das weibliche Publikum spendete begeisterten Szenenapplaus für Patrick Wiesmach. Der Däne musste sein zerrissenes Trikot tauschen und präsentierte dabei seinen muskulösen Oberkörper nackt.

Die Statistik zum Spiel:

SC DHfK: Putera, Villadsen - Semper 3, Wiesmach 5/2, Rojewski 3, Jurdzs 4, Krzikalla, Binder, Janke, Pieczkowski 4, Roscheck, Weber 3, Seidler, Gebala 3, Esche, Meyer-Siebert

BHC: Rudeck, Rutschmann, Darj 1, Weck 1, Gunnarsson 5/4, Nippes 3, Kotrc, Baena Gonzales 2, Babak, Gutbrod 4, Arnesson 5, Boomhouwer 3, Criciotoiu 1

Siebenmeter: DHfK 2/2, BHC 4/4

Zeitstrafen: DHfK 6 Minuten, BHC 6 Minuten

Zuschauer: 4124

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