09. Dezember 2018 / 18:36 Uhr

Handballkrimi ohne Sieger: SC DHfK Leipzig und TBV Lemgo spielen Remis

Handballkrimi ohne Sieger: SC DHfK Leipzig und TBV Lemgo spielen Remis

Uwe Köster
Aivis Jurdzs (DHfK 7) gegen Dani Baijens (Lemgo 77), Fabian van Olphen (Lemgo 10), Tim Suton (Lemgo 23) beim Spiel SC DHfK Leipzig vs TBV Lemgo Lippe, Handball, 1.Liga, 09.12.18
Der SC DHfK Leipzig und der TBV Lemgo Lippe trennen sich mit einem 22:22-Unentschieden. © Christian Modla
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Mit einem 22:22-Unentschieden endet die Begegnung zwischen SC DHfK Leipzig und dem TBV Lemgo Lippe. Die Leipziger sind nun auf Platz 15 der Bundesligatabelle.

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Leipzig. Achterbahn fahren die DHfK-Handballer in dieser Saison – wohin ging’s im gut besuchten Nikolaus-Spiel gestern? Unspektakulär zur Seite, muss man nach dem 22:22 (11:9) gegen Lemgo wohl sagen. Die Leipziger bleiben Tabellen-15., verpassen den Sprung ins Mittelfeld „Das war in der Abwehr ein sehr gutes Spiel. Im Angriff haben wir einige Tore liegen lassen. Wir sind nicht gut in die zweite Halbzeit gekommen und haben es verpasst, uns abzusetzen. In vielen Situationen sind wir nicht aufmerksam genug gewesen“, konstatiert DHfK-Coach André Haber.

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SC DHfK Leipzig - TBV Lemgo Lippe 22:22 Zur Galerie
SC DHfK Leipzig - TBV Lemgo Lippe 22:22 © Christian Modla
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Von Beginn an geht es munter hin und her. Bei den Leipzigern begeistert Philipp Weber mit spektakulären Toren. Trotz seiner Nicht-Berücksichtigung fürs aktuelle Länderspielaufgebot kämpft der 26-Jährige noch um einen Platz im deutschen WM-Team. Tore sind die besten Argumente – er erzielt sechs. Leipzigs einziger aktueller deutscher Nationalspieler Franz Semper sammelt auch Tore: Mit acht Treffern ist er einmal mehr erfolgreichster DHfK-Werfer. Das Duo Weber/Semper und eine von Bastian Roscheck glänzend organisierte Defensive sorgen für das 11:9 zur Pause.

Leipzig verpasst es, davonzuziehen. Zweieinhalb Minuten dauert es, da hat Lemgo den Ausgleich geschafft (11:11). Coach Haber nimmt Auszeit, rüttelt seine Jungs wach: „Wir haben hier ein Heimspiel!“ Die DHfK-Männer nehmen den Kampf an, das Match läuft langsam heiß. Und ist mitunter schön anzusehen: Der Kempa-Trick von Wiesmach auf Weber, der die 15:13-Führung bringt (39.), gehört zu den spektakulärsten Treffern des Tages. Doch wieder verpassen es die DHfK-Jungs, für klare Verhältnisse zu sorgen. Und weiter schenken sich beide Teams nichts.

Das Match wird zu einer Nervenschlacht und zu einer für Krimi-Liebhaber. Fünf Minuten vor Schluss heißt es 20:20 – in dramatischen Schlussphasen hatte der SC DHfK in dieser Spielzeit wenig Glück. Und diesmal?

Franz Semper bringt Leipzig in Front, Patrick Zieker gleicht per Siebenmeter aus. Aivis Jurdzs trifft zum 22:21, Zieker im Konter zum 22:22. Noch 60 Sekunden, Auszeit DHfK. „Magdeburg direkt links“, sagt Haber den Spielzug an. Doch Parole Magdeburg führt nicht zum Erfolg.

Jetzt haben die Gäste acht Sekunden Zeit für den Siegtreffer. „Wir werfen nicht aufs Tor“, befiehlt TBV-Coach Florian Kehrmann seinen Schützlingen. Die Angst vor einem Konter ist größer als die Lust auf zwei Punkte. Lemgo wirft trotzdem, bleibt jedoch erfolglos wie auch der Freiwurf von Fabian van Olphen in der Schlusssekunde. 22:22 heißt es am Ende – das entspricht dem Spielverlauf.

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André Haber, Trainer SC DHfK: „Es war ein Spiel von zwei guten Abwehrreihen. Wir sind nicht gut in die zweite Halbzeit gekommen und haben es verpasst, uns abzusetzen. In vielen Situationen sind wir nicht aufmerksam genug gewesen. Am Ende sind wir froh darüber, dass der Ball nicht noch einmal bei uns reingeht.“ Zur Galerie
André Haber, Trainer SC DHfK: „Es war ein Spiel von zwei guten Abwehrreihen. Wir sind nicht gut in die zweite Halbzeit gekommen und haben es verpasst, uns abzusetzen. In vielen Situationen sind wir nicht aufmerksam genug gewesen. Am Ende sind wir froh darüber, dass der Ball nicht noch einmal bei uns reingeht.“ ©

Die Westfalen freuen sich über den einen Punkt sichtlich mehr als die Sachsen. „Wir hatten das Ding selbst in der Hand und hätten den Sieg verdient gehabt“, sagt Philipp Weber: „Und wenn wir nicht in so einer Situation stehen, in der wir stehen, spielen wir so ein Ding ganz anders runter.“ So sieht es auch Lukas Binder: „Wir müssen uns damit abfinden, dass diese Saison eine andere ist als die letzten beiden. Mit dem Punkt sind wir zufrieden, in den zurückliegenden Jahren hätten wir das Spiel bestimmt mit fünf Toren gewonnen.“  Uwe Köster

SC DHfK: Putera, Villadsen; Weber 6/1, Pieczkowski 1, Semper 8, Wiesmach 1, Milosevic, Rojewski 1, Gebala 1, Jurdzs 1, Roscheck, Santos 3. Zuschauer: 4114. Siebenmeter: 1/1:3/1. Strafen: 8:4 Minuten.

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