24. März 2019 / 17:55 Uhr

SC DHfK Leipzig unterliegt MT Melsungen 26:29

SC DHfK Leipzig unterliegt MT Melsungen 26:29

Tilman Kortenhaus
Leipziger Volkszeitung
Leipzig, 21.10.2018, Arena Leipzig, Handball, 1.Bundesliga, 10.Spieltag , SC DHfK Leipzig vs. SG Flensburg-Handewitt , 
Im Bild; EnttŠuschung nach dem Spiel bei Leipzigs Trainer Andre Haber. , 
Foto: PICTURE POINT / S. Sonntag , 
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SC-DHfK-Trainer André Haber und seine Jungs können in der heimischen Arena den Rückstand gegen Melsungen nicht mehr aufholen und verlieren das Bundesligaspiel mit 26:29. © PICTURE POINT
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In der zweiten Halbzeit starten die Leipziger Handballer eine Aufholjagd. Dennoch reicht es nicht mehr zum Sieg. In der heimischen Arena verliert der SC DHfK Leipzig das Spiel gegen Melsungen mit 26:29.

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Leipzig. Trotz allen Kampfes und einer Aufholjagd im zweiten Durchgang haben die DHfK-Handballer die Überraschung in der Bundesliga verpasst. In der heimischen Arena verlor das Team von Trainer André Haber gegen MT Melsungen - eines der stabilsten Teams der Eliteliga - verdient mit 26:29 (12:18) Toren. Bitter für den SC DHfK: Ausgerechnet der Ex-Leipziger Yves Kunkel schenkte den Sachsen acht Treffer ein. Zwei davon gelangen ihm in der Schlussphase, als die Gastgeber beim Stand von 24:27 noch einmal alle Kräfte mobilisierten.

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SC DHfK Leipzig - MT Melsungen 26:29 Zur Galerie
SC DHfK Leipzig - MT Melsungen 26:29 © Alexander Prautzsch
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Die DHfK-Männer hatten gegen den Sechstplatzierten die Möglichkeit zur Revanche, denn am Sonntag trafen in der Messestadt nicht nur die Bundesliga-Profis aufeinander. Wenige Stunden zuvor hatte es auch das Bundesliga-Duell der A-Jugend-Mannschaften beider Vereine gegeben. Der Doppelspieltag startete in der Sporthalle Brüderstraße allerdings nach umkämpfter Partie mit einer 27:29-Niederlage des Leipziger Nachwuchses.

SC DHfK Leipzig startet bissig in die Partie

Mit der Revanche für ihre Jugend als Motivationsschub starteten die Leipziger bissig in die Partie – 5027 Zuschauer unterstützten die Grün-Weißen dabei lautstark. Außerdem hatte Nationalspieler Franz Semper seine Rückenprobleme auskurriert und stand wieder mit auf der Platte. Noch ein Vorteil für die Hausherren: Die Gäste kamen ohne ihren torgefährlichsten Spieler. Tobias Reichmann hatte sich zuvor im Training einen Stauchungsbruch im Mittelfuß zugezogen und wurde auf Rechtsaußen vom Youngster Dimitri Ignatow vertreten.

Die Hypothek aus der ersten Halbzeit (12:18) war am Ende zu groß, um die Überraschung zu schaffen. Getragen von 5027...

Gepostet von SC DHfK Handball am Sonntag, 24. März 2019

Doch auch ohne den Routinier machte es die namhafte Besetzung der Gäste den DHfK-Männern schwer. Die volle Halle blickte dabei ganz besonders auf den zukünftigen Leipziger Philipp Müller, der ab dem Sommer Aivis Jurdzs ablösen wird.

SC DHfK kann auch in Überzahl nicht in Führung gehen

Das Spiel war zunächst vor allem ein Aufeinanderprallen an den Verteidigungslinien. Erst in der sechsten Minute konnte Alen Milosevic den ersten Treffer für die Leipziger verbuchen. Dabei fehlte neben den Langzeitausfällen der Leipziger (Santos, Remke und Vortmann) nur Schlussmann René Villadsen, für den Jan Guretzky zwischenzeitlich im Tor stand.

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Eine Zweiminutenstrafe gegen Melsungens Felix Danner nach Foul an Philipp Weber in der neunten Minute änderte wenig. Auch in Überzahl gelang es den Hausherren nicht, eine Führung aufzubauen. Nach zehn Minuten war das Spiel beim 4:4 noch immer defensiv geprägt. Es folgten drei Tore für die Gäste, eins davon vom ehemaligen DHfK-Mann Yves Kunkel, der einen Pass seiner Ex-Kollegen aus der Luft pickte und zum Konter verwandelte.

Patrick Wiesmach verwirft Siebenmeter

André Haber nahm die logische Auszeit. „Das war der zweite Konter in Folge. Ihr müsst konzentriert bleiben! Nur wenn wir Fehler machen, können sie Tempo aufbauen“, analysierte der Coach kurz. Die Worte fruchteten wohl bei den Grün-Weißen, die sich wieder etwas herankämpften. Auch wenn ein Weg durch die Reihen der Melsunger nur selten gefunden wurde, konnte Weber aus dem Rückraum treffen oder das Nachwuchstalent Marc Esche auf der Außenposition angespielt werden. Dennoch hielten die Gäste ihre Führung konstant über die erste Hälfte und bauten diese zur Pause weiter aus. Bei 11:15 verwirft zu allem Überfluss Patrick Wiesmach einen Siebenmeter (26.). 12:18 der deutliche Pausenstand.

Auch der „Dänische Regisseur“ des MT Melsungen, Lasse Mikkelsen, verlangte den Hausherren viel ab. Gerade erst mit verlängertem Vertrag ausgestattet und noch nie ein Spiel für seinen ersten und einzigen deutschen Verein verpasst, verteilte er die Bälle kontrolliert an seine Mannschaft und traf allein sechsfach bis zur Halbzeit. „Aktuell ist Lasse Mikkelsen in sehr guter Form und hat eine starke Phase, darauf müssen wir uns speziell einstellen, um ihn gut zu verteidigen“, hatte Coach Haber bereits vor der Partie angekündigt – das wollte den Leipzigern allerdings nicht gelingen.

Leipziger Handballer tun sich bei Aufholjagt schwer

Nach der Pause wirkten die DHfK-Männer zwar motiviert, aber die Gäste ließen zunächst wenig zu. Auch mehrere Zweiminutenstrafen brachten zunächst kaum Besserung. Leipzig tat sich bei der erhofften Aufholjagd schwer, Mikkelsen wollte einfach nicht aufhören zu treffen.

Dennoch: Die Messestädter kämpften sich auf 18:22 heran. Der Gäste-Coach hielt mit einer Auszeit dagegen. Getragen von den Fans gaben die Leipziger alles und kämpften sich bis auf 22:25 heran. Haber rief noch einmal seine Truppe zusammen, schwor sie auf die Schlussphase ein. Doch zwei Treffer von Yves Kunkel und ein Fußfehler des Leipzigers Philipp Weber besiegelten die Niederlage der Männer in den grünen Trikots.

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