12. September 2019 / 15:55 Uhr

SC DHfK Leipzig will Eulen-Pleite gegen Göppingen vergessen machen

SC DHfK Leipzig will Eulen-Pleite gegen Göppingen vergessen machen

Christian Dittmar
Leipziger Volkszeitung
Franz Semper (DHfK 3) gegen Jacob Bagersted (Goeppingen 14) beim Spiel SC DHfK Leipzig vs Frisch Auf Göppingen / Goeppingen, Handball, 1.Liga 04.11.18
Franz Semper und der SC DHfK Leipzig konnten das letzte Heimspiel gegen Frisch Auf Göppingen mit 29:25 gewinnen. © Christian Modla
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Nach der deutlichen 27:34-Niederlage in Ludwigshafen trifft das Team von Trainer André Haber am Sonntag auf Frisch Auf Göppingen. Die Grün-Weißen wollen ihre Heimstärke nutzen und die nächsten zwei Punkte einfahren. 

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Leipzig. Man merkte DHfK-Coach André Haber auch gestern, fast eine Woche nach dem 27:34 bei den Eulen Ludwigshafen, noch die Verärgerung über die Leistung seines Teams beim Fast-Absteiger der Vorsaison an. "Dass wir den Gegner in der Phase von unserer 8:6-Führung bis zu seiner 10:8-Führung wieder ins Spiel bringen, war völlig unnötig", erklärte der 33-Jährige. "Da gab es einzelne individuelle Fehler und ganze Ausbrüche aus unserem System."

Statt dem erhofften 8:0-Punkte-Start sind die Grün-Weißen nach der ersten Saisonpleite auf den fünften Tabellenrang abgerutscht - stehen aber auch wegen einiger Favoritenstürze (sowohl die Rhein-Neckar Löwen als auch der THW Kiel unterlagen bereits einmal) noch gut da. "Wenn mir vor der Saison einer gesagt hätte, dass wir mit 6:2 Punkten starten, hätte ich das sofort unterschrieben", meinte Haber.

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SC DHfK Leipig - Frisch Auf Göppingen (29:25) Zur Galerie
SC DHfK Leipig - Frisch Auf Göppingen (29:25) © Christian Modla
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Dennoch sollte gerade auch die Höhe der Niederlage bei den Eulen ein Warnschuss für den SC DHfK sein, dass es angesichts der Ausgeglichenheit der Liga bei einer fehlenden kämpferischen Einstellung schnell mal auf die Mütze geben kann. Das soll am Sonntag gegen Frisch Auf Göppingen (16 Uhr, Arena Leipzig) natürlich nicht passieren. Die Leipziger bauen dabei auch auf ihre Heimstärke, in dieser Spielzeit gewannen sie beide Partien in der Arena und schafften beim 24:23 gegen die Füchse Berlin ihrerseits schon eine kleine Überraschung.

Das sah auch Linksaußen Lukas Binder so: "Unsere Halle zählt mittlerweile zu den Tophallen der Liga." Gegen Göppingen soll nun, angetrieben von den eigenen Fans, gelingen, was in Ludwigshafen nicht gelang: wieder in Kampfposition kommen. Dafür spricht auch die Bilanz. Nach dem Bundesliga-Aufstieg verlor der SC DHfK nur die erste heimische Partie im November 2015 gegen die Schwaben, danach gab es drei Siege. Dass Frisch Auf mit drei Pleiten in die Saison gestartet ist und auf dem vorletzten Tabellenplatz steht, spielt für André Haber dabei natürlich keine Rolle. "Das spiegelt überhaupt nicht deren Leistungsvermögen wider", sagte der Coach.

Seinem Kollegen Hartmut Meyerhoffer machte er in diesem Zuge gleich ein Kompliment, weil die Göppinger nicht nur im Angriff extrem strukturiert spielten, sondern auch im Rückraum sehr breit aufgestellt seien. Das Duell am Sonntag würde so vor allem über den Kopf entschieden.

Eine weitere Motivation für die Haber-Jungs dürfte dabei das anstehende Vereinsjubiläum des SC DHfK sein. 65 Jahre alt wird der Sportclub der Deutschen Hochschule für Körperkultur in diesem Monat und das soll rund um das Göppingen-Match zelebriert werden. Dazu stehen unter anderem Ruderin Annekathrin Thiele und Leichtathlet Robert Farken für Autogrammwünsche parat, außerdem können sich die Besucher des Handballspiels auch beim Inlineskaten und auf dem Fahrradergometer ausprobieren. "Wir wollen zeigen, dass wir nicht nur großen Leistungssport wie bei den Handballern leisten", sagte Vereinspräsident Bernd Merbitz, "sondern auch im Breitensport gut aufgestellt sind."

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