11. Januar 2021 / 19:36 Uhr

SC DHfK Leipzig zurück in der Halle: Trainingsstart mit zwei Rückkehrern

SC DHfK Leipzig zurück in der Halle: Trainingsstart mit zwei Rückkehrern

Tilman Kortenhaus
Leipziger Volkszeitung
DHFKTraining23
Den Spielern des SC DHfK Leipzig wurde alles abverlangt. © Andre Kempner
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Der SC DHfK Leipzig meldet sich zurück. Am Montag fand für die Haber-Truppe das erste Training im neuen Jahr statt. Mit auf der Platte waren nach langer Zwangspause endlich auch wieder Luca Witzke und Max Janke. Gespielt wurde aber noch nicht, denn zunächst hatten Kraft-, Athletik- und Lauftraining Priorität.

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Leipzig. In der Arena Leipzig wird wieder Handball gespielt – zumindest fast. Seit Montag sind die Profis vom SC DHfK zurück in ihrer Heimstätte und kamen bei ihren ersten Trainingseinheiten mächtig ins Schwitzen. Die Bälle blieben zunächst aber im Schrank. Stattdessen wurde das Team von Coach André Haber mit Laufeinheiten und Athletikübungen auf die kommenden Wochen vorbereitet. Mit dabei waren auch Luca Witzke und Maximilian Janke, die in dieser Saison bisher verletzt fehlten.

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„Luca ist wieder fit. Er trainiert mit der Mannschaft und kann wieder alles mitmachen“, berichtet Sportkoordinator Philipp Müller zufrieden. Der 21-Jährige musste seit Anfang September aufgrund einer Knieverletzung pausieren und ist erst seit Ende Dezember wieder einsatzbereit.

DURCHKLICKEN: Die Bilder zum Trainingsauftakt des SC DHfK Leipzig

Das erste Training im neuen Jahr. Am 11. Januar 2021 kehrte der SC DHfK Leipzig in die Halle zurück. Zur Galerie
Das erste Training im neuen Jahr. Am 11. Januar 2021 kehrte der SC DHfK Leipzig in die Halle zurück. ©

„Ich finde es sehr vernünftig, wie André und die medizinische Abteilung mit der Situation umgegangen sind. Ihn vor Weihnachten für ein oder zwei Spiele zu bringen, wäre nicht sinnvoll gewesen. So konnte er seine Verletzung noch etwas länger auskurieren“, erklärt Müller die Hintergründe. Der 36-Jährige ergänzt: „Jetzt geht er voller Tatendrang in die Vorbereitung und hat noch einmal vier Wochen Zeit, sich auf das erste Spiel zu konzentrieren.“ Das steht am 6. Februar gegen THW Kiel an und wird eine Kraftprobe für den Rückraumspieler und sein Team.

Zweitbeste Verteidigung der Liga

Neben Witzke und Janke, der sich seit Juni von einer Schulter-Operation erholen musste, beginnt auch für Sportchef Müller wieder das Training. „Aufgrund unserer Verletzungen und der Corona-Problematik war ich vor Weihnachten häufiger auf dem Feld zu sehen und habe regelmäßig mit dem Team trainiert. Jetzt fehlen uns durch die WM erneut einige Spieler, weshalb ich auch in der Vorbereitung dabei sein werde“, so der ehemalige Profi und Abwehr-Spezialist. „Das mache ich aber sehr gerne und es deckt sich mit meinen guten Fitness-Vorsätzen für das neue Jahr“, fügt er hinzu. Auch mit 36 hat Müller noch hohe Ansprüche an sich selbst und will das Team weiterhin im Training und im Ernstfall auch in der Liga unterstützen.

Langfristig planen die Leipziger aber, ohne den Sportkoordinator auf der Platte auszukommen. Da jedoch auch Abwehrchef Bastian Roscheck im Sommer den Verein verlässt, muss ein Ersatz her. „Unser Spiel hat sich in der Verteidigung verändert. Wir haben mit Marco Mamic und Maciej Gebala einen hervorragenden Mittelblock und suchen nun nach jemandem, der diese beiden als Backup vertreten kann“, erklärt Müller.

Keine leichte Aufgabe, denn die Sachsen stellen in der bisherigen Saison die zweitbeste Verteidigung der Liga. „Nur einen Angriffsspieler zu suchen, wäre derzeit einfach Quatsch. Wir brauchen einen kompletten Spieler, der uns vorne und hinten helfen kann“, führt der Sportchef aus. Auch Julius-Meyer Siebert und Maximilian Janke seien als Optionen für diese Aufgaben im Gespräch.

Testspiele geplant

Der SC DHfK Leipzig bestreitet die Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte mit mehreren Testspielen. In den nächsten Wochen spielt das Team gegen MK Motor Saporischschja aus der Ukraine (21. Januar), beim Peugeot Cup in Dessau (24. Januar) und gegen den HC Elbflorenz (31. Januar). „Wir sind mit Testspielen ausgestattet, so dass wir alles, was wir uns handballerisch erarbeiten, auch in die Erprobung bringen können“ sagte Trainer André Haber.