08. Januar 2021 / 19:27 Uhr

SC DHfK Leipzigs Günther vor Vertragsgesprächen: "Wollen Weber halten"

SC DHfK Leipzigs Günther vor Vertragsgesprächen: "Wollen Weber halten"

Tilman Kortenhaus
Leipziger Volkszeitung
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Philipp Weber bat um Zeit, um sich erstmal auf die WM konzentrieren zu können. © Christian Modla
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Am Montag startet der SC DHfK Leipzig ins Mannschaftstraining und zu Beginn des neuen Jahres, muss Geschäftsführer Karsten Günther wichtige Gespräche führen. Denn im Sommer laufen die Verträge von Maximilian Janke, Marc Esche, Niclas Pieczkowski und Führungsspieler Philipp Weber aus.

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Leipzig. Die Handball-WM steht vor der Tür. Für zahlreiche Profisportler beginnt am 13. Januar eine belastende aber auch einmalige Zeit, die sie vermutlich ihr Leben lang nicht mehr vergessen werden. Für diejenigen, die nicht in ihre Nationalmannschaft berufen wurden – oder sich gegen eine Teilnahme entschieden haben – ist das Programm deutlich entspannter. Auch in Leipzig hat sich die Truppe von Coach André Haber seit dem 28. Dezember eine Auszeit gegönnt. Für drei Leipziger stehen neben den Trainingseinheiten ab Montag auch Gespräche mit Geschäftsführer Karsten Günther und Sportkoordinator Philipp Müller an. Die Verträge von Maximilian Janke, Niclas Pieczkowski, Marc Esche, Bastian Roscheck und Führungsspieler Philipp Weber laufen im Sommer aus.

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Erste Gespräche mit Weber

„Basti hat uns die Entscheidung abgenommen, ob wir künftig weiter mit ihm als Abwehrchef planen können“, so Karsten Günther zum fünften auslaufenden Vertrag. Defensiv-Ass Bastian Roscheck hatte vor rund einem Monat verkündet, dass er ab dem Sommer nicht länger im Trikot der Grün-Weißen spielen wird. „Jetzt sind es nur noch vier Spieler, um die wir uns aktuell kümmern müssen. Wir werden ab der nächsten Woche, wenn alle zurück sind, ganz offen mit den Jungs reden“, so Günther weiter. Zeitdruck gäbe es von Vereinsseiten keinen.

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Dennoch sollte der SC DHfK vor allem bei der Personalie Weber nicht zu lange abwarten. „Philipp Weber ist in der Hinrunde oft als ein Leader unserer Mannschaft aufgetreten. Er ist unser bester Angriffsspieler und wir wollen ihn langfristig an uns binden. Die ersten Gespräche haben bereits stattgefunden. Er hat Zeit erbeten, um sich erstmal auf die WM zu konzentrieren“, sagt Günther.

Verständlich, denn Weber wird bei der WM für die deutsche Nationalmannschaft erneut wichtige Aufgaben übernehmen müssen, die seine volle Konzentration erfordern. Sollte der 28-Jährige ein starkes Turnier spielen, macht er außerdem auf internationaler Ebene auf sich aufmerksam – und könnte bei seinen Vertragsverhandlungen den einen oder anderen Euro mehr einfordern oder gar den Verein wechseln.

Ivic kommt im Sommer

„Wir wollen Weber halten, keine Frage. Wenn er sich für uns entscheidet, war unsere Recherchearbeit und unser Scouting auf dieser Position für die Tonne beziehungsweise für eine größere Datenbank. Sollte er sich gegen uns entscheiden, sind wir für diesen Fall aber vorbereitet“, so Günther.

Verstärkung im Team der Sachsen gab es bereits im rechten Rückraum. Mit Sime Ivic kommt zum Sommer ein echter Torgarant, der bisherige Defizite ausgleichen soll. „Der rechte Rückraum ist allein von den Angriffsdaten her – und das meine ich nicht als Vorwurf – unsere schwächste Angriffsposition. Das ist einfach ein Fakt. Hier hatten wir die Chance, uns mit Sime Ivic zu verstärken und unseren Angriff schnell auf ein neues Level zu kriegen – sein Können hat er in der Bundesliga bereits nachgewiesen“, führt der Geschäftsführer aus.

Nun müsse man aber auch mit Gregor Remke und Martin Larsen sprechen, ob man auf dieser Position weiterhin mit ihnen planen könne. „Es ist schließlich auch eine Option, dass einer der beiden oder sogar beide sagen, jetzt wo wir Ivic geholt haben, sehen sie ihre Zukunft bei einem anderen Verein“, gibt Günther Einblick.