07. Oktober 2021 / 18:00 Uhr

SC DHfK Leipzigs Handballer ab Sommer ohne Eigengewächs Gregor Remke

SC DHfK Leipzigs Handballer ab Sommer ohne Eigengewächs Gregor Remke

Tilman Kortenhaus
Leipziger Volkszeitung
Verabschiedet sich vom SC DHfK Leipzig: Gregor Remke.
Verabschiedet sich vom SC DHfK Leipzig: Gregor Remke. © Christian Modla
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Einer kommt, einer geht: Viggo Kristjansson steht als Neuzugang fest. Weichen muss einer aus der eigenen Riege: Erstmals in der Geschichte der Handball-Abteilung des SC DHfK müssen man ohne Gregor Remke auskommen.

Leipzig. Die Nachwuchsabteilung spielt bei den Handballern des SC DHfK Leipzig seit jeher eine große Rolle. Mit Marc Esche, Lukas Binder und Lucas Krzikalla sind allein die Außenpositionen fast ausschließlich mit Eigengewächsen besetzt und zahlreiche Talente trainieren regelmäßig bei den Profis mit. Auch Rückraumspieler Gregor Remke ist ein Kind des Vereins, spielte schon in der E-Jugend der Grün-Weißen und ist seit der Neugründung des Vereins im Jahr 2007 dabei.

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„Leipzig hat hohe Ambitionen“

Doch nach drei Meistertiteln mit dem Nachwuchs und zahlreichen erfolgreichen Jahren im Bundesliga-Team muss sich der 23-Jährige im kommenden Sommer einen neuen Verein suchen. Anders formuliert: Erstmals in der Geschichte der Handball-Abteilung des SC DHfK müssen sie ohne Remke auskommen. Denn im rechten Rückraum setzen die Leipziger künftig auf Sime Ivic und Viggo Kristjansson, die beide einen Vertrag bis 2024 haben und sich künftig als Duo bei den Sachsen etablieren sollen.

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Kristjansson, der bereits 2019 für den SC DHfK im Einsatz war, freut sich bereits auf die anstehenden Aufgaben in der Messestadt ab der kommenden Spielzeit: „Leipzig hat hohe Ambitionen und ich sehe den SC DHfK als einen Verein, bei dem ich mich weiterentwickeln kann. Sie haben eine top Mannschaft mit einem guten Trainerteam und ich möchte mit dem SC DHfK in den kommenden Jahren europäisch spielen.“

Genau dafür braucht das Team von Coach André Haber einen torgefährlichen Werfer wie den 27-Jährigen, denn zuletzt war die Ausbeute aus dem rechten Rückraum nicht sonderlich zufriedenstellend. „Viggo ist ein Spieler, der sich in den letzten beiden Jahren in der Bundesliga toll entwickelt hat und über einen sehr guten Charakter verfügt“, lobt der Chefstratege.

„Wird sicher nicht das Ende seines Weges sein“

Dass die Entscheidung für Kristjansson im Umkehrschluss auch eine Entscheidung gegen Remke bedeutete, sei für alle schwer gewesen. „Uns verbindet eigentlich alles hier im Verein. Gregor und ich haben zusammen zwei Titel in der Jugend geholt. Er hat noch einen dritten nachgelegt und hätte sicher noch einen vierten geholt, wenn wir ihn nicht vorzeitig in den Männerbereich hochgezogen hätten“, so Haber, der hinzufügt: „Aber es geht nicht um Gregor, sondern um Viggo, der uns sofort besser machen wird.“ Eine solche Entwicklung habe Remke zuletzt nicht erreicht, das Potenzial dafür aber immer gehabt.

„Das wird ganz sicher nicht das Ende seines Weges sein“, unterstreicht auch Geschäftsführer Karsten Günther. „Ich denke, dass diese Veränderung auch eine Chance für ihn sein wird. Außerdem hat er jetzt noch acht Monate bei uns, in denen der Knoten endgültig platzen kann“, fügt der Manager hinzu. Eine Möglichkeit dafür bietet sich Remke bereits am Sonntag (16 Uhr/Sky), dann empfangen die Sachsen den TVB Stuttgart in der Arena und werden auf deutlich mehr Rückraum-Tore als zuletzt gegen die Rhein-Neckar Löwen angewiesen sein.