14. Januar 2022 / 14:43 Uhr

SC DHfK Leipzigs Mamic in Corona-Quarantäne: "Ich kann nur an mein Team glauben"

SC DHfK Leipzigs Mamic in Corona-Quarantäne: "Ich kann nur an mein Team glauben"

Tilman Kortenhaus
Leipziger Volkszeitung
EM-Einsatz in der Schwebe: Marko Mamic steht wegen einer Covid-Infektion nicht auf der Platte.
EM-Einsatz in der Schwebe: Marko Mamic steht wegen einer Covid-Infektion nicht auf der Platte. © imago images
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SC DHfK Leipzigs Handball-Profi Marko Mamic ist Stammkraft im kroatischen Nationalteam. Mit der Mannschaft steht der Rückraum-Akteur derzeit nicht auf der EM-Platte. Der 27-Jährige weilt coronabedingt in einem Hotelzimmer, in Isolation.

Szeged. Seine lockere Art hat Handball-Profi Marko Mamic in der Quarantäne nicht verloren. „Klar habe ich Zeit, viel zu viel davon. Ich sitze hier ja fest“, sagt der kroatische Nationalspieler im Telefongespräch mit der LVZ und muss lachen. Es ist eine skurrile Situation. Der Abwehrchef des SC DHfK Leipzig sitzt inzwischen seit dem 11. Januar in einem Hotelzimmer irgendwo in Szeged fest und ist zum Nichtstun verdammt. „Die meiste Zeit schaue ich die Handballspiele. Gestern habe ich alle gesehen, parallel auf dem Fernseher und dem Laptop“, beschreibt der 27-Jährige die Lage. Sein Zimmergenosse und Torhüter-Talent Matej Mandic hatte direkt nach dem positiven Corona-Test des Leipzigers die Flucht ergriffen.

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Der grün-weiße Profi ist Stammkraft im kroatischen Team, gehört zu den erfahrenen Spielern in einer eher jungen Truppe, die ganz besonders auf ihre Führungsspieler angewiesen ist. Doch neben Mamic muss Cheftrainer Hrvoje Horvat auch auf Domagoj Duvnjak (THW Kiel) und Luka Cindric (FC Barcelona) verzichten, die ebenfalls mit Covid-19 infiziert sind. Unter diesen Umständen war der DHfK-Spieler auch weniger überrascht, dass seine Mannschaft im Auftaktspiel gegen Olympiasieger Frankreich mit 22:27 den Kürzeren zog. „Wir wussten, dass es sehr hart wird. Frankreich ist ein brutal starker Gegner“, befindet Mamic, der dennoch optimistisch bleibt.

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Am Samstag treffen die Kroaten auf Serbien (20.30 Uhr), am Montag auf die Ukraine (18 Uhr). Sollte die Horvat-Sieben beide Spiele gewinnen, darf Mamic weiter von einem EM-Einsatz träumen. „Ich kann nur zugucken und an mein Team glauben“, sagt der 27-Jährige. Aktuell habe er noch leichte Grippesymptome, doch ab dem 16. Januar könnte der Rückraumspieler theoretisch mit einem negativen Test aus der Quarantäne entlassen werden. „Im Anschluss steht dann ein Medizincheck an, mit Belastungstest von Lunge und Herz“, so Mamic, der seine Chancen auf eine Rückkehr in der Vorrunde entsprechend gering einschätzt. „Der nächste Schritt ist es, gegen die starken Serben mit einem Tor zu gewinnen. Dann sehen wir weiter.“