03. Februar 2021 / 18:50 Uhr

SC DHfK Leipzigs Philipp Weber über seinen Wechsel: "Bin froh über Gislasons Rat"

SC DHfK Leipzigs Philipp Weber über seinen Wechsel: "Bin froh über Gislasons Rat"

Tilman Kortenhaus
Leipziger Volkszeitung
Weber
Bis zum Sommer konzentriert sich Philipp Weber ausschließlich auf den SC DHfK Leipzig. © dpa
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Nachdem SC Magdeburgs Trainer Bennet Wiegert schon seine Freude über den Transfer geäußert hatte, meldete sich nun Philipp Weber zu Wort. Das Rückraum-Ass vom SC DHfK Leipzig möchte sich weiterentwickeln und mehr internationale Erfahrung sammeln. Mit dem Schritt zurück in die Heimat, hatte der 28-Jährige schon länger geliebäugelt.

Leipzig. „Die Entscheidung war ganz klar von der sportlichen Perspektive abhängig“, sagt DHfK-Führungsspieler Philipp Weber. Das Rückraum-Ass will sich auf seinen aktuellen Erfolgen nicht ausruhen und sucht stattdessen die nächste Herausforderung. Dabei steht der 28-Jährige mit dem SC DHfK auf einem respektablen sechsten Platz der Bundesliga und hatte sich auch bei der Handball-Weltmeisterschaft in Ägypten in guter Form präsentiert. Doch für Weber soll die Reise hier auf keinen Fall aufhören. Er will sich auch künftig weiterentwickeln und sieht den Wechsel zum SC Magdeburg im Sommer als große Chance.

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„In der Nationalmannschaft muss ich mich international mit den besten Leuten messen. Dafür brauche ich mehr internationale Erfahrung und habe auch deshalb diesen Schritt riskiert. Ich wollte in sieben oder acht Jahren nicht in den Spiegel gucken und mich ärgern, diese Chance nicht ergriffen zu haben“, erklärt Weber seine Beweggründe. Es sei keineswegs eine Entscheidung gegen Leipzig sondern für Magdeburg und für neue sportliche Erfahrungen gewesen. Mit dem Schritt zurück in die Heimat hatte der 28-Jährige schon lange geliebäugelt.

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„Ich hatte schon immer ein sehr gutes Verhältnis zu Bennet Wiegert. Wir haben früher zusammen gespielt, als ich meine ersten Schritte im Nachwuchs beim SCM gemacht habe“, erinnert sich der Handball-Profi zurück. „Sein Vater war sogar mein Schullehrer - es gab also schon immer eine enge Beziehung und wir haben in den vergangenen Jahren immer Kontakt gehalten.“

"Werde für Leipzig alles geben"

In den gemeinsamen Gesprächen sei auch ein möglicher Wechsel schon lange Thema gewesen, aber „es hat sich nie so richtig angefühlt, wie es jetzt der Fall ist“, so Weber weiter. „Ich war bisher nie bereit, diesen Schritt zu gehen und habe den Wechsel immer aufgeschoben.“ Im Sommer will Weber seine Chance endlich nutzen und könnte mit der Entscheidung kaum glücklicher sein.

„Ich bin gereift und ein erfahrener Spieler geworden. Ich traue mir die Aufgabe jetzt zu und bin sehr glücklich, dass ich diesen Schritt gewagt habe“, erzählt er zufrieden. Auch Bundestrainer Alfred Gislason habe ihn in seiner Entscheidung bestärkt. „Ich habe ihn um Rat gebeten. Es war in unserem Gespräch auch ein klares Thema, mehr international zu spielen, sich mit den Besten zu messen und diese Erfahrungen zu machen. Ich bin froh über seinen Rat, aber er war nicht ausschlaggebend. Die Tendenz war für mich schon vorher klar“, so der Nationalspieler.

Bis dahin will sich der 28-Jährige voll und ganz auf seine Aufgaben in Leipzig konzentrieren. „Das habe ich der Mannschaft versprochen, als ich ihnen meinen Wechsel mitgeteilt habe“, so Weber. Auch im Rückspiel gegen den SC Magdeburg würde er da keine Ausnahme machen. „Bis zum Sommer schlägt nur ein Herz in meiner Brust. Bis zum Sommer werde ich für Leipzig alles geben.“