23. September 2019 / 17:26 Uhr

SC DHfK Leipzigs Präsident Bernd Merbitz lädt Athleten zum Jubiläum ein

SC DHfK Leipzigs Präsident Bernd Merbitz lädt Athleten zum Jubiläum ein

Frank Schober
Leipziger Volkszeitung
SC-DHfK-Präsident Bernd Merbitz (2.v.l.) lud seine Top-Athleten in den Romanushof ein.
SC-DHfK-Präsident Bernd Merbitz (2.v.l.) lud seine Top-Athleten in den Romanushof ein. © Gesine Prägert
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Es war exakt der Vorabend des 65. Vereinsgeburtstages, als SC-DHfK-Präsident Bernd Merbitz seine erfolgreichsten Athleten der vergangenen Monate in den Romanushof einlud, um ihre Leistungen zu würdigen.

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Leipzig. Der vor zwölf Monaten gewählte Vereins-Chef fragte seine besten Leichtathleten, Ruderer, Radsportler, Kanuten und Triathleten zugleich: Wo drückt der Schuh? Schließlich kann sich der Verein nur dann bei Verbänden, Stadt, Land und Arbeitgebern um bessere Bedingungen für den Spitzensport einsetzen, wenn die Probleme und Reserven vorher klar benannt werden.

Die Athleten ließen sich nicht zweimal bitten. Paratriathlon-Europameister Martin Schulz – erst wenige Tage zuvor zum achten Mal im Kontinent mit Gold dekoriert – fielen sofort fehlende Schwimmzeiten seiner Gruppe in der Uni-Halle ein. Oder Probleme, im Sommer während der Hallenschließung mal offiziell ins Schreberbad ausweichen zu können. Trotz seiner Goldmedaille 2016 in Rio habe er keinen Rad-Sponsor. „Mein Rennrad für Tokio steht schon seit eineinhalb Jahren in Berlin und wird nicht fertig.“ Letztere Bemerkung ging auf das Konto der Forschungs- und Entwicklungsstelle FES. Merbitz nahm mit Sorge zur Kenntnis, dass Martin Schulz zwar für die nächsten zwei Jahre beruflich abgesichert ist – doch was kommt danach?

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Hitze und Luftfeuchtigkeit in Tokio

Im Rudern reicht das Geld vorn und hinten nicht für ein neues Wettkampfboot. Auch bei den Radsportlern und Leichtathleten läuft nicht alles bestens. Da bleibt schon mal ein Förderantrag auf dem Weg zum Landessportbund beim Fachverband hängen. Da passiert monatelang im sturmgeschädigten Werferhaus nichts, müssen Teamkollegen um ihre Sportstelle bei der Polizei bangen, weil sie die Kadernorm verpasst haben. Und statt ab und an in der großen Arena zu trainieren, müssen die Sprinter fast den ganzen Winter über in den engen, dunklen Laufschlauch.

Beim Thema Hitze und Luftfeuchtigkeit in Tokio halfen sich die Athleten gegenseitig mit Tipps. Dass sein Start 2020 um 10 statt 7.30 Uhr angesetzt ist, sei hart, so Martin Schulz: „Ich möchte es nicht dramatisieren, am Ende sind die Bedingungen für alle gleich. Aber ein Basecap mit Kühlgel und eine Kühlweste vor dem Start haben mir schon sehr geholfen.“ Kanute Peter Kretschmer war gerade aus Tokio zurück und erzählte belustigt: „Die Zuschauer auf den Tribünen sollten mit feinem Schnee aus Kanonen abgekühlt werden – doch am Ende kamen eher Klumpen heraus.“

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