16. Dezember 2018 / 18:04 Uhr

SC DHfK Leipzig unterliegt bei den Füchsen Berlin mit 23:26

SC DHfK Leipzig unterliegt bei den Füchsen Berlin mit 23:26

Christian Dittmar
Lukas Binder beim Wurf.
Lukas Binder beim Wurf. © Rainer Justen
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Das Team von Trainer André Haber kassierte die elfte Saisonpleite. Damit bleibt der Handball-Erstligist weiter im Tabellenkeller der Bundesliga. 

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Berlin. Der SC DHfK Leipzig hat mit dem 23:26 (12:13) bei den Füchsen Berlin am Sonntag die elfte Saisonniederlage im 17. Spiel kassiert. Nach dem Ende der Hinrunde bleibt das Team von Trainer André Haber damit auf Rang 15 der Handball-Bundesliga. Füchse-Keeper und Matchwinner Silvio Heinevetter meinte: „Das hat Spaß gemacht, es war eine geile Kulisse und ein Top-Spiel von beiden Team.“

Die Füchse konnten sich zuletzt vor allem auf ihre Abwehr verlassen – und Torhüter Silvio Heinevetter. Und der frühere Delitzscher war auch gegen den SC DHfK von Beginn an „on fire“. Acht zum Teil spektakuläre Parade lieferte „Heine“ alleine in der ersten Hälfte, wobei seine Ernennung zur Nummer zwei bei der WM 2019 in Deutschland und Dänemark – die Nachricht sickerte kurz vor Anpfiff durch – wohl zu sätzlich zu seiner Motivation beigetragen haben dürfte. „Das Turnier wird lang - wir brauchen auf jeder Position zwei starke Leute. Da darf sich jeder Einzelne nicht zu wichtig nehmen“, sagte Heinevetter.

DHfK-Mann Andreas Rojewski stimmte „Heine“ zu: „Das hat wirklich Spaß gemacht. Wir hatten ein dezimiertes Team auf der Platte. Wir haben die Big Points heute nicht gemacht und uns damit das Leben selbst noch schwerer gemacht.“

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Elfte Saisonniederlage: Der SC DHfK Leipzig unterlag bei den Füchsen Berlin mit 23:26. Zur Galerie
Elfte Saisonniederlage: Der SC DHfK Leipzig unterlag bei den Füchsen Berlin mit 23:26. ©
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Bei den Leipzigern war die Verunsicherung der letzten Wochen erneut zu spüren, Fehlanspiele und Abwehrpatzer prägten anfangs das Bild. So lagen sie nach zehn Minuten bereits mit fünf Toren zurück (2:7). Es schien der erwartet deutliche Sieg für die Hauptstädter zu werden, doch Haber nahm nach einer Auszeit mit Rojewski einen zweiten Rückraum-Linkshänder rein – und die Partie begann sich zu drehen.

Auch, weil sich der Leipziger Schlussmann René Villadsen nun zu einer Topleistung aufschwang und sein Team etwa mit einem gehaltenen Siebenmeter gegen sonst so eiskalten Hans Lindberg ein ums andere Mal im Spiel hielt. Nach 17 Minuten waren die Grün-Weißen wieder dran (7:8), eine Minute vor der Pause konnten sie sogar zum 12:12 ausgleichen. Mit einem knappen Rückstand und einem guten Gefühl (allerdings auch mit einer Zwei-Minuten-Strafe gegen Bastian Roscheck) ging es in die Halbzeit.

Allerdings setzte sich die Heinevetter-Show auch im zweiten Durchgang fort. Dazu kamen einige unverständliche Entscheidungen der Schiedsrichter gegen die Gäste, sodass die Füchse ihren Ein-Tor-Vorsprung bis in die Mitte der zweiten Hälfte gegen immer stärker werdende Leipziger verteidigen konnten – bis Lucas Krzikalla in Überzahl zum 18:18 ins leere Tor traf (44.).

Es sollten in dieser engen Phase die Kleinigkeiten entscheiden, wie etwa der Ballverlust von Lukas Binder im Angriff mit folgendem erfolgreichen Tempogegenstoß. Schon stand es wieder 20:18 (47.). „Wir müssen jetzt die Tore machen“, forderte Haber der Auszeit beim Stand von 21:18 (51.). Seine Mannschaft ließ den Worten Taten folgen. Nach Binders Tor zum 20:22 war der SC DHfK fünf Minuten vor Schluss wieder dran. Es reichte am Ende aber nicht, weil Heinvetter wieder einige Unhaltbare hielt und die alte Leipziger Offensivschwäche ausbrach. Nach dem 26:22 in der 59. Minute war die Partie entschieden.

Leipzigs Trainer André Haber war nach Spielende enttäuscht und haderte mit den vergebenen Möglichkeiten: "Ein Bundesliga-Spiel mit 20 unterschiedlichen Torschützen habe ich lange nicht gesehen. Beide Teams waren breit aufgestellt in der Offensive. Wir waren aber nicht clever genug, um Punkte mitzunehmen. Letztlich haben wir gegen Silvio Heinevetter ein paar Chancen zu viel liegen lassen."

DHfK: Putera, Viladsen; Binder 5, Weber 4/1, Pieczkowski 3, Semper 1, Wiesmach 2/2, Milosevic 1, Roscheck, Remke 1, Krzikalla 5, Rojewski 1. 

Zuschauer: 9000.

Siebenmeter: Füchse 7/5, DHfK 5/3. 

Strafen: 8:4 Minuten.

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