18. Februar 2021 / 20:43 Uhr

SC DHfK unterliegt bei der MT Melsungen trotz Tormaschine Philipp Weber

SC DHfK unterliegt bei der MT Melsungen trotz Tormaschine Philipp Weber

Tilman Kortenhaus
Leipziger Volkszeitung
DHfK-Führungsspieler Philipp Weber war auf Torejagd. Doch das reichte nicht zum Sieg gegen Melsungen.
DHfK-Führungsspieler Philipp Weber war auf Torejagd. Doch das reichte nicht zum Sieg gegen Melsungen. © Klaus Trotter
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Leipziger geben Führung aus der Hand: Der SC DHfK Leipzig hat das Handball-Duell bei der MT Melsungen 31:28 (12:14) verloren. Die gegnerische Truppe von Bundesliga-Coach Gudmundur Gudmundsson drehte nach der Pause auf und verteidigte die zwei zurückerkämpften Zähler bis zum Spielende.

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Melsungen/Leipzig. Die MT Melsungen hatte sich vor dem Heimspiel gegen den SC DHfK Leipzig alles andere als selbstbewusst gezeigt. Keiner in den Reihen des Tabellenelften wollte die Gäste aus Sachsen unterschätzen, denn nach der bitteren 28:30-Niederlage gegen den TVB Stuttgart galt es zahlreiche eigene Baustellen aufzuarbeiten. „Leipzig hat eine absolute Top-Mannschaft, ist auf jeder Position gut besetzt. Wir müssen wirklich gut spielen, um zu gewinnen“, warnte Melsungen-Coach Gudmundur Gudmundsson vor dem Anpfiff. Und das zu Recht, denn vor allem DHfK-Ass Philipp Weber brachte sein gesamtes Können auf die Platte. Doch in der zweiten Halbzeit übernahm die Truppe des Isländers nach und nach die Kontrolle, drehte das Match und durfte sich am Ende über den verdienten 31:28 (12:14)-Sieg freuen.

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Zwei vergebene Großchancen: MT dreht Partie

Der Druck auf die beiden Teams war groß. Die Hausherren wollten ihrem Gegner und den von ihnen erwarteten Leistungen endlich gerecht werden. Auch die Leipziger konnten es sich nicht leisten, ihren sonst so starken Kontrahenten zu unterschätzen, und so tasteten sich beide Teams in den ersten Minuten fast schon ängstlich an das Spiel heran. Ein Fehlpass folgte auf den nächsten, zahlreiche Konterchancen blieben liegen. Auszeichnen konnten sich zunächst nur die Torhüter Joel Birlehm und Silvio Heinevetter, der in der 12. Minute den ersten Strafwurf der Sachsen verhinderte.

DURCHKLICKEN: Die Bilder zur Auswärtsniederlage des SC DHfK Leipzig

Die Handballer des SC DHfK Leipzig verlieren am letzten Hinrunden-Spieltag bei der MT Melsungen 31:28. Zur Galerie
Die Handballer des SC DHfK Leipzig verlieren am letzten Hinrunden-Spieltag bei der MT Melsungen 31:28. ©

Ganz langsam drehten die Grün-Weißen auf. Besonders Führungsspieler Weber zeigte sich torgefährlich, musste allerdings nach knapp zehn Minuten und bereits drei eigenen Treffern verletzt von der Platte. Seine Teamkollegen ließen sich davon nicht einschüchtern und bauten ihre Führung in der 17. Minute auf 10:6 aus. Weber zeigte kurz darauf, was ein gutes Ärtzeteam leisten kann, kam bereits in der 21. Minute zurück auf die Platte und knallte sofort den nächsten Ball ins Netz. „Es ist meine Aufgabe, mit meinem guten Eins-gegen-Eins und meinen Würfen der Mannschaft zu helfen“, kommentierte der 28-Jährige seinen gelungenen Auftritt.

Kräfte schwinden beim DHfK

Die Melsunger schafften es am eigenen Kreis kaum, den Rückraum der Sachsen unter Kontrolle zu bekommen. Das nutzte auch Martin Larsen im ersten Durchgang gnadenlos aus und führte seine Mannschaft bei fünf eigenen Treffern mit 14:12 in die Pause. Mit etwas mehr Tempo und deutlich mehr Härte entwickelte sich in den zweiten 30 Minuten ein umkämpftes Match, bei dem die Sachsen die Nase nur noch hauchdünn vorne hatten. Nach zwei vergebenen Großchancen von Marc Esche hatte es sich jedoch um die Führung erledigt und die MT Melsungen drehte das Spiel. „Kommt wieder runter auf die Erde. Es ist doch alles in Ordnung. Das waren schlechte drei Minuten, na und?“, hinterfragte der DHfK-Coach seine Truppe in der Auszeit beim 18:19-Rückstand.


Das nahm sich vor allem der zukünfige Magdeburger zu Herzen, der weiter fleißig Treffer sammelte – den knappen Spielstand aber nicht mehr drehen konnte. Die Hausherren spielten das Match sicher zu Ende, machten im eigenen Angriff kaum noch Fehler und kamen letztlich auf 31 Tore. Zu viele für die Grün-Weißen, die sich mit 28:31 geschlagen geben mussten. „Am Ende sind bei uns ein bisschen die Kräfte ausgegangen und wir haben in der Abwehr nicht mehr den Zugriff bekommen“, gab Weber frustriert zu. „Das ist wirklich sehr bitter, denn wir hätten heute eigentlich mehr verdient gehabt.“

MT Melsungen: K. Häfner 8, Kühn 7, Danner 4, Kastening 4/2, Kunkel 4, Pavlovic 3, Salger 1

DHfK Leipzig: Weber 10, Larsen 6, Esche 3, Binder 2, Krzikalla 2/1, Gebala 1, Mamic 1, Milosevic 1, Witzke 1, Wiesmach 1

Schiedsrichter: Marijo Zupanovic (Berlin)/Martin Thöne (Berlin)

Strafminuten: 6 / 2