01. Dezember 2019 / 18:16 Uhr

SC DHfK zerlegt Recken des TSV Hannover-Burgdorf mit 30:27

SC DHfK zerlegt Recken des TSV Hannover-Burgdorf mit 30:27

Tilman Kortenhaus
Leipziger Volkszeitung
Jubel beim SC DHfK nach dem Sieg
Jubel beim SC DHfK nach dem Sieg © Christian Modla
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Eine überragende erste Hälfte, tolle Einzelleistungen von Franz Semper und Joel Birlehm und eine zwischenzeitliche Acht-Tore-Führung sichern den Bundesliga-Handballer des SC DHfK Leipzig den Sieg gegen die Recken aus Hannover.

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Leipzig. Nach ihrem spektakulären Saisonbeginn und großartigen Leistungen gegen namhafte Teams, erwarteten wohl viele einen Sieg des TSV Hannover-Burgdorf in Leipzig. Stattdessen hob der SC DHfK die Recken von ihrem hohen Ross und verpasste ihnen mit dem 30:27 einen wahren Denkzettel. Zu keinem Zeitpunkt ließen die Hausherren ihren Gästen eine echte Chance auf den Sieg und präsentierten mit erstklassigen Leistungen von Rückraum-Torgefahr Franz Semper (neun Tore) und Keeper Joel Birlehm den 4495 Fans in der Arena Leipzig Handball vom Feinsten.

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Dank einer ganz starken Vorstellung besiegen die Handballer des SC DHfK Leipzig den TSV Hannover-Burgdorf. Zur Galerie
Dank einer ganz starken Vorstellung besiegen die Handballer des SC DHfK Leipzig den TSV Hannover-Burgdorf. © Christian Modla

Die angesprochene Abwehr zeigte sich auf beiden Seiten keineswegs zimperlich. Schon kurz nach dem Anpfiff gingen die Hannoveraner die DHfK-Männer hart an. Zweite Spielminute: Joshua Thiele greift dem Leipziger Maximilian Janke in den Wurfarm – kassiert die verdiente Zweiminutenstrafe. Die Hausherren nutzten die frühe Überzahl zwar kaum, konnten in den folgenden Minuten aber trotzdem eine Führung aufbauen. Großen Anteil daran hatten die Siebenmeter von Lucas Krzikalla, der nach sechs Minuten zunächst das 3:2 für Leipzig erzielte.

Joel Birlehm überragend

Wenige Minuten später legte Fabian Böhm seinen Nationalmannschaftskollegen Franz Semper – Krzikalla verwandelte einen weiteren Siebenmeter sicher im Netz. Aus der Zwei-Tore-Führung erarbeiteten sich die Leipziger stetig mehr – 8:5 nach 13 Minuten, 13:8 nach 21 Minuten.

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Joel Birlehm (SC DHfK): Die Abwehr hat super gespielt. Ich bin noch jung und unerfahren. Manchmal hat man dann so Tage mit einem guten Gefühl, kann warten und auf die Abwehr vertrauen. Das hat heute prima geklappt. Zum Schluss kommt ein bisschen ein Bruch rein. Da müssen wir dran arbeiten, dass wir das vernünftig zu Ende spielen.  Zur Galerie
Joel Birlehm (SC DHfK): "Die Abwehr hat super gespielt. Ich bin noch jung und unerfahren. Manchmal hat man dann so Tage mit einem guten Gefühl, kann warten und auf die Abwehr vertrauen. Das hat heute prima geklappt. Zum Schluss kommt ein bisschen ein Bruch rein. Da müssen wir dran arbeiten, dass wir das vernünftig zu Ende spielen."  ©

Bedanken können sich die Grün-Weißen nicht nur bei Torhüter Joel Birlehm, der seinen Kasten beeindruckend verteidigte, sondern auch bei Kapitän Jens Vortmann, der bei den Siebenmetern einsprang. 15:11 der Halbzeitstand – so durfte es für den SC DHfK weitergehen.

Für Hannover stand viel auf dem Spiel

Für die Recken aus Hannover stand in Leipzig viel auf dem Spiel. Nach einer deutlichen Niederlage in Kiel (23:32) vor zwei Wochen ging es für die Niedersachsen um den Anschluss an die Tabellenspitze. Für den SC DHfK war bereits vorher klar: Sie bleiben auf Platz acht – mit oder ohne Sieg. Dennoch wollten die Leipziger endlich den Fluch der letzten Sekunden brechen, denn gegen Melsungen, die Rhein-Neckar Löwen und Kiel gingen die Spiele jeweils mit einem Tor Unterschied knapp verloren. Zu einem entscheidenden Spielzug in den letzten Sekunden sollte es jedoch gar nicht erst kommen.

Motivation und Biss waren den Leipzigern auch über 20 Minuten in der zweiten Hälfte anzumerken – die Recken bis zur 50. Minute ohne richtige Antworten. Zwischenzeitlich mit acht Treffern hinten, schafften es die Recken trotz aller Mühen und starker Aufholjagd in der Schlussphase nicht mehr, an die Leipziger heranzukommen. Alen Milosevic analysiert: „Die letzten zehn Minuten sahen wie ein Austrudeln aus, das kann man bemängeln. Eigentlich sind wir heute nicht drei Tore besser, sondern sieben oder acht.“

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Hinter dem ersten Türchen waren für die Leipziger Handballer also zwei Punkte. Eine verdiente Belohnung nach den bitteren Niederlagen im November.

SC DHfK: Vortmann, Birlehm; Semper 9, Binder 4, Krzikalla 3/3, Ph. Weber 3, Mamic 2, Milosevic 2, Wiesmach 2, Witzke 2, M. Gebala 1, Janke 1, Roscheck 1, Müller, Remke

Hannover: KLejak, Ebner; astening 6/2, Böhm 4, Brozovic 3, Olsen 3, Pevnov 3, Cehte 2, Feise 2, Jönsson 2, Martinovic 1, Patrail 1

Zuschauer: 4495

Siebenmeter: 3/3:2/5

Strafminuten: 8/4