11. Februar 2017 / 19:45 Uhr

SC Eichsfeld verkauft sich teuer

SC Eichsfeld verkauft sich teuer

Christian Roeben
Göttinger Tageblatt
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SC Eichsfelds Christopher Rink (l.) behauptet sich gegen Nörtens Dennis Grube. © Schneemann
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Kreisligist unterliegt im Testspiel gegen Bezirksligist Nörten knapp mit 1:2

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Duderstadt. Fußball-Kreisligist SC Eichsfeld hat sich in seinem Winterpausen-Testspiel gegen den SSV Nörten-Hardenberg teuer verkauft. Erst durch einen Gegentreffer kurzvor Schluss unterlagen die Eichsfelder auf Kunstrasen mit 1:2 (1:1).

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In Duderstadt trafen zwei alte Bekannte aufeinander. Fabian Jung, spielender Coach des SC, lief einst für den SV Bilshausen auf. Der wurde damals noch von Jan Diederich trainiert, und Diederich leite nun Nörten-Hardenberg an. Der Eichsfelder Spielertrainer setzte bei Temperaturen um null Grad und eisigem Wind auch das erste Ausrufezeichen des freundschaftlichen Duells. Sein Volleyknaller aus 35 Metern wäre wohl genau im Winkel gelandet, doch Nörtens Schlussmann Dominik Hillemann lenkte das Geschoss noch über die Latte. „Nur einmal in drei Jahren“, rief Diederich seinem Spezi Jung anschießend schmunzelnd zu.

Ein Spezialist fürs Toreschießen ist auf der anderen Seite LucasDuymelinck. 18 -mal hat Nörtens Sturmführer in der aktuellen Saisonbereits in der Bezirksliga geknipst, doch an diesem Tag fehlte dem20-jährigen das Fortune. Symbolisch für Duymelincks sportlich eherunglücklichen Tag stand eine Szene aus der zehnten Minute. NachFlanke des starken Alexander Kunz schoss Duymelinck den Ball auskurzer Distanz nicht über die Linie, sondern an den Arm von Florian Maur im SC-Gehäuse.



Kunz machte es dann acht Minuten vor der Pause selber. Nach schöner Kombination traf der Linksfuß trocken flach ins lange Eck. DieFührung war hochverdient, denn der Bezirksligist hatte viel mehrBallbesitz und Chancen. „Für uns war das ein sehr guter Test gegeneine starke Mannschaft“, bilanzierte SC-Coach Jung deshalb auch nach dem Abpfiff. Seinem Team gelang nur 120 Sekunden nach der Nörtener Führung der etwas überraschende Ausgleich. Nach einer Ecke verschätzte sich der ehemalige Breitenberger Timo Friedrichs, und Christopher Rink köpfte aus fünf Metern ein (39.).

Auch in Durchgang zwei änderte sich der Charakter des Spiels nicht. Der SSV machte Druck, agierte jedoch im letzten Drittel und Abschluss oft zu ungenau. Die Chancenverwertung war heute schwach“, gab auch Trainer Diederich hinterher zu. Insgesamt zeigte er sich jedoch zufrieden: „Der Fokus lag heute auf Ballbesitz und Pressing, und beides hat sehr gut geklappt.“ Der eingewechselte Christian Lilienbecker stocherte schließlich in der 86. Minute im zweiten Versuch eine Hereingabe zum 2:1-Siegtreffer für das klassenhöhere Team über die Linie.


Tore

: 1:0 Kunz (37.) 1:1 C. Rink (39.), 2:1 Lilienbecker (86.)