15. Januar 2022 / 10:52 Uhr

"Das tut extrem weh": SC Freiburg in Dortmund mit den eigenen Waffen geschlagen

"Das tut extrem weh": SC Freiburg in Dortmund mit den eigenen Waffen geschlagen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
In dieser Aktion erzielt BVB-Profi Thomas Meunier nach einem Eckball das zwischenzeitliche 2:0.
In dieser Aktion erzielt BVB-Profi Thomas Meunier nach einem Eckball das zwischenzeitliche 2:0. © IMAGO/Eibner
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Die hohe Niederlage im Topspiel in Dortmund schmerzt den SC Freiburg. Ausgerechnet Standards, eine ihrer eigenen Stärken, brechen den Badenern das Genick. Am Mittwoch wartet die nächste große Aufgabe.

Niederlagen bei Borussia Dortmund sind für den SC Freiburg an sich nichts Neues. In ihrem 22. Auswärtsspiel beim BVB in der Bundesliga gingen die Badener am Freitag zum 18. Mal als Verlierer vom Platz. Christian Streich hat als SC-Trainer von seinen bisherigen zehn Reisen ins Ruhrgebiet erst einen Punkt mit nach Hause gebracht. Doch die 1:5 (0:3)-Abfuhr diesmal schmerzte die Freiburger besonders. Weil sie sich nach dem überraschenden Erfolg im Hinspiel (2:1) womöglich näher dran an einem weiteren Coup wähnten als sonst. Und dann mit ihren eigenen Waffen geschlagen wurden.

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"Wir hatten Probleme, Zugriff zu bekommen", sagte Freiburgs Kapitän Christian Günter bei DAZN über die erste Halbzeit, in der die Gäste viel zu passiv agierten und das Spiel bereits aus der Hand gaben. "Gefühlt waren wir immer ein Mann Unterzahl." Echte Großchancen kreierten die Dortmunder zunächst zwar nicht, bei ruhenden Bällen schlugen sie dann aber zweimal eiskalt zu. "Das tut extrem weh", sagte Günter über die Kopfballtore von BVB-Verteidiger Thomas Meunier nach Eckbällen in der 14. und 29. Minute. Ausgerechnet Standards, aus denen heraus er selbst diese Saison schon 16 Tore und damit die meisten in der Liga erzielt hat, wurden dem SC zum Verhängnis.

Der unersättliche Torjäger Erling Haaland (45./75.) und der starke Mittelfeldantreiber Mahmoud Dahoud (86.) erzielten die weiteren Tore für den BVB, der den Breisgauern an diesem Abend in allen Belangen überlegen war. Die kurzzeitige Leistungssteigerung des Sport-Clubs inklusive des Treffers von Joker Ermedin Demirovic (61.) in der zweiten Hälfte war zu wenig, um wieder näher an den Tabellenzweiten heranzurücken. Die Spitze verliert der SC allmählich aus dem Blick.

"Das war viel zu wenig", sagte der frustrierte Streich. "Wenn wir nicht richtig gut drauf sind, dann haben wir natürlich mit Borussia Dortmund nichts zu tun. Das hat man heute gesehen." Im DFB-Pokal müsse man "anders auftreten". Denn nach dem Topspiel ist vor dem Topspiel für die Badener. Am Mittwoch sind sie im Pokal-Achtelfinale bei der TSG 1899 Hoffenheim zu Gast, die in der Liga mittlerweile an ihnen vorbeigezogen ist. Anders als die gegen den BVB dürfte seine jüngste Bilanz gegen den badischen Rivalen Streich aber Mut machen. In der Liga feierte er mit Freiburg dort zuletzt zwei Siege.

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