11. Januar 2020 / 09:07 Uhr

Freiburg-Stürmer Nils Petersen wirft Debatte um Gehalt auf: "Nicht fair, was dabei rumkommt"

Freiburg-Stürmer Nils Petersen wirft Debatte um Gehalt auf: "Nicht fair, was dabei rumkommt"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Freiburg-Star Nils Petersen findet die hohen Gehälter im Fußball ungerecht
Freiburg-Star Nils Petersen findet die hohen Gehälter im Fußball ungerecht © Getty Images
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Für Stürmer-Star Nils Petersen vom SC Freiburg sind die hohen Gehälter im Profi-Fußball ungerecht gegenüber anderen Berufen, wie er jetzt verriet. Und gerade für junge Spieler sieht der 31-Jährige dadurch sogar eine Gefahr.

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Stürmer Nils Petersen vom SC Freiburg findet die Gehälter im Profifußball offenbar überzogen. Wie er in einem Interview mit der Bild gestand, müsse der 31-Jährige den Kopf schütteln, wenn er sieht, was seine Verlobte als Justizangestellte im Vergleich zu ihm verdient. "Ich besuche sie manchmal auf der Arbeit und wenn ich den Aufwand und den Ertrag sehe, dann ist das natürlich was anderes." Auch bei anderen Familienangehörigen fällt Petersen der Gehaltsunterschied auf: "Wenn ich sehe, was auch meine Mutter und meine Schwester abbuckeln, dann ist das nicht fair, was dabei rumkommt."

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Und dabei glaubt der Stürmer-Star des Vereins aus dem Breisgau, der auf Platz acht in der Bundesliga überwintert, dass er auch ohne die üppigen Gehälter gern Profifußballer wäre. "Natürlich liebe ich die Privilegien als Fußballer und das Geld, das wir verdienen, ist ein Riesen-Vorteil gegenüber allen anderen Jobs", gesteht er. Aber: "Wahrscheinlich würde ich auch für viel weniger spielen."

Petersen kritisiert Entwicklung bei jungen Spielern: "Für die Jungs nicht förderlich"

Eine Gefahr der hohen Gehälter im Profifußball macht Petersen gerade für junge Spieler aus: "Es ist schwierig, wenn du so früh mit Geld zugeschüttet wirst. Soziale Netzwerke machen natürlich auch viel kaputt, dieses Zeigen und Vergleichen, da will man mitschwimmen. Das ist nicht gut für die Erziehung und für die Jungs nicht förderlich." Er sei im Nachhinein froh, dass seine Entwicklung noch langsamer verlaufen ist, als heutzutage. "Wenn du schon mit 18 ein großes Auto fährst, was willst du dann mit 30 fahren?", unterstreicht er.

In Freiburg gebe es dieses Problem allerdings nicht: "Weil wir wissen, wie der Trainer reagieren würde, wenn jetzt ein dicker Lambo vorfahren würde", so Petersen. Und auch sportlich bleiben die Erwartungen bei den Breisgauern niedrig - nach der starken Hinrunde ist das Saisonziel weiter der Klassenerhalt. "Natürlich ist das auch ein gewisses Understatement, dass du jetzt nicht die große Klappe hast, um zu polarisieren", gesteht auch Petersen. Doch das hat laut dem Ex-Nationalspieler seinen Grund: "Ich fand schon, dass wir auch oft am Limit gepunktet haben. Über andere Ziele will ich gar nicht reden."

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