03. November 2022 / 20:42 Uhr

VAR-Wirbel und Rot nach Brutalo-Foul: Freiburg kassiert Last-Minute-Ausgleich in Überzahl

VAR-Wirbel und Rot nach Brutalo-Foul: Freiburg kassiert Last-Minute-Ausgleich in Überzahl

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Haben auch das letzte Gruppenspiel der Europa League gewonnen: Yannik Keitel (links) und der SC Freiburg.
Haben auch das letzte Gruppenspiel der Europa League gewonnen: Yannik Keitel (links) und der SC Freiburg. © dpa
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Der SC Freiburg kam im letzten Gruppenspiel der Europa League trotz Überzahl nicht über ein 1:1 hinaus. Bei Qarabag Agdam erzielte Nils Petersen die Führung, die in der Nachspielzeit noch ausgeglichen wurde. Vor allem nach dem Seitenwechsel wurde es turbulent – der VAR musste dreimal entscheidend eingreifen.

Der SC Freiburg hat die Gruppenphase der Europa League mit einem Remis bei Qarabag Agdam beendet. Das Team von Trainer Christian Streich lag durch einen von Nils Petersen verwandelten Foulelfmeter (25.) lange Zeit mit 1:0 in Führung, doch in der Nachspielzeit kamen die Aserbaidschaner durch Owusu Kwabena noch zum Ausgleich (90.+1). Der Sportclub beendet die Gruppe ohne Niederlage mit 14 Punkten auf Tabellenplatz eins. Der Gruppensieg und der damit verbundene Einzug ins Achtelfinale stand schon vor dem Anpfiff der Partie fest.

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Im Vergleich zum Auswärtssieg beim FC Schalke 04 am vergangenen Sonntag (3:1) veränderte Streich seine Startelf gleich auf zehn (!) Positionen. Einzig Kapitän Christian Günther stand erneut in der Anfangsformation der Breisgauer. So durfte Lucas Höler in der Offensive zum ersten Mal seit seinem Mittelfußbruch wieder von Beginn an ran, im Tor wurde Stammkeeper Mark Flekken von Noah Atubolu vertreten und in der Innenverteidigung bekam Keven Schlotterbeck mal wieder eine Chance, sich von Beginn an zu zeigen.

Dass die B-Elf der Freiburger nicht eingespielt ist, war gerade zu Beginn des Spiels durchaus zu spüren. Qarabag Agdam setzte den Tabellendritten der Bundesliga früh unter Druck und zwang die Streich-Elf zu Fehlern. Es gelang den Gastgebern allerdings nicht, die anfängliche Überlegenheit auf die Anzeigetafel zu bringen. Und so kam es, wie es kommen musste: Quasi mit der ersten richtigen Offensivaktion ging der SC in Führung. Einen von Kevin Schade herausgeholten Foulelfmeter verwandelte Nils Petersen, der in dieser Saison bislang eher sporadisch zum Einsatz, zum 1:0 (25.).

VAR nimmt zwei Elfmeter zurück – und sorgt für Rot

Nach dem Seitenwechsel kam es für die Hausherren dann knüppeldick: Erst kassierte der VAR einen Foulelfmeter für Qarabag ein (53.), dann wurde auch noch der vermeintliche Ausgleich von Marko Vesovic zurückgenommen (56.). In beiden Situationen stand Vesovic hauchzart im Abseits. Ein Ausgleichstreffer der Aserbaidschaner wäre zu diesem Zeitpunkt durchaus verdient gewesen. Dann folgte der nächste Aufreger: Abwehrspieler Kevin David Medina räumte den Freiburger Schade brutal von der Seite ab und wurde nach erneutem Eingreifen des VAR zurecht mit Rot vom Platz geschickt (62.). Schade musste im Anschluss verletzt ausgewechselt werden. In Unterzahl gaben die Hausherren nicht auf und belohnten sich in der Nachspielzeit tatsächlich immerhin noch mit dem Ausgleich durch Owusu (90.+1).

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In der Schlussphase bekamen die Breisgauer die hektische Partie kaum mehr in den Griff, brachten das Remis aber gerade noch über die Zeit. Gegner Qarabag Agdam steigt als Gruppendritter nach der Niederlage in die Conference League ab, während Freiburg als Gruppensieger bereits sicher im Lostopf fürs Achtelfinale ist. Der Zweite FC Nantes (gewann 2:0 in Piräus) spielt in der Zwischenrunde weiter.

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