15. September 2022 / 20:36 Uhr

SC Freiburg trotzt Hexenkessel: Klarer Sieg bei Olympiakos Piräus auch dank Gregoritsch-Doppelpack

SC Freiburg trotzt Hexenkessel: Klarer Sieg bei Olympiakos Piräus auch dank Gregoritsch-Doppelpack

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Michael Gregoritsch sorgte mit einem Doppelpack für einen klaren Freiburger Sieg bei Olympiakos Piräus.
Michael Gregoritsch sorgte mit einem Doppelpack für einen klaren Freiburger Sieg bei Olympiakos Piräus. © IMAGO/ANE Edition
Anzeige

Der SC Freiburg kommt in der Europa League und mit der Doppelbelastung offensichtlich bestens klar. Eine Woche nach dem Heimsieg gegen Qarabag Agdam schlägt die Mannschaft von Trainer Christian Streich den griechischen Topklub Olympiakos Piräus deutlich. Die Fans der Gastgeber sorgen für Ärger.

Seit dem vergangenen Wochenende ist der SC Freiburg zwar nicht mehr Bundesliga-Tabellenführer, doch in der Europa League liefern die Breisgauer weiterhin spitzenmässig ab: Überraschend deutlich hat sich die Mannschaft von Trainer Christian Streich am Donnerstagabend beim griechischen Meister Olympiakos Piräus durchgesetzt. Dank der Treffer von Nicolas Höfler (5. Minute) und Doppelpacker Michael Gregoritisch (25. und 52.) feierten die Freiburger im berüchtigten Hexenkessel des Karaiskakis-Stadions einen klaren 3:0 (2:0)-Erfolg und führen die Gruppe G nach dem zweiten Spieltag mit sechs Punkten vor Auftaktgegner Qarabag Agdam (3) an.

Anzeige

Streich setzte auf die exakt gleiche Startelf wie zuletzt in der Bundesliga. Im Sturm begann damit wieder der österreichische Nationalspieler Michael Gregoritsch – eine perfekte Entscheidung, wie sich später herausstellen sollte. Top-Joker Nils Petersen, der zum Start der Europapokal-Gruppenphase gegen Qarabag Agdam (2:1) noch in der Anfangsformation gestanden hatte, saß zunächst auf der Bank. Griechenlands Rekordmeister Olympiakos, der schon zum Auftakt der Gruppe G mit 1:2 beim FC Nantes verloren hatte, trat wie erwartet noch ohne Neuzugang Marcelo von Real Madrid an. Er saß wie der frühere Bayern-Profi James Rodriguez (zuletzt Al-Rayyan SC in Katar), der vor Anpfiff im Stadion als Neuzugang vorgestellt wurde, nur auf der Tribüne.

Apropos Tribüne: Auf die aufgeheizte Atmosphäre im Karaiskakis-Stadion hatten die Freiburger direkt zu Spielbeginn die beste Antwort: Nach Freistoß von Vincenzo Grifo stieg Höfler völlig frei am ersten Pfosten zum Kopfball hoch und sorgte für das 1:0 (5.). Auch anschließend machte der SCF die deutlich bessere Figur als die Gastgeber, hatte deutlich mehr vom Spiel und auch früh Chancen, noch höher in Führung zu gehen. Gregoritsch schoss den Ball nach Wirrwarr im Strafraum an den Pfosten (13.). Besser machte es der Österreicher zwölf Minuten später, als er einen Pass von Daniel-Kofi Kyereh eiskalt ins Eck zum 2:0 bugsierte (25.).

Anzeige

Weiterhin war Freiburg das spielbestimmende Team – und die griechischen Fans hatten genug: Die Olympiakos-Anhänger schossen Raketen auf den Rasen und brannten massiv Pyrotechnik ab. Schiedsrichter Matej Jug unterbrach die Partie für knapp zwei Minuten. Weitere Vorfälle dieser Art blieben aus.

Genau wie ein Aufbäumen von Olympiakos: Die Griechen wirkten fahrig, unkonzentriert, ideenlos. Freiburg war dagegen griffig wie ein Spitzenteam und kalt im Abschluss dank Sommer-Neuzugang Gregoritsch (kam vom FC Augsburg). Beim 3:0 verwertete der Mann des Spiel eine Kopfball-Weiterleitung von Nationalspieler Matthias Ginter in echter Stürmermanier (52.). Danach verwaltete die Streich-Elf die klare Führung und sparte schon Kraft für das anstehende Bundesliga-Spiel bei der TSG Hoffenheim am Sonntag (19.30 Uhr/DAZN).