03. Oktober 2021 / 18:31 Uhr

SC Hainberg und TSV Landolfshausen/Seulingen trennen sich trostlos torlos

SC Hainberg und TSV Landolfshausen/Seulingen trennen sich trostlos torlos

Eduard Warda
Göttinger Tageblatt
Ladushan Ravindran vom TSV La/Seu (l.) im Zweikampf mit Hainbergs Paul Mähner.
Ladushan Ravindran vom TSV La/Seu (l.) im Zweikampf mit Hainbergs Paul Mähner. © Swen Pförtner
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Mit einem chancenarmen Spiel, das ohne Tore endete, mussten sich am Sonntagnachmittag 150 Zuschauer der Begegnung des SC Hainberg mit dem TSV Landolfshausen/Seulingen begnügen. Darüber hinaus kam es in der Fußball-Landesliga bei der 3:4-Last-Minute-Niederlage des I. SC Göttingen 05 beim SSV Kästorf gegen Spielende zur Eskalation.

Ein torloses Unentschieden ohne große Torchancen sahen am Sonntag rund 150 Zuschauer beim Derby der Fußball-Landesliga des SC Hainberg gegen den TSV Landolfshausen/Seulingen. Demgegenüber gab es in Kästorf ein Torspektakel – mit dem schlechteren Ende für den I. SC Göttingen 05.

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Im Vergleich zu den Vorwochen waren die Mannschaften, zumindest die Startformationen, diesmal personell recht gut bestückt. Zu bemerken war jedoch, dass in diesem wichtigen Sechs-Punkte-Spiel weder der SCH noch der TSV La/Seu hohes Risiko gingen. Vielmehr entwickelte sich ein relativ zerfahrenes Spiel ohne großen Schwung. Aufmerksamer Zuschauer war André Kaufmann – ehemaliger Stürmer beider Klubs, sowohl des SCH als auch des TSV.

Das erste Mal überhaupt in Richtung gegnerisches Gehäuse ging es in der 15. Minute, als für den Gastgeber Paavo Gundlach eine Flanke von links hereinschlug, allerdings ein wenig in den Rücken von Joschka Bettermann, sodass dieser nicht mehr mit dem Kopf hinter den Ball kam (15.). Etwas später zog auf der anderen Seite Steven Celik per Dropkick ab, aber sein Schuss ging drüber (26.).

Im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs zeigte sich, dass die gefährlicheren Situationen von den Gästen ausgingen, so zum Beispiel in der 33. Minute, als eine scharfe Hereingabe gerade noch von einem SC-Bein geklärt werden konnte. Ein Schuss aus 25 Metern von TSV-Kapitän Kevin Becker ging knapp am rechten Pfosten vorbei (35.).

Nullnummer im Landesliga-Duell zwischen dem SC Hainberg und dem TSV Landolfshausen/Seulingen. Zur Galerie
Nullnummer im Landesliga-Duell zwischen dem SC Hainberg und dem TSV Landolfshausen/Seulingen. © Swen Pförtner

Spätestens nach einem Celik-Schuss aus spitzem Winkel nach Vorbereitung von Fredrik Grimm, der an den langen Pfosten geflankt hatte (43.), und einem Kopfball von Ladushan Ravindran nach Freistoß aus dem rechten Halbfeld (45.), der knapp vorbei ging, hätte sich der Gastgeber nicht beschweren dürfen, wenn er mit einem Rückstand in die Pause gegangen wäre.

Auch nach der Pause verpasste der TSV zwei klare Chancen, als Grimm den Ball aus kurzer Distanz nicht über die Linie befördern konnte, und Tim Krellmann per Kopf nach einem Standard scheiterte. Deshalb fiel das Fazit von TSV-Trainer Florian Jünemann eher durchwachsen aus: „Bei uns stand hinten die Null, und wir haben die Hainberger in der Tabelle nicht wegziehen lassen – das ist das Positive, was ich aus dem Spiel ziehe. Nach wie vor tun wir uns aber mit der Chancenverwertung schwer.“


Auch SCH-Trainer Lukas Zekas hob hervor, dass die „Null gehalten wurde“, räumte aber auch ein, dass es nicht das beste Spiel seines Teams gewesen sei. „Wir haben die finalen Pässe nicht präzise genug gespielt und uns so unserer Chancen beraubt.“ Andererseits zähle für den SC jeder Punkt, und letztlich sei das 0:0 auch fair.

SSV Kästorf – I. SC 05 4:3 (2:2). 05-Trainer Kevin Martin sprach von drei individuellen Fehlern, die zu Gegentoren geführt hätten – unter anderem habe 05-Abwehrspieler Hindolo Conteh bereits nach 46 Sekunden über den Ball getreten. Beim Stand von 3:2 für 05 habe sein Team zwei Riesenchancen verpasst – in einer 1:1-Situation und als aus drei Metern über das Tor geschossen wurde. Martin: „Wir hätten 5:2 führen müssen.“

Letztlich habe sich sich vor dem 3:3 in der 84. Minute 05-Keeper Moumen Naksh verschätzt, und in der Nachspielzeit, „in der letzten Situation“, habe 05 durch einen Schuss ins lange Eck auch noch den Treffer zum 3:4 kassiert, berichtete Martin. Er selbst habe die rote Karte gesehen, weil er dem gegnerischen Torhüter empfohlen habe, die „scheiß Fresse“ zu halten.

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Passend zum suboptimalen Schluss des Gastspiels: Nach Angaben von Martin habe der SSV-Siegtorschütze Albert Hajdaraj provokant vor den 05-Fans gejubelt. Dabei sei er auch laut Martin von einem Göttinger Fan angespuckt worden, und einige 05-Anhänger hätten den Platz gestürmt.

SSV-Trainer Sajmir Zaimi bestätigte auf Tageblatt-Nachfrage, dass Hajdaraj wegen der Provokation vom Schiedsrichter Gelb-Rot gesehen habe und einige 05-Anhänger auf den Platz gelaufen seien. Von der SSV-Abteilungsleitung war jedoch zu hören, dass sich die Situation relativ schnell beruhigt habe.

Von Eduard Warda