19. September 2021 / 20:15 Uhr

Gerlachs Treffer reicht: Hemmingen-Westerfeld zittert sich zum 1:0 gegen Sarstedt

Gerlachs Treffer reicht: Hemmingen-Westerfeld zittert sich zum 1:0 gegen Sarstedt

Jens Niggemeyer
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Hemmingens Clemens Grage stoppt den Sarstedter Pascal Rössig unsanft.
Hemmingens Clemens Grage stoppt den Sarstedter Pascal Rössig unsanft. © Dennis Michelmann
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"Dieses Zittern hätten wir uns ersparen können", sagte Martin Pyka, Trainer des SC Hemmingen-Westerfeld, nach dem knappen 1:0-Sieg in der Landesliga Süd gegen den 1. FC Sarstedt.

Die erste Hälfte des Auftritts seiner Mannschaft hat Martin Pyka noch ziemlich genervt, denn im Heimspiel gegen den 1. FC Sarstedt habe das eigene Team zunächst „viel zu ängstlich und behäbig“ agiert. „Über einen Rückstand zur Pause hätten wir uns nicht beklagen können“, räumte der Coach des Landesligisten SC Hemmingen-Westerfeld ein.

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Nach dem Wechsel sei die Leistung dann deutlich ansprechender gewesen. „Weil wir nach dem schnellen 1:0 unsere Chancen allerdings nicht konsequent genutzt haben, blieb es gegen einen so starken Gegner bis zum Schluss ein Duell auf Messers Schneide. Dieses Zittern hätten wir uns ersparen können.“ Letztlich reichte das Tor des Tages für den vierten Dreier der Saison.

Bilder vom Spiel der Landesliga Süd zwischen dem SC Hemmingen-Westerfeld und 1. FC Sarstedt

Bilder vom Spiel der Landesliga Süd zwischen dem SC Hemmingen-Westerfeld und 1. FC Sarstedt Zur Galerie
Bilder vom Spiel der Landesliga Süd zwischen dem SC Hemmingen-Westerfeld und 1. FC Sarstedt © Dennis Michelmann

"Unser Aufbauspiel war wirklich schlecht"

Die erste Halbzeit ließen die Hausherren fast alles vermissen, was ihr Trainer eigentlich sehen will. Die Sarstedter attackierten früh und gut geordnet, erstickten so alle spielerischen Ansätze der Hemminger und kamen immer wieder zu vielversprechenden Ballgewinnen. „Unser Aufbauspiel war wirklich schlecht“, monierte Pyka genervt.

Deshalb wurde es zum einen für die Hemminger Defensive immer wieder gefährlich, und andererseits blieben die Gastgeber im Vorwärtsgang aus dem Spiel heraus zunächst völlig harmlos. „Wir hatten lediglich eine Kopfballchance durch Clemens Grage nach einem Freistoß.“ Anders die Gäste, die sich aggressiv und zielstrebig präsentierten und gleich mehrfach zu Hochkarätern kamen: „Die hatten definitiv drei, vier dicke Möglichkeiten", gab Pyka zu.

„So haben wir uns das vorgestellt“

In der Pause habe er seine Schützlinge noch einmal nachdrücklich an die eigene Spielidee erinnert – mit Erfolg. Denn kurz nach Wiederanpfiff kombinierten sich die Hemminger über Obed Owusu, Athiwat Khambor und Wisam Askar sehenswert bis zur Grundlinie durch, und den präzisen Rückpass verwertete Michael Gerlach zum 1:0 (49.). „So haben wir uns das vorgestellt“, freute sich der Coach.

Weniger zufrieden zeigte er sich mit der mangelnden Effizienz seiner Spieler: Denn allein Gerlach hätte bei Großchancen in der 52., 61. und 79. Minute nachlegen können, wenn nicht gar müssen. Dazu kamen noch ein Kopfball von Tim Stober (81.) sowie eine weitere erstklassige Möglichkeit durch Lazar Grozdanic (83.). „Es wäre schön gewesen, wenn wir nach dem 1:0 den zweiten Treffer nachgelegt und das Ding dann ruhig nach Hause gespielt hätten“, haderte der SC-Trainer.


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Tuna und Hyde geben Comeback

Zumal die Gäste nach einer Roten Karte wegen Schiedsrichterbeleidigung gegen Aaron Ludewig (58.) eine halbe Stunde in Unterzahl hätten klarkommen müssen. Doch so seien die starken Sarstedter im Spiel geblieben, „und wir haben ehrlich gesagt auch immer mal wieder was zugelassen“.

Außer über die Zähler zehn bis zwölf auf dem Punktekonto freute sich der Hemminger Trainer vor allem über das Comeback von Can Tuna und dem Langzeitverletzten Julian Hyde: „Das tut nicht nur den beiden gut, sondern hilft auch uns ungemein.“