27. September 2020 / 12:26 Uhr

"Matchplan perfekt umgesetzt": SC Hemmingen-Westerfeld zeigt dem 1. FC Sarstedt die Grenzen auf

"Matchplan perfekt umgesetzt": SC Hemmingen-Westerfeld zeigt dem 1. FC Sarstedt die Grenzen auf

Jens Niggemeyer
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Nur in dieser Szene obenauf: Sarstedts Spielertrainer Marc Vucinovic gewinnt das Kopfballduell mit Mahir Bingöl.
Nur in dieser Szene obenauf: Sarstedts Spielertrainer Marc Vucinovic gewinnt das Kopfballduell mit Mahir Bingöl. © Dennis Michelmann
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Der 1. FC Sarstedt zahlt in der Landesliga weiter Lehrgeld: War das Team von Marc Vucinovic eine Klasse tiefer kaum zu schlagen, kassierte es nun daheim beim 1:3 (1:1) gegen den SC Hemmingen-Westerfeld erneut eine Niederlage, es war die dritte im vierten Spiel. 

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„Man muss anerkennen, dass der Gegner heute richtig gut gespielt“, resümierte der Sarstedter Coach ehrlich. „Offensiv war das bei uns deutlich zu wenig, da bleiben wir aktuell unter unseren Möglichkeiten. Und hinten werden auf dieser Ebene jeder Stellungsfehler und jede Unachtsamkeit eiskalt bestraft.“

Gästetrainer Martin Pyka durfte sich dagegen über die Lernfortschritte seiner Mannschaft freuen: „Mit der heutigen Leistung bin ich sehr zufrieden. Die Jungs haben das, was wir trainiert haben, super auf den Platz gebracht und den Matchplan perfekt umgesetzt.“

Bilder vom Landesliga-Spiel zwischen dem 1. FC Sarstedt und dem SC Hemmingen-Westerfeld.

Bilder vom Landesliga-Spiel zwischen dem 1. FC Sarstedt und dem SC Hemmingen-Westerfeld. Zur Galerie
Bilder vom Landesliga-Spiel zwischen dem 1. FC Sarstedt und dem SC Hemmingen-Westerfeld. © Dennis Michelmann

Weil Pyka vor allem die robuste Spielweise und physische Stärke der Hausherren als Trümpfe ausgemacht hatte, verlangte er von seinen Spielern, diesen Zweikämpfen - so gut es geht - aus dem Weg zu gehen: „Und das hat echt gut geklappt.“

Das sah Vucinovic ähnlich. So habe es schlichtweg zu wenige Ballgewinne gegeben, um zu den gefürchteten Umschaltaktionen zu kommen. „Dazu war unser Kombinationsspiel bei eigenem Ballbesitz nicht gut genug. Zwei Chancen in 90 Minuten sind zu wenig.“

Gerlachs Führungstreffer bringt Sicherheit

Wichtig sei auch der exzellente Start gewesen, betonte der Hemminger Trainer: Bereits in der 3. Minute gingen die Gäste nach einem Eckstoß und einer Kopfballverlängerung durch Michael Gerlach in Führung. „Das gab natürlich Sicherheit.“

Aljoscha Hyde habe sogar die Chancen gehabt, den zweiten Treffer nachzulegen (11.), doch er brachte das Spielgerät nicht im Tor der Gastgeber unter.

Nach etwas mehr als einer Viertelstunde unterlief den Hemmingern ein Fehler im Spielaufbau – der folgende lange Pass der Sarstedter fand in Christian Schäfer einen dankbaren Abnehmer, der zum Ausgleich traf (17.). „Den Treffer hat die Mannschaft aber weggesteckt und weiter ihr Ding durchgezogen“, freute sich Pyka.

"Spätestens ab da waren wir besser"

Die Gäste spielten sich bis zum Pausenpfiff noch zwei hochkarätige Chancen durch Wisam Askar (32.) und Michael Gerlach (36.) heraus, doch es blieb beim 1:1.

Kurz nach Wiederanpfiff fuhren die Hemminger über Fabian Klein und Daniel Stojanov einen schönen Angriff, den Steven Melz zur erneuten Führung verwandelte (51.). „Spätestens von da an waren wir die bessere Mannschaft“, sagte Pyka.

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Einzig Spielertrainer Vucinovic bot sich in der 66. Minute einmal eine Großchance zum Ausgleich: "Da rettete uns Frederic Schoppe mit einer starken Reaktion die Führung“, lobte Pyka den eigene Keeper.

"Die gelben Karten sprechen eine deutliche Sprache"

Nachdem Gerlach in einer Eins-gegen-Eins-Situation eine weitere Hundertprozentige vergeben hatte (68.) sorgte Clemens Grage nach einem Freistoß von Melz und einem ersten Schussversuch von Hyde für den Endstand (82.). 

„Die Jungs haben ein tolles Spiel gemacht“, schwärmte Pyka. Ein weiterer Beleg dafür sei gewesen, dass sich die Sarstedter sehr oft nur mit Fouls zu helfen gewusst hätten. „Die zahlreichen gelben Karten sprechen eine deutliche Sprache.“

Vucinovic nahm die Niederlage relativ gelassen: „Es war ja nicht so, dass wir bei unseren drei Niederlagen katastrophal gespielt hätten. Und wir hatten in jeder Partie Phasen, um das Ergebnis anders zu gestalten.“ Unterm Strich habe es aber nicht gereicht, um mehr Punkte zu holen. „Was zählt, ist das, was wir auf die Anzeigetafel kriegen.“