14. April 2019 / 21:38 Uhr

"Geiles Wochenende": Hemmingen fertigt Bückeburg ab und der Konkurrent patzt

"Geiles Wochenende": Hemmingen fertigt Bückeburg ab und der Konkurrent patzt

Jens Niggemeyer
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Das ist mal ein anderer Torjubel: Der Sc Hemmingen-Westerfeld feiert seinen Sieg gegen Bückeburg.
Das ist mal ein anderer Torjubel: Der Sc Hemmingen-Westerfeld feiert seinen Sieg gegen Bückeburg.
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Mit 5:1 fegte der SC Hemmingen-Westerfeld den VfL Bückeburg vom Platz und stellte ihren Gegner immer wieder vor taktische Herausforderungen. Gleichzeitig patzt Verfolger Tündern in Krähenwinkel - ein voller Erfolg für Trainer Semir Zan.

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Auf ein solches Zeichen seiner Mannschaft hatte Semir Zan im Saisonendspurt gehofft. Trotz des Ausfalles von fünf Leistungsträgern und der jüngsten Offensivprobleme präsentierte sich der SC Hemmingen-Westerfeld im Heimspiel gegen den VfL Bückeburg in einer beeindruckenden Form und gewann am Ende deutlich mit 5:1. „Alle Maßnahmen, die wir unter der Woche ergriffen haben, haben gefruchtet“, freute sich der Coach des Landesliga-Spitzenreiters. Und da als kleines Bonbon auch noch der Konkurrent aus Tündern mit 1:2 in Krähenwinkel patzte, gab es für Zan nichts zu beanstanden: „Ein geiles Wochenende.“

Bilder vom Spiel der Landesliga zwischen dem SC Hemmingen-Westerfeld und VfL Bückeburg:

Hemmingens Joel Wauker (Mitte) wird vom Bückeburger Jakob Kühn (links) vom Ball abgeschirmt. Zur Galerie
Hemmingens Joel Wauker (Mitte) wird vom Bückeburger Jakob Kühn (links) vom Ball abgeschirmt. ©
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Top-Debüt des 18-jährigen Grage

Der Hemminger Trainer beorderte den etatmäßigen Innenverteidiger Julian Hyde ins zentrale Mittelfeld an die Seite von Metehan Kayhan, besetzte das Abwehrzentrum mit Fabian Klein und dem 18-jährigen Youngster Clemens Grage, packte Aron Gebreslasie auf die rechte sowie Luca Ritzka auf die linke Außenbahn und schickte Michael Gerlach als einzige Spitzen an die vorderste Front. „Und das ging alles super auf“, so Zan. Grage habe ein überragendes Spiel gemacht, schwärmte Zan. „Der Junge hat gefühlt keinen Zweikampf und keinen Ball verloren.“ Und auch Gebreslasie sei ein absoluter Aktivposten gewesen. „Er hat unheimlich viele Bälle erobert, immer wieder angeschoben, Chancen kreiert und zwei Tore vorbereitet.“ Verbale Streicheleinheiten gab es auch für Ritzka, der in den vergangenen Wochen als Stürmer die unglückliche Rolle des „Mr. Chancentod“ innegehabt habe. „Heute hat Luca das super gelöst. Er konnte aus der Tiefe kommen - und seine drei Tore sprechen für sich.“

Aus Defensive auf Konter gesetzt

Das frühe 1:0 durch Ritzka (5.), der nach einem Ballgewinn drei Mann stehen ließ und eiskalt vollendete, sei seiner Mannschaft entgegengekommen. „Wir haben den Bückeburgern das Spiel überlassen und haben aus einer stabilen defensiven Grundordnung auf Konter gesetzt.“ Die Gäste wirkten ein wenig hilflos, vermochten aus einem Mehr an Ballbesitz nicht das geringste Kapital zu schlagen. „Die Jungs haben wirklich gut verteidigt und nix zugelassen.“ Auf der anderen Seite setzte Hyde zunächst einen Freistoß an den Pfosten (26.), Mahir Bingöl machte es kurz vor der Pause noch einen Tick besser: Er zirkelte einen weiteren ruhenden Ball zum 2:0 ins Eck (45.).

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Hemmingen wechselte zwischen verschiedenen Systemen

„Nach dem Wechsel wollten wir weiter stabil stehen, aber mehr auf Ballbesitz gehen und den Gegner laufen lassen.“ Auch das funktionierte perfekt: Denn mit dem 3:0 durch Ritzka, der nach einem Einwurf Durchsetzungsvermögen bewies und erneut nervenstark abschloss (48.), war die Partie gelaufen. „Danach gab es kein Halten mehr“, so Zan. „Der VfL stand neben sich, und meine Jungs haben Vollgas gegeben.“ Ritzka (59.) und Gerlach (73.) stellten auf 5:0 – jeweils nach Gebreslasie-Zuspiel. Gerlach, Mehmet Kayhan und Francesco Rizzo vergaben sogar noch weitere Hochkaräter. In der Schlussminute nutzte VfL-Goalie Alexander Bremer die einzige Hemminger Unachtsamkeit zum Ehrentreffer. „Wir haben den Gegner immer wieder vor neue Aufgaben gestellt, weil wir zwischen einem 4-2-3-1 und einem 4-4-2 hin und her switchten“, resümierte Zan. „Die Jungs waren extrem lauffreudig und enorm kampfbereit. Sie haben viele Fehlpässe erzwungen und permanent pfeilschnell umgeschaltet. So darf es weitergehen.“

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