18. Oktober 2020 / 18:44 Uhr

"Für Spitzenspiel zu viele Fehler": Hemminger hauchen dem VfR Evesen wieder Leben ein

"Für Spitzenspiel zu viele Fehler": Hemminger hauchen dem VfR Evesen wieder Leben ein

Jens Niggemeyer
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Michael Gerlach und der SC Hemmingen-Westerfeld sind mit leeren Händen aus Evesen heimgekehrt.
Michael Gerlach und der SC Hemmingen-Westerfeld sind mit leeren Händen aus Evesen heimgekehrt. © Dennis MIchelmann
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Mit viel Dampf ist der SC Hemmingen-Westerfeld im Topspiel der Landesliga Süd in Evesen aus der Kabine gekommen. Da stand es 1:1, doch die Führung gelang nicht der Mannschaft von Martin Pyka, sondern dem VfR. Endstand 1:3. "Wir haben letztlich zu viele Fehler gemacht", sagte Hemmingens Trainer.

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„Es war ein Spiel mit wechselnden Dynamiken, in dem wir aufgrund der zweiten Halbzeit sicher einen Punkt oder mehr hätten holen können“, sagte Martin Pyka nach dem 1:3 in der Landesliga Süd beim VfR Evesen. Doch der Coach des SC Hemmingen-Westerfeld räumte auch ehrlich ein, dass der eine oder andere  wichtige Spieler nicht in Form gewesen sei. „Einige Säulen haben heute hin und wieder brutal gewackelt.“

Dennoch empfand er es als positiv, dass seine junge Mannschaft trotz des schweren, tiefen und nicht sonderlich ansprechenden Platzes guten Fußball geboten habe. „Unterm Strich haben wir gegen einen offensivstarken Gegner aber ein bisschen Lehrgeld gezahlt.“

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In der ersten Halbzeit präsentierte sich der VfR insgesamt als das bessere, stabilere und vor allem deutlich gefährlichere Team. „Die Eveser haben das sehr gut gemacht, nicht viel zugelassen und immer wieder schnell umgeschaltet“, lobte Pyka. Seine Spieler dagegen seien gedanklich zu langsam und träge gewesen.

Hemminger kommen "brutal gut aus der Kabine"

Es habe an der nötigen Vororientierung und Handlungsschnelligkeit gefehlt. „Wenn die Jungs den Ball hatten, wussten sie nicht, wie es weitergeht. Das lief alles zu schleppend.“ Die Gastgeber nutzten diese Defizite weidlich aus. „Die hatten bis zur Pause einige Hochkaräter“, gab Pyka zu. „Eigentlich hätte es 5:1 oder 6:2 stehen müssen.“ Doch weil aufseiten des VfR lediglich Bennett Heine traf (17.) und die Hemminger nach einem Freistoß durch Emmanouil Skountridakis eine von zwei Chancen nutzen konnten (29.), ging es mit einem 1:1 in die Pause.

„Nach dem Wechsel ist uns dann der Reset gelungen“, so der SC-Trainer. „Wir kamen brutal gut aus der Kabine, und die Jungs haben das eine knappe Viertelstunde lang richtig geil gemacht, enormen Druck ausgeübt.“ Doch die Gäste versäumten es, aus einem halben Dutzend Großchancen auch nur ein Tor zu machen. „In dieser Phase hätten wir die Partie für uns entscheiden müssen, die Eveser hingen in den Seilen.“

Doch ein fataler Fehlpass von Innverteidiger Clemens Grage im Spielaufbau bescherte den Hausherren den erneuten Führungstreffer, diesmal war Niko Kleiber zur Stelle (59.). „Das war der absolute Killer“, analysierte Pyka. „Damit haben wir dem Gegner wieder Leben eingehaucht.“

Burak Buruk macht den Sack zu

Zwar habe seinem Mannschaft weiter dominiert und sich auch einige gute Möglichkeiten erspielt, doch der VfR wirkte nun wieder fokussiert und motiviert, fuhr auch den einen oder anderen Konter. „Richtig zwingend waren die zwar nicht, aber das 2:1 hat denen unter dem Strich Energie gegeben.“

Zwei Minuten vor dem Schlusspfiff kassierten die Hemminger dann den entscheidenden Konter, den Burak Buruk zum 3:1 vollendete. „Für ein Spitzenspiel haben wir heute letztlich zu viele Fehler gemacht“, resümierte Pyka abschließend.