22. Juli 2020 / 15:17 Uhr

SC Hemmingen-Westerfeld startet unter neuem Coach Martin Pyka in die Vorbereitung 

SC Hemmingen-Westerfeld startet unter neuem Coach Martin Pyka in die Vorbereitung 

David Lidón
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Auf ein Neues: Die Spieler des SC Hemmingen-Westerfeld lauschen ihrem neuen Trainer Martin Pyka (verdeckt) zum Trainingsauftakt. 
Auf ein Neues: Die Spieler des SC Hemmingen-Westerfeld lauschen ihrem neuen Trainer Martin Pyka (verdeckt) zum Trainingsauftakt.  © Privat
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Für den neuen Trainer des SC Hemmingen-Westerfeld, Martin Pyka, beginnt mit dem Start in die Vorbereitung "die schönste Zeit der Saison". Zum Vorbereitungsauftakt ließ das neue Trainerteam die Spieler schön schwitzen - stumpfes Konditionsbolzen steht jedoch nicht auf Pykas Programm. 

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Die Zeit des SC Hemmingen-Westerfeld unter Martin Pyka hat nun auch offiziell begonnen. Beim Trainingsstart an der Hohen Bünte blickte der neue Coach des Landesligisten in viele erwartungsfrohe und gut gelaunte Gesichter, denn auch diesem Anfang wohnte ein Zauber inne.

„Für einen Trainer ist das doch die schönste Zeit der Saison“, sagt Pyka lachend. „Alle sind top motiviert, zeigen sich von ihrer Schokoladenseite. Wir haben eine gute Qualität im Kader und bei super Wetter auf einer tollen Anlage die Vorbereitung angefangen.“ Viel besser könne es nicht laufen.

Der neue Trainer der Hemminger Martin Pyka (li.) zusammen mit Manager Sven Othersen.
Der neue Trainer der Hemminger Martin Pyka (li.) zusammen mit Manager Sven Othersen. © David Lidón
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"Habe gesehen, wer gut gearbeitet hat und wer eher weniger fit ist"

Apropos laufen: Beim 33-Jährigen steht selbst in diesem frühen Stadium kein stumpfes Konditionsbolzen auf dem Programm. „Wir kommen schnell ins fußballspezifische Arbeiten“, sagt der gebürtige Kasseler. Die Spielidee steht immer im Mittelpunkt, sie wird durch das Training kennengelernt. Er hatte seinen Spielern nach der Corona-Pause individuelle Pläne für die zwei Wochen vor dem Auftakt mitgegeben. „Und ich habe gesehen, wer gut gearbeitet hat und wer eher weniger fit ist“, sagt Pyka. Es sei aber genügend Zeit vorhanden, um gemeinsam in die Spur zu kommen.

Die erste Einheit des SCH hatte es in sich. Zwei Stunden und 15 Minuten wurde geschwitzt. Frank Sledz, einer der beiden Co-Trainer neben Tobias Brinkmann, setzte Impulse im athletischen Bereich, während sich Pyka um die spieltaktischen Aspekte kümmerte. Physiotherapeutin Vanessa Ribbentrop, eine frühere Rugbynationalspielerin, komplettiert das Funktionsteam, in dem mehrere Athletik- und Torwarttrainer mithelfen.

Erschöpft: die Spieler des SC Hemmingen-Westerfeld beim Trainingsauftakt.
Erschöpft: die Spieler des SC Hemmingen-Westerfeld beim Trainingsauftakt. © Privat

25-Mann-Kader ist das Ziel

Der Chefcoach durfte zur Kick-off-Veranstaltung 25 Spieler begrüßen, momentan sind es 30 Mann im Kader. Fünf Akteure werden sich noch in einem Probetraining vorstellen, am Ende möchte Pyka über ein Aufgebot von 25 Kickern verfügen. Neben dem Rückkehrer Aljoscha Hyde (vom HSC Hannover) sind Wisam Askar (zuvor Koldinger SV), Lazar Grozdanic (U19 TSV Havelse), Neel Schönleiter (HSC Hannover II), Frederic Schoppe (1. FC Germania Egestorf/Langreder) und Mohamed Chahrour (zuletzt vereins­los, davor Arminia Hannover) neu dabei.

Mit Joe Khambor wechselt ein Spieler nach Hemmingen, der in seiner thailändischen Heimat Profi war und unter dem damaligen Nationaltrainer Winfried Schäfer in der U21-Auswahl des asiatischen Landes trainiert hat. In Deutschland trug der 26-Jährige bereits das Trikot des 1. FC Germania Egestorf/Langreder II, OSV Hannover, der SF Ricklingen und des TSV Stelingen. „Auch Benedikt Kube vom TSV Bemerode würde sich uns gerne anschließen“, sagt Pyka. Außer den schon länger bekannten Aron Gebreslasie (zum OSV Hannover), Tim Hansmeier (Ziel unbekannt), Armin Tvrtkovic und Metehan Kayhan (beide 1. FC Wunstorf) gibt es keine Abgänge.

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Intensivtag statt Trainingslager

Ein ganz besonderer Termin steht den Landesligakickern des SCH am Samstag bevor: Den sogenannten Intensivtag verbringen sie von morgens bis abends auf der Anlage, wo neben zwei Trainingseinheiten auch viele Sitzungen und Teambuildingmaßnahmen anberaumt sind. „Es wird kooperative Aufgaben geben, die die Spieler unter Stress erfüllen müssen, um sich besser kennenzulernen“, sagt Pyka. Als ausgebildeter Sportmediator weiß er diese Herausforderungen einzuleiten. „Da für viele aus privaten und beruflichen Gründen kein Trainingslager infrage kommt, haben wir uns als Ersatz auf den Kompromiss Intensivtag geeinigt“, sagt der Lehrer für Sport und Religion. Alle Mahlzeiten werden in der Klubgaststätte eingenommen. „Wir wollen die Identität mit dem Verein und der Anlage steigern“, sagt Pyka.

"Werden Zeit sinnvoll nutzen"

Hemmingens Coach geht Stand jetzt davon aus, dass die Saison am ersten Septemberwochenende beginnen kann. Diese knapp sieben Wochen werde er nach der langen Corona-Unterbrechung auch brauchen, um den Kader aus athletischer und fußballerischer Sicht wieder auf Kurs zu bekommen. „Wir werden die Zeit sinnvoll nutzen“, sagt der 33-Jährige.

Er habe seinen Spielern beim Trainingsauftakt die Freude angemerkt, endlich wieder zusammen auf dem Platz zu stehen. Und spätestens zur Winterpause wird man in Hemmingen von einer zauberhaften Entwicklung der Mannschaft oder einem faulen Zauber aus Pykas Trickkiste sprechen.

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Gehrdens Sascha Romaus sieht das Spiel vor lauter Bällen nicht. Zur Galerie
Gehrdens Sascha Romaus sieht das Spiel vor lauter Bällen nicht. ©

Wichtige Termine der Hemminger Vorbereitung

  • Saisoneröffnung mit Mannschaftsvorstellung und Spielerverabschiedung: 1. August, ab 15 Uhr an der Hohen Bünte
  • Testspiele: beim TSV Bemerode (9. August, 14 Uhr), bei Hannover 96 U23 (15. August, 14 Uhr), beim HSC Hannover (16. August, 14 Uhr), gegen SV Kutenhausen/Todtenhausen (22. August, 15 Uhr), bei Niedersachsen Döhren (30. August, 14 Uhr)