05. April 2016 / 16:14 Uhr

SC Langenhagen gewinnt in Letter mit 5:0

SC Langenhagen gewinnt in Letter mit 5:0

Florian Goesche
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Nach dem 9:2 im Hinspiel (s. Foto) gelingt den Löwen auch im Rückspiel ein deutlicher Sieg.
Nach dem 9:2 im Hinspiel (s. Foto) gelingt den Löwen auch im Rückspiel ein deutlicher Sieg.
Anzeige

Der klare Sieg gibt Aufwind für die Löwen, erzählt aber nicht die gesamte Story des Spiels, das über lange Zeit deutlich offener gestaltet war, als es dem SCL lieb sein konnte.

Anzeige

Im ersten Spiel nach der Horror-Verletzung des Spielmachers traf der SC Langenhagen auf den Tabellenletzten. Ohne Übertreibung muss festgestellt werden, dass in der Kreisklasse diese Tabellensituationen wenig aussagen. Hohe Siege, noch höhere Niederlagen und unerwartete Punktverluste gibt es zuhauf. Außerdem ist auch der Abwehrchef für das Wochenende ausgefallen. 

Anzeige

Der SCL reiste dennoch mit drei Auswechselspieler an, die Kapitänsehre übernahm jemand, der das vorher noch nicht ausgefüllt hatte. Mit einigen Umstrukturierung entschied man sich dieses Mal, eine offensivere Taktik zu wählen, nachdem sonst immer auf die Defensive besonderer Wert gelegt wurde. Man wollte damit das zentrale Spielgeschehen in die Mitte verlegen und den Gegner nicht so ans Tor kommen lassen. Mit einer Dreierkette, einem 6er und einem 8er, zwei Flügelspielern und zwei Stürmern sowie einer hängenden Spitze trat man bei der SG Letter 05 an. 

Das 9:2 aus dem Hinspiel sollte in den Köpfen keine Rolle spielen, denn das Ziel war, ein neues positives Ergebnis aus Seelze mitzunehmen. Zu Beginn gab es Chancen auf beiden Seiten, wobei die Torgefahr auf Seiten der Hausherren lag. Die Mühen des SCL verliefen zu oft im Sand, denn letzte Pässe kamen zu ungenau. Der SC ließ sich aber nicht beirren und suchte seine Linie. Auf der Gegenseite glänzte der Spielmacher der Grünen durch immer wieder starke Einzelaktionen und vielen Tempodribblings. Erst nach einer guten halben Stunde kamen die Löwen besser ins Spiel. Nach einem Einwurf auf der Höhe des Strafraums fasste sich der Kapitän ein Herz, dribbelte drei Gegenspieler aus und legte in die Mitte. Der Pass zwar leicht ungenau, aber kein Problem für den Strafraumstürmer des SCL, der den Ball nach einer Körperdrehung im Tor versenkte. Ein tiefes Durchatmen ging durch die 11 aus Langenhagen. 

Nur wenig später zeigte auch das Training der vergangenen Woche Erfolg. Noch am Freitag hatte man sich in Standardsituationen geschult. Unzählige Ecken waren getreten wurden. Auch diese Aufgabe übernahm der Aushilfs-Kapitän am Sonntag. An den 5er gespielt kam der vorige Torschütze an Ball und feuerte ihn in die Maschen. Mit diesem 2:0 fand mehr Ruhe ins Spiel der Blauen. Für die Gegenüber konnte an das nicht sagen, denn nach einem gruseligem Querschläger des Liberos aus Letter köpfte der Vorlagengeber des 1:0 den Ball zentral vors Tor. Dort lauerte der Doppelpacker, der dann den Torwart erneut düpierte. Ein satter, lupenreiner Hattrick innerhalb von 9 Minuten besiegelte den Halbzeitstand. In der Pause nutzte man die Gelegenheit Luft zu holen. Denn wenngleich es 3:0 für die Gäste stand, so war die Führung keineswegs so komfortabel, wie es schien. 

Das zeigte sich dann in Durchgang zwei, viel zu fahrlässig verpasste Langenhagen es nachzusetzen. Die 11 Spieler der Hausherren hingegen gaben sich zu keinem Zeitpunkt auf, sie versuchten immer wieder ihr Glück, angetrieben durch den Mittelfeldmotor, der oft genug die Reihen des SCL durchstieß. Es war ein Hin und Her. Im Laufe der Halbzeit bekamen alle drei Ersatzspieler ihre Chance, sodass der SCL letztlich stark umstellen musste. Das taktische Verwirrspiel nahm einen großen Teil des Offensivdrangs. Ein neues Sturmduo, ein ausgepowerter Außenangreifer und zwei zu offensive Außenverteidiger machten es dem Gegner leichter, zu Tormöglichkeiten zu kommen. Es ist dem erneut toll parierendem Torwart zu verdanken, dass die Gastgeber ohne Erfolgserlebnis blieben.

Erst in der Schlussphase fand der SCL nochmal zu konzentrierten Aktionen. Es war wieder eine Ecke, die nach etwas Gewusel beim französischen Spieler landete, und dieser verwandelte die Chance - mit etwas Hilfe des Torhüters zum 4:0. In den letzten Minuten gab es dann noch eine Prämiere, der im Winter gewechselte Spieler schaffte in der 88. Minute sein erstes Tor für die Blauen aus Langenhagen - dafür alles Gute, hoffen wir das noch weitere Tore folgen.

Mit dem satten 5:0 im Gepäck kann man ergebnistechnisch zufrieden sein, aber wie im vergangenen Jahr sagt das Ergebnis nicht viel aus. Spielerisch muss sich gesteigert werden, wenn gegen den Aufstiegsaspirant aus Suttorf nächste Woche was mitgenommen werden will. Die Eintracht hatten einen holprigen Start, wird aber mit drei Punkten aus dem Spiel gegen Steinhude anreisen, genug Grund sich konzentriert vorzubereiten und dem Gegner einen ordentlichen Kampf zu liefern.