06. März 2020 / 21:53 Uhr

SC Paderborn taumelt Richtung Abstieg: Mere und Hector lassen Köln-Fans von Europa träumen

SC Paderborn taumelt Richtung Abstieg: Mere und Hector lassen Köln-Fans von Europa träumen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der 1. FC Köln hat gegen den SC Paderborn gewonnen. Für die Ostwestfalen besteht wenig Hoffnung auf den Klassenerhalt.
Der 1. FC Köln hat gegen den SC Paderborn gewonnen. Für die Ostwestfalen besteht wenig Hoffnung auf den Klassenerhalt. © dpa
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Der SC Paderborn ist wohl kaum mehr zu retten. Der Bundesliga-Aufsteiger hat im Freitagabendspiel gegen den 1. FC Köln die 17. Niederlage im 25. Saisonspiel kassiert. Die Kölner können nach dem 2:1-Erfolg sogar von der Europacup-Qualifikation träumen.

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In Paderborn gehen langsam die Lichter aus - und das nicht nur, weil sich die Anwohner der unweit entfernten Wohnsiedlung von Flutlicht-Spielen nach 22 Uhr gestört fühlen. Sportlich gesehen taumelt der Tabellenletzte SC Paderborn nach der 1:2 (0:2)-Niederlage gegen den 1. FC Köln dem Abstieg entgegen. Jorge Mere (28. Minute) und Jonas Hector (36.) per Traum-Schlenzer vom Strafraumrand erzielten die Treffer für die Gäste aus Köln gegen die zunächst chancenlosen Paderborner. Dennis Srbeny (73.) ließ mit seinem Anschlusstreffer, dem ersten Torversuch der Hausherren, die Hoffnungen auf einen Punktgewinn noch kurz aufflackern, doch es sollte nicht klappen.

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Bei Sieg gegen Paderborn: Köln-Fans singen vom Europacup

Die Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart hat damit die 17. Niederlage im 25. Saisonspiel kassiert. Der Abstand zum Relegationsplatz beträgt weiter fünf Punkte, kann sich bei einem Punktgewinn von Fortuna Düsseldorf am Wochenende jedoch noch vergrößern. Die mitgereisten Kölner Fans besangen dagegen bereits nach der starken ersten Halbzeit den Europapokal - und die Qualifikationsränge sind plötzlich ganz nah. Vier Zähler trennen den "Effzeh", jetzt Zehnter, nur noch von Platz sechs - und damit von einem Europa-League Rang.

Die Paderborner, die in dieser Saison Achtungserfolge gegen Borussia Dortmund (3:3) und den FC Bayern (zweimal knapp 2:3 verloren) feierten, ließen gegen Köln den zuvor stets hochgelobten Kampfgeist in der ersten Halbzeit vermissen. Das fiel selbst Paderborn-Geschäftsführer Martin Przondziono in der Halbzeitpause im Gespräch mit DAZN auf: "Zäh wirkt es auf jeden Fall. Wir haben wenig Ideen mit dem Ball. Köln macht es cleverer und kommt mit zwei Chancen zu zwei Toren", sagte Przondziono.

Lob für Leistung nervt Paderborn-Geschäftsführer

Erst in Hälfte zwei taute Paderborn auf und kam zu einigen Torchancen und dem Treffer durch Srbeny - doch zum Punktgewinn reichte es nicht mehr; "Das Tor hat uns den Glauben zurückgebracht. Leider war es zu spät, sodass wir kein Tor mehr mitnehmen konnten", sagte SCP-Keeper Leopold Zingerle nach dem Spiel. Torschütze Srbeny wurde deutlicher: "Mir fehlen so langsam die Worte. Ein Punkt wäre verdient gewesen. So stehen wir wieder mit leeren Händen da. Das kotzt mich langsam an."

Wieder eine kämpferische Leistung - und doch keine Punkte für Paderborn. Przondzino dazu: "Es nervt uns schon, dass wir so viel Lob einheimsen. Auf der einen Seite macht es uns schon stolz, auf der anderen Seite können wir uns davon auf Dauer können uns davon auf Dauer nichts kaufen." Der Geschäftsführer versprach aber: "Wir werden bis zur letzten Patrone kämpfen."

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Trotz Pleitenserie und letztem Tabellenplatz: SC Paderborn schließt Trainerwechsel aus

Einen Trainerwechsel schloss Przondziono aus: "Wir werden auf keinen Fall reagieren. Das weiß ich ganz sicher. Man muss die Gegebenheiten mal sehen, die der Trainer hier vorfindet mit einem kleinen Etat. Er ist zweimal aufgestiegen. Das Brett, auf dem er hier gehen kann, ist ziemlich dick. Das werde ich nicht durchsägen", sagte der Paderborn-Boss und stärkte Coach Baumgart damit den Rücken.