16. September 2020 / 14:00 Uhr

Kuriose Wende: SC Paderborn gegen den HSV trotz Beschluss über Fan-Rückkehr ohne Zuschauer

Kuriose Wende: SC Paderborn gegen den HSV trotz Beschluss über Fan-Rückkehr ohne Zuschauer

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
In der Paderborner Benteler-Arena müssen Spiele aus Lärmschutzgründen bis 22 Uhr beendet sein.
In der Paderborner Benteler-Arena müssen Spiele aus Lärmschutzgründen bis 22 Uhr beendet sein. © Groothuis/Witters/Pool/Imago Images
Anzeige

Kuriose Entwicklung beim SC Paderborn: Trotz des Beschlusses der Politik über eine Teilrückkehr von Fans in die Stadien muss der Zweitligist sein erstes Saison-Heimspiel gegen den Hamburger SV vor leeren Rängen bestreiten. 

Anzeige

Aufgrund kurioser Umstände muss Bundesliga-Absteiger SC Paderborn sein erstes Heimspiel in der 2. Bundesliga gegen den Hamburger SV ohne Zuschauer austragen. Spiele in der Benteler Arena in Paderborn müssen aus Lärmschutzgründen um 22 Uhr beendet sein. Und da der SCP offenbar nicht mit einer solch schnellen Erlaubnis der Politik rechnete und sich sowieso auf ein Spiel vor leeren Rängen einstellte, stimmte er der Ansetzung am zweiten Spieltag auf Montagabend (28. September) mit Anstoß um 20.30 Uhr und Schlusspfiff gegen 22.20 Uhr zu.

3000 Fans wären bei Paderborn gegen den HSV möglich gewesen

„Als das Spiel angesetzt wurde, sollte der Ball noch vor leeren Rängen rollen, jetzt ist alles anders“, sagte Paderborns Geschäftsführer Martin Hornberger dem Westfalen-Blatt: „Vor zehn Tagen wurden wir von der Deutschen Fußball-Liga noch aufgefordert, die komplette Saison ohne Zuschauer zu planen.“ Eine Verlegung ist aber kein Thema. „Wir können daran nichts mehr ändern“, sagte Hornberger. Der „Neuen Westfälischen“ sagte er: „Wir haben unser Okay gegeben. Da nun bis zu 3000 Zuschauer möglich gewesen wären, sehen wir den Beschluss aus der Politik sicherlich auch mit einem weinenden Auge. Aber das lachende Auge überwiegt.“

Mehr vom SPORTBUZZER

Kleiner Vorteil also für die Gäste aus Hamburg? Der HSV hat nun in Ostwestfalen kein, wenn auch nur kleines, Heimpublikum gegen sich. Die Hansestädter hoffen zum Zweitliga-Auftakt an diesem Freitag (18.30 Uhr, Sky) gegen den anderen Bundesliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf auf ein Erfolgserlebnis, nachdem im DFB-Pokal in der ersten Runde gegen Drittligist Dynamo Dresden bereits Endstation war (1:4). Toni Leistner sorgte bei der Partie, die vor rund 10.000 Zuschauern stattfand, zudem für einen Eklat, indem er auf der Tribüne auf einen Dresdner Fan losging, der ihn zuvor beleidigt hatte. Positive Schlagzeilen schrieben die Hamburger jüngst immerhin wirtschaftlich: mit der Verkündung eines neuen Hauptsponsors und der Nachricht, dass die Stadt für einen Millionen-Betrag das Grundstück rund um das Volksparkstadion kaufen will.