05. März 2020 / 20:30 Uhr

SC Paderborn gegen 1. FC Köln startet früher - Der Grund für die Anstoßzeit

SC Paderborn gegen 1. FC Köln startet früher - Der Grund für die Anstoßzeit

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Das Bundesliga-Spiel zwischen dem SC Paderborn und 1. FC Köln in der Benteler-Arena wird früher als üblich angepfiffen.
Das Bundesliga-Spiel zwischen dem SC Paderborn und 1. FC Köln in der Benteler-Arena wird früher als üblich angepfiffen. © imago images/Eibner
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Besondere Anstoßzeit in der Bundesliga am Freitagabend: Das Spiel zwischen dem SC Paderborn und dem 1. FC Köln wird nicht etwa wie üblich um 20.30 Uhr - sondern schon eine halbe Stunde früher um 20 Uhr angepfiffen. Das ist der Grund.

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Achtung Fußballfans: Wer am Freitag um 20.30 Uhr bei DAZN einschaltet, um den Anstoß des Bundesliga-Spiels zwischen dem SC Paderborn und 1. FC Köln zu sehen, hat die ersten 30 Minuten schon verpasst. Das Freitagsspiel in der Benteler-Arena in Paderborn wird ausnahmsweise bereits um 20 Uhr angepfiffen - sollte das Spiel sogar länger als bis 22 Uhr andauern, droht dem abstiegsbedrohten Bundesliga-Aufsteiger sogar eine Strafe. Das ist der Grund für die frühe Anstoßzeit des Paderborn-Spiels an diesem Freitagabend.

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So sorgt der Standort der Paderborn-Arena für Probleme. Nur wenige hundert Meter hinter dem Stadion liegt ein Wohngebiet. Der Bundesliga-Klub ist deshalb daran gebunden, gewisse Ruhezeiten einzuhalten. So müssen alle Sportveranstaltungen in der Benteler-Arena gemäß der Betriebserlaubnis bis 22 Uhr beendet sein. Bei dem Bundesliga-Spiel gegen Köln sorgt die frühe Anstoßzeit nun dafür, dass die vorgeschriebene Ruhezeit höchstwahrscheinlich eingehalten werden kann. So wird das Spiel, sollte es keine größeren Spielunterbrechungen geben, gegen 21.50 Uhr beendet sein. Bei der regulären Anstoßzeit des Freitagsspiels um 20.30 Uhr würde das Spiel wohl erst gegen 22.20 Uhr abgepfiffen werden.

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Nach 22 Uhr darf in Paderborn nicht mehr gespielt werden

Bei einer Überschreitung der Ruhezeit droht Ärger: Die Paderborner müssen darauf hoffen, dass es nicht wie am vergangenen Wochenende zu heftigen Protesten gegen Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp oder anderen Vorkommnissen kommt, die eine längere Spielunterbrechung nach sich ziehen. Sollte der "Zapfenstreich" um 22 Uhr nicht eingehalten werden, könnte es wie 2009 Klagen der Anwohner wegen Ruhestörungen geben. Damals hatten die Paderborner am Montagabend in der 2. Liga gegen Arminia Bielefeld die Frist minimal überschritten - und der Klub musste den Bewohnern eine Entschädigung zahlen.

Auch deshalb wurde der SC Paderborn in dieser Saison von der DFL noch nicht für das Freitagsspiel der Bundesliga berücksichtigt. Nun kam die Liga an der Ansetzung allerdings nicht vorbei. Zum Zeitpunkt der Terminierung Ende 2019 waren Paderborn und Köln die einzigen beiden Bundesliga-Teams, die im DFB-Pokal nicht mehr vertreten waren und deshalb gefahrlos für diesen Freitag angesetzt werden konnten. Die frühe Anstoßzeit um 20 Uhr nahm die DFL dafür in Kauf.

Paderborn gegen Köln: Droht sogar ein Spielabbruch, wenn das Spiel zu lange dauert?

Droht sogar ein Spielabbruch des Freitagsspiels zwischen Paderborn und Köln, falls die frühe Anstoßzeit um 20 Uhr doch nicht ausreicht - und die Bundesliga-Partie länger als 22 Uhr dauert? Zwischen dem SC Paderborn und den Anwohnern herrscht bereits seit einiger Zeit ein gutes Verhältnis, sodass eine derartige Eskalation ausgeschlossen werden kann. Realistischer ist da eine erneute finanzielle Entschädigung an die Bewohner wie bereits 2009.