08. August 2019 / 06:00 Uhr

Bundesliga-Vorschau zum SC Paderborn - Boss Hornberger erklärt die gescheiterte Kooperation mit RB Leipzig

Bundesliga-Vorschau zum SC Paderborn - Boss Hornberger erklärt die gescheiterte Kooperation mit RB Leipzig

Roman Gerth
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Paderborn-Geschäftsführer Martin Hornberger im SPORTBUZZER-Interview.
Paderborn-Geschäftsführer Martin Hornberger im SPORTBUZZER-Interview. © imago images/Noah Wedel
Anzeige

Teil 12 der SPORTBUZZER-Saisonvorschau auf die kommende Bundesliga-Spielzeit: Der SC Paderborn will sich im Oberhaus behaupten. Geschäftsführer Martin Hornberger spricht über die Entwicklung des Underdogs, den Abgang von Markus Krösche und die geplatzte Kooperation mit RB Leipzig.

Anzeige
Anzeige

Seit 2005 ist Martin Hornberger in der Geschäftsführung des SC Paderborn tätig, mittlerweile arbeitet er als kaufmännischer Geschäftsführer für den Aufsteiger. Hornberger hat die besten und schlechtesten Zeiten des Klubs als Verantwortlicher begleitet. Im Interview spricht er über die Berg- und Talfahrt des SCP.

Herr Hornberger, das Auf und Ab des SC Paderborn in den vergangenen Jahren hat seinen positiven Höhepunkt erreicht. Wie groß ist die Überraschung, dass nun wieder Bundesliga auf der Tagesordnung steht?

Wir haben sicherlich ein Wechselbad der Gefühle erlebt. Nach der großen Euphorie in der ersten Bundesliga-Saison der Vereinsgeschichte 2014/2015, die in der gesamten Region spürbar war, ist die Stimmung dieses Mal freudig, aber auch etwas verhalten. Über allem schwebt eben die Erfahrung aus der Vergangenheit. Wir wissen, wo alles enden kann, wenn man mal ganz oben gelandet ist und dann tief fällt.

Diese Teams schafften den Durchmarsch von der 3. Liga in die Bundesliga

Der SC Paderborn ist die achte Mannschaft, die den Durchmarsch aus der Drittklassigkeit in die Bundesliga perfekt gemacht hat. Diese Teams schafften es vor den Ost-Westfalen! Zur Galerie
Der SC Paderborn ist die achte Mannschaft, die den Durchmarsch aus der Drittklassigkeit in die Bundesliga perfekt gemacht hat. Diese Teams schafften es vor den Ost-Westfalen! ©
Anzeige

Seit dem Fastabsturz in die Regionalliga 2017 stieg der SCP zweimal hintereinander auf. Wie ist das zu erklären?

Ohne den Absturz und die Erfahrung, fast in die 4. Liga abgestiegen zu sein, wäre der Erfolg nicht entstanden. Davon bin ich fest überzeugt. Das hat uns alle im Verein zusammengeschweißt. Es zeigt, dass wir aufstehen können, wenn wir am Boden liegen.

Wie unterscheidet sich der jetzige Aufstieg von dem 2014?

Der größte Unterschied dieses Mal ist, dass wir unter Trainer Steffen Baumgart mit attraktivem, offensivem Fußball überzeugt haben. 2014 hat Deutschland noch über Paderborn als Provinzverein geredet, der einzig mit klassischen Tugenden gepunktet hat. Nun gab es vielerorts Anerkennung für die Art und Weise, wie wir spielen.

Mehr vom SPORTBUZZER

Neben Trainer Baumgart war Sportgeschäftsführer Markus Krösche einer der Architekten des Erfolgs. Wie schwer wiegt sein Abgang zu RB Leipzig?

Er hat hier Herausragendes geleistet, war in seinen Funktionen als Spieler, Nachwuchstrainer und zuletzt als Manager eine absolute Persönlichkeit in Paderborn. Er war für uns ein absoluter Glücksgriff. In wirtschaftlich wie sportlich schwierigen Zeiten hat er unseren mittlerweile verstorbenen Präsidenten Wilfried Finke überzeugt, weiterhin in den Verein zu investieren, was sich ausgezahlt hat. Markus Krösches Abschied bedeutet für uns einen Einschnitt, der wehtut.

Infolge des Abschieds von Krösche sollte sich eine Kooperation zwischen Leipzig und Paderborn entwickeln, die deutschlandweit im Fokus stand – und letztlich auch am Widerstand der Fans gescheitert ist.

Nicht nur daran, dazu hat allem voran auch ein weiterführender Austausch zwischen uns und RB Leipzig geführt. Fest steht: Wir tauschen uns auch weiterhin mit anderen Klubs intensiv aus, daran hat sich nichts geändert. Wir haben allerdings gelernt, in Zukunft bei solchen Entscheidungen die Fans früher in den Dialog einzubauen und einige Dinge differenzierter zu betrachten.

Krösches Nachfolger ist Martin Przondziono. Wie sieht der Weg der Zukunft aus?

Martin hat ein ähnliches Gedankengut wie Markus. Er wird den eingeschlagenen Weg weitergehen. Wir haben nun viele junge Spieler aus unteren Ligen verpflichtet, die hungrig sind und die wir hier weiterentwickeln wollen. Es ist unser Ansatz, diese Profis zu fordern und zu fördern, damit sie den nächsten Schritt machen können. Dann können wir sie später im besten Fall zu guten Konditionen abgeben und dadurch unser System finanzieren. Aber wir gehen nicht in die Bundesliga, um nur dabei zu sein. Mit unserer Spielweise werden wir sicher auch Erfolge feiern. Es ist unser Ziel, auch in der Saison 2020/2021 in der Bundesliga zu spielen.

Saison 2019/20: Das sind die Sommer-Transfers der Bundesligisten

Thorgan Hazard, Lucas Hernández, Hannes Wolf un Julian Brandt - nur vier Spieler, die in der kommenden Saison in der Bundesliga spielen werden. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt die Sommertransfers der deutschen Erstligisten! Zur Galerie
Thorgan Hazard, Lucas Hernández, Hannes Wolf un Julian Brandt - nur vier Spieler, die in der kommenden Saison in der Bundesliga spielen werden. Der SPORTBUZZER zeigt die Sommertransfers der deutschen Erstligisten! ©
Mitmachen: #GABFAF-Adventskalender

Bundesliga-Tickets, Fußballschuhe, signierte Trikots und vieles mehr: Trage Dich hier ein und gewinne einen der 24 Preise. (mehr Infos)




Klicke hier Weiter und dann auf der nächsten Seite Absenden - und Du hast die Chance auf jeden der 24 Preise.

ANZEIGE: 50% auf alle JAKO Artikel! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN