15. März 2020 / 16:37 Uhr

Paderborn-Bosse um Przondziono: Bundesliga-Abbruch mit zwei Absteigern wegen Corona "undenkbar"

Paderborn-Bosse um Przondziono: Bundesliga-Abbruch mit zwei Absteigern wegen Corona "undenkbar"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Martin Przondziono und der SC Paderborn lehnen einen Abbruch der Bundesliga-Saison mit zwei Absteigern ab.
Martin Przondziono und der SC Paderborn lehnen einen Abbruch der Bundesliga-Saison mit zwei Absteigern ab. © imago images/pmk
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Die drei Geschäftsführer des SC Paderborn um den für den Sport verantwortlichen Martin Przondziono lehnen einen Bundesliga-Abbruch wegen des Coronavirus mit dann zwei Absteigern ab. Es gelte, eine Lösung zu finden, "mit der die meisten Klubs leben können".

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Bundesliga-Schlusslicht SC Paderborn geht mit einer klaren Forderung in die Vollversammlung der Deutschen Fußball Liga (DFL) am Montag in Frankfurt am Main. „Undenkbar ist für uns nur, dass wir jetzt die Saison beenden und die letzten beiden Vereine absteigen“, sagten die drei Geschäftsführer Martin Hornberger, Martin Przondziono und Ralf Huschen in einem gemeinsamen Interview auf der Internetseite des Vereins. Sollte diese Variante eines Saisonabbruchs irgendwann eintreten, müsste der Aufsteiger als Tabellenletzter nach nur einem Jahr wieder aus der Bundesliga absteigen.

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Am Montag treffen sich die 36 deutschen Profiklubs der Bundesliga und 2. Liga, um über den Umgang mit der Coronavirus-Krise zu sprechen. „Wir müssen alle Szenarien durchspielen. Aktuell ist es schwer vorstellbar, dass wir in wenigen Wochen den Spielbetrieb wieder aufnehmen“, sagten die Paderborner Verantwortlichen. „Möglicherweise stehen wir erst am Anfang einer längeren Entwicklung. Wir brauchen eine ordentliche Lösung, mit der die meisten Klubs leben können.“ In der Sendung Sky 90 hatte sich Przondziono am Sonntagvormittag offen für die Einrichtung eines Solidarfonds gezeigt.

Aus den Reihen der Paderborner stammt mit Luca Kilian der erste positiv auf das Coronavirus getestete Bundesligaspieler. Auch Trainer Steffen Baumgart war am Freitag kurz vor dem geplanten Anpfiff des Auswärtsspiels bei Fortuna Düsseldorf auf das Virus getestet worden, nachdem er im Teamhotel grippeähnliche Symptome beklagt hatte. Bei Baumgart war der Test jedoch negativ. Kurz darauf sagte die DFL den gesamten 26. Spieltag ab und erklärte, dass der Spielbetrieb in den beiden Bundesligen mindestens bis zum 2. April ruhen soll.

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