09. Juni 2019 / 09:40 Uhr

Paderborn-Trainer Baumgart will Klassenerhalt mit Offensiv-Fußball: "Hasse langweilige Spiele"

Paderborn-Trainer Baumgart will Klassenerhalt mit Offensiv-Fußball: "Hasse langweilige Spiele"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Paderborns Erfolgstrainer Steffen Baumgart will auch in der Bundesliga offensiven Fußball spielen lassen.
Paderborns Erfolgstrainer Steffen Baumgart will auch in der Bundesliga offensiven Fußball spielen lassen. © 2019 Getty Images
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Mit 76 Toren stellte der SC Paderborn den zweitbesten Angriff der 2. Liga. An dieser offensiven Ausrichtung will Trainer Steffen Baumgart auch nach dem Aufstieg in die Bundesliga festhalten. 

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Zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte spielt der SC Paderborn in der kommenden Saison in der Bundesliga. Für viele gilt der Aufsteiger als klarer Abstiegskandidat, doch Trainer Steffen Baumgart ist zuversichtlich, dass die Ostwestfalen den Klassenerhalt schaffen und will sich auch im deutschen Fußball-Oberhaus auf offensiven Fußball verlassen.

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Genau dieser Stil bescherte Paderborn einen ungeahnten Höheflug, nachdem man 2017 nach drei sportlichen Abstiegen in drei Jahren den Tiefpunkt erreicht hatte. Der SC Paderborn durfte nur in der 3. Liga bleiben, weil der TSV 1860 München keine Lizenz erhielt und statt der Ostwestfalen den Gang in die Regionalliga antreten musste. Umso überraschender kam da, dass das neu installierte Führungsduo Baumgartl und Manager Markus Krösche in der anschließenden Saison auf Angriffsfußball setzte, statt den sicheren Weg zu wählen.

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"Alle haben gesagt: 'Ihr könnt doch nicht...?' Und wir haben geantwortet: 'Doch, können wir!' Weil das unsere Art ist, Fußball zu spielen. Diesen Stil wollten wir durchziehen, auch wenn die Nörgler uns prophezeit haben. Diesen Stil wollten wir durchziehen, auch wenn die Nörgler uns prophezeit haben, dass das nicht geht. Ein kluger Mensch hat mal gesagt: 'Dinge gehen so lange nicht, bis einer kommt und es einfach macht.' Das ist unser Motto", erklärte der 47-Jährige im Interview mit der Bild.

Baumgart: "Wir bieten den Zuschauern etwas"

Dementsprechend möchte Baumgart diesen Weg fortsetzen und betonte: "Wir werden an unserer Spielweise festhalten. Natürlich wissen wir, dass die Qualität in der Bundesliga eine ganz andere ist. Und wir werden bestimmt das ein oder andere Mal Lehrgeld bezahlen." Eine defensive Grundeinstellung komme aber trotzdem nicht in Frage. "Wir bieten den Zuschauern etwas. Wissen Sie: Ich hasse langweilige Spiele. Ich wollte schon als Spieler das Spektakel. Mir anhören zu müssen, was für taktische Meisterleistungen hinter diesem oder jenem 0:0 stecken - da graust es mich", sagte der Fußballlehrer.

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Auch die schmerzhaften Abgänge von Top-Torjäger Philipp Klement (zum VfB Stuttgart) und Bernard Tekpetey (zu Schalke 04) sollen daran nichts ändern. Dass die Spieler genau wie Krösche (zu RB Leipzig) trotz des Aufstiegs den Verein wechseln, nimmt ihnen Baumgart nicht übel. "Wir sind ja nur ein Zweitligist, der in der ersten Liga spielt, während Vereine wie Stuttgart, der HSV, Nürnberg oder Hannover Erstligisten sind, die in der zweiten Liga spielen", urteilte der Erfolgstrainer.

Eine Station in der Bundesliga wird Baumgart aber unabhängig vom Saisonverlauf in seiner bewegten Vita stehen haben. Der 47-Jährige spielte in seiner aktiven Karriere unter anderem für den VfL Wolfsburg und Mitaufsteiger Union Berlin und arbeitete sich anschließend über Landes- und Bezirksliga bis zu seinem Posten in Paderborn hoch.

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