26. März 2020 / 09:10 Uhr

Paderborn-Trainer Baumgart erklärt Arbeit im Home Office und will "Saison mit allen Mitteln zu Ende spielen"

Paderborn-Trainer Baumgart erklärt Arbeit im Home Office und will "Saison mit allen Mitteln zu Ende spielen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Paderborns Trainer Steffen Baumgart sieht die Bundesliga in einer Krise.
Paderborns Trainer Steffen Baumgart sieht die Bundesliga in einer Krise. © imago images/Sven Simon
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Steffen Baumgart hat in einem Interview erklärt, wie er Bundesliga-Schlusslicht SC Paderborn aus den eigenen vier Wänden durch die Coronavirus-Krise führt. Der SCP-Coach will schnellstmöglich wieder trainieren lassen.

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Die Coronavirus-Krise hat den SC Paderborn als ersten Klub in der Bundesliga erwischt. Abwehrspieler Luca Kilian wurde vor zwei Wochen positiv getestet. Unmittelbar zuvor war die Bundesliga ausgesetzt worden - eine Maßnahme, die inzwischen bis Ende April verlängert wurde und die Fortsetzung der Saison in Zweifel zieht. Für Paderborns Trainer Steffen Baumgart ist klar: die Saison muss unbedingt mit einem Ergebnis zu Ende gehen.

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"Wir brauchen sportliche Entscheidungen, deshalb müssen wir die Saison mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu Ende spielen, um diese Phase zu überstehen", sagte Baumgart dem Kicker. Es sei jetzt wichtig, dass es weitergeht. Baumgart: "Die Liga muss erhalten bleiben. Jetzt geht es nicht um Stadion-Atmosphäre, sondern um viel mehr."

Baumgart: Loten in Telefonkonferenzen "die Möglichkeiten aus, die wir haben"

Aktuell seien alle Spieler in Paderborn - und nach dem positiven Kilian-Test noch in Quarantäne. Diese endet im Laufe der Woche. "Aktuell loten wir in Telefonkonferenzen mit dem Trainerstab, dem Funktionsteam, Teammanager Ole Siegel und Geschäftsführer Martin Przondziono die Möglichkeiten aus, die wir haben", sagte Baumgart. Er sei sich darüber im Klaren, dass man nicht einfach auf den Trainingsplatz zurückkehren könnte. "Die Frage lautet: Was darf man, angesichts der für alle geltenden öffentlichen Einschränkungen?" Man müsse sich schließlich auch "bewusst sein, welche Signale wir aussenden, wenn wir plötzlich trainieren sollten", sagte Baumgart. Dennoch müsse es weitergehen.

Von der Arbeit im Home Office ist der gebürtige Rostocker zunehmend genervt. "Wir wollen und müssen unserem Job nachgehen. Unser Job ist Fußball, und andere gehen auch zur Arbeit. Wir müssen auf diese Weise unser Geld verdienen, diesen Unterschied zum Spielen auf dem Bolzplatz müssen wir aufzeigen", sagte Baumgart. Dass sich die Spieler auf einem Fahrrad-Ergometer "gegenseitig anstrampeln" sei seine Sache nicht.

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Trainer wie Hansi Flick (links) und David Wagner (Mitte) spielten schon als aktive Fußballer in der Bundesliga. Oliver Glasner hingegen kickte sein ganzes Leben in seinem Heimatland. Der SPORTBUZZER hat sich die Spieler-Karrieren der Coaches genauer angeschaut.   ©

Baumgart steht im Austausch mit anderen Trainern

Derzeit telefoniere er "mit den allermeisten" Spielern, sagte Baumgart, der den SCP seit 2017 trainiert. Außerdem stehe er im Kontakt mit anderen Trainern, etwa mit Wehen Wiesbadens Coach Rüdiger Rehm. Baumgart: "Das ist alles ganz informell, oft geht es auch nur darum zu hören, wie es dem anderen geht. Aber selbstverständlich überlegt man auch das eine oder andere gemeinsam."

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