23. Dezember 2020 / 16:54 Uhr

SC-Potsdam-Kapitänin Antonia Stautz: Fußball-Managerin als Traumjob

SC-Potsdam-Kapitänin Antonia Stautz: Fußball-Managerin als Traumjob

Stephan Henke
Märkische Allgemeine Zeitung
25.11.2020, Damen-Volleyball, CEV Pokal, Pokalspiel,SC Potsdam-Hapoel Kfar Saba, MBS-Arena Potsdam  
im Bild: v.l. Antonia Stautz (SC Potsdam)
Antonia Stautz ist seit der Saison 2019/20 Kapitänin der Bundesliga-Volleyballerinnen des SC Potsdam. © Julius Frick
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Volleyball-Bundesliga: Die Spielerinnen des SC Potsdam treten am Sonntag beim Dresdner SC an.

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An Heiligabend steht für Antonia Stautz und ihre Mitspielerinnen vom SC Potsdam ein straffes Programm an. Drei Stunden Training sind eingeplant, auch am 25. und 26. Dezember trainieren die Bundesliga-Volleyballerinnen, schließlich steht am Sonntag (17.30 Uhr) beim Dresdner SC ein äußerst schweres Auswärtsspiel an. „Es kommt gar nicht so diese weihnachtliche Stimmung auf, wenn man den ganzen Tag in der Halle ist“, sagt Antonia Stautz, „aber wenn man den Spielplan sieht, geht es nicht anders.“ Ihre Familie, die in Braunschweig wohnt, kommt immerhin zu ihr gefahren. Manche Spielerinnen in ihrer Mannschaft haben ihre Familie schon teilweise seit eineinhalb Jahren nicht mehr gesehen.

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Immerhin haben die Potsdamerinnen vor dem Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten aus Sachsen mehr als zwei Wochen Pause, was in dieser Saison bislang noch nicht der Fall war. „Die Spiele im November waren schon sehr, sehr viel. Jetzt auch mal spielfrei gehabt zu haben, tut gut. Das ist angenehm für den Kopf, gerade nach den beiden Spielen, die wir verloren hatten“, sagt die Kapitänin der Potsdamer Volleyballerinnen.

SC Potsdam: Kader 2020/21 in der Frauenvolleyball-Bundesliga

Das SCP-Team für die Saison 2020/21. Zur Galerie
Das SCP-Team für die Saison 2020/21. © Kathleen Friedrich/SC Potsdam

Gegen Straubing (0:3) und Vilsbiburg (1:3) setzte es Anfang Dezember zwei überraschende Niederlagen, weshalb die Potsdamerinnen nach ihrem äußerst starken Saisonstart in der Tabelle bis auf den fünften Platz abgerutscht sind. „Wir haben zuletzt einfach nicht die Leistung auf das Feld gebracht, waren einfach unsicher, obwohl wir gar nicht hätten unsicher sein müssen. Das waren zwei sehr abwehrstarke Teams, die uns vor Probleme gestellt haben. Wir fangen dann an, zu viel nachzudenken und verlieren den Spielwitz. Dass wir es eigentlich können, wissen wir“, sagt Antonia Stautz.

Das zeigten sie unter anderem beim Saisonstart, als sie Dresden 3:0 bezwungen hatten. „Dresden ist trotzdem der Favorit, sie haben einen Lauf“, sagt aber SCP-Manager Toni Rieger. „Unser Ziel ist immer noch, am Ende der Hauptrunde unter die Top-Vier zu kommen. Und wir haben den Vorteil, dass wir schon in einem Finale stehen“, sagt Rieger und meint damit das Pokalfinale, in welchem die SCP-Volleyballerinnen am 28. Februar auf Schwerin treffen.

Fußball-Managerin als Traumjob

Am gleichen Tag stehen auch die Netzhoppers KW-Bestensee – wie Potsdam erstmals – im Pokalfinale in Mannheim. Den dramatischen Finaleinzug der Brandenburger in der Potsdamer MBS-Arena kommentierte Antonia Stautz an der Seite von Dirk Berscheidt bei Sport1. „Als klar war, dass sie das Spiel übertragen, habe ich scherzhaft unseren Teammanager gefragt, ob ich nicht kommentieren soll“, erzählt die 27-Jährige. Der rief bei Sport1 an und der Nebenjob als Co-Kommentatorin war geritzt. „Ich finde die Arbeit tatsächlich sehr spannend – und ich rede ja auch ganz gerne“, sagt Antonia Stautz, die sich solche Kommentatoren-Jobs auch für die Zukunft vorstellen kann.

Aktuell studiert sie online im Master General Management an der IBUH Bad Honnef. „Mein Traumberuf ist es tatsächlich, Sportmanagerin im Fußball zu werden. Aber es ist da natürlich super schwer, reinzukommen“, sagt Antonia Stautz. Ein Job beim Fußball-Zweitligisten Eintracht Braunschweig aus ihrer niedersächsischen Heimat wäre zum Beispiel so ein Traum. Bis Ende des nächsten Jahres will sie das Studium abgeschlossen haben. Bis dahin stehen noch einige Spiele mit dem SCP an.