19. Dezember 2019 / 17:03 Uhr

SC Potsdam will 24 Punkte zum 24. unterm Weihnachtsbaum

SC Potsdam will 24 Punkte zum 24. unterm Weihnachtsbaum

Peter Stein
Märkische Allgemeine Zeitung
Die Volleyballerinnen des SC Potsdam wollen wieder jubeln.
Die Volleyballerinnen des SC Potsdam wollen wieder jubeln. © Bernd Gartenschläger
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Zum Abschluss der Hinrunde in der Volleyball-Bundesliga empfangen die Volleyballerinnen des SC Potsdam am Samstag den USC Münster. Es geht um die beste Hinrunden-Bilanz. Mit einem Dreier kämen 24 Punkte zusammen.

Die Punkte-Rallye geht weiter. Am Donnerstagnachmittag sind die Volleyballerinnen des SC Potsdam von ihrer Abenteuerreise im CEV-Cup nach Kazan zwar mit einer Niederlage (1:3) und nach dem 2:3 im Hinspiel mit dem Aus in der 1. Runde, dafür aber mit vielen positiven Erfahrungen zurückgekehrt. „Das wird uns künftig in der Bundesliga weiterhelfen. Denn wir haben gezeigt, dass wir mit internationalen Spitzenmannschaften mithalten können“, sagte Sportdirektor Toni Rieger. Bereits am Samstag (19 Uhr, MBS-Arena) empfangen die Havelstädterinnen zum Hinrundenabschluss den Tabellenachten USC Münster. Für die Gastgeberinnen geht es darum, Platz drei zu verteidigen.

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In Kazan im vierten Satz im Pech

„Unser Ziel sind 24 Punkte“, hat Rieger als Marschroute ausgegeben. Derzeit hat der SCP 21 Punkte auf dem Konto. Dass die Mannschaft am Mittwochabend in Kazan im vierten Satz eine 23:20-Führung noch verspielt hatte, schmerzte im ersten Moment verständlicherweise. „Natürlich war das ein bisschen dumm gelaufen“, gab Rieger zu. „Wir haben bei einer strittigen Entscheidung zu spät die Video-Challenge ausgelöst. Das muss innerhalb von acht Sekunden passieren, da waren wir eine halbe Sekunde zu spät. Im Video war eindeutig zu sehen, dass der Ball vom gegnerischen Block an die Netzantenne ging und nicht umgekehrt.“

Zum Durchklicken: Das ist der Volleyball-Kader des SC Potsdam 2019/20.

Das Volleyball-Team des SC Potsdam ist mit zwei Siegen in die Saison 2019/20 gestartet. Zur Galerie
Das Volleyball-Team des SC Potsdam ist mit zwei Siegen in die Saison 2019/20 gestartet. © Kathleen Friedrich

Es wäre also der 24. Punkt für den SCP gewesen, stattdessen verkürzte Dinamo Kazan und machte aus dem 20:23 noch ein 25:23 zum 3:1 (25:20, 15:25, 25:12, 25:23)-Sieg. „Den Tiebreak hätten wir schon gern gespielt“, haderte Laura Emonts. Die Außenangreiferin war für Ana Escamilla ins Spiel gekommen. Die Spanierin musste am letzten Montag noch eine Prüfung bei ihrem Business-Studium zu Hause in Madrid ablegen und war am Dienstagfrüh gerade noch rechtzeitig vor dem Weiterflug nach Moskau in Richtung Kazan in Berlin gelandet.

Gegen Münster mit Co-Trainer Boieri an der Seitenlinie

Laura Emonts stellte auch klar: „Wir haben wieder alles gegeben und eine starke Leistung gezeigt. Deshalb können wir zufrieden sein.Wir hatten sicherlich mit Kazan ein undankbares Los.“ Mit Blick auf das Spiel gegen Münster sagte sie: „Da werden wir wieder alles reinwerfen. Natürlich wollen wir das Spiel gewinnen.“

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Co-Trainer Riccardo Boieri hat schon in der Nacht nach dem Europacupspiel in Kazan nach dem gemeinsamen Abendessen der Mannschaft eine Videoanalyse der 2:3-Bundesliga-Niederlade von Münster am selben Abend gegen Wiesbaden vorgenommen. Der Italiener wird am Samstag an der Seitenlinie stehen, da Chefcoach Guillermo Naranjo Hernandez nach seiner Gelb-Roten Karte aus dem Spiel gegen Schwerin (2:3) von der Volleyball-Bundesliga für eine Partie gesperrt worden ist. „Ich habe vollstes Vertrauen in Riccardo, als unser Scout leistet er sehr gute Arbeit“, sagte Rieger. „Die Mannschaft wird für das Duell gegen Münster bestens eingestellt sein.“ Schließlich sollen am 24. auch 24 Punkte unterm Weihnachtsbaum liegen.

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