05. September 2020 / 18:55 Uhr

Schade Chemie! Jagatic-Truppe aus Leipzig-Leutzsch spielt Remis gegen BAK

Schade Chemie! Jagatic-Truppe aus Leipzig-Leutzsch spielt Remis gegen BAK

Britt Schlehahn
Leipziger Volkszeitung
PP200905CB0231
Am Ende nutzen die Chemiker ihre Chancen nicht. Dennoch kann Cheftrainer Miroslav Jagatic mit der Leistung seiner Truppe zufrieden sein. © PICTURE POINT
Anzeige

Da war mehr drin! Mit ihren lautstarken Fans im Rücken spielen die Grün-Weißen eine sehr gute erste Halbzeit, vergessen aber das Toreschießen. Letztendlich trennen sich Chemie Leipzig und der BAK zum Ende der Berliner Wochen mit 0:0. 

Anzeige

Leipzig. Mit einem Video „Ein kleiner Appell an die Vernunft“ wandte sich Mannschaftskapitän Stefan Karau am Freitag an die Chemiefans. Damit erstmals nach der Coronapause 2.000 Fans im Alfred-Kunze-Sportpark ihre Elf unterstützen können, muss sich strikt an das Hygienekonzept gehalten werden. Es sieht vor, dass während des gesamten Stadionaufenthaltes Mund- und Nasenschutz getragen wird. Die Erhöhung der Zuschauerzahl führte zudem auch zur Öffnung des Norddamms.

Die Ausgangssituation

Der BAK spielte am Mittwoch gegen Hertha II vor ungefähr 60 Menschen ein furioses Spiel. Die Mannschaft von Trainer Andre Meyer gewann 5:2 und ließ dabei noch einige sehr gute Torchancen aus. Dennoch machte der Berliner AK einen großen Sprung in der Tabelle von Platz 15 auf 8. So war Meyer nach den zwei Niederlagen gegen Lok und BFC Dynamo sehr zufrieden und freute sich vor allem, dass seine Mannschaft „mutig“ spielte. Gegen Chemie prognostizierte er dagegen „ein komplett anderes Spiel“ und stellte klar: „Beide Mannschaften unterscheiden sich grundsätzlich voneinander. Wir werden aber auch dafür Lösungen finden.“

DURCHKLICKEN: Die Bilder zum Unentschieden im AKS

Trotz der besseren Chancen konnte Chemie Leipzig zu Hause nicht gegen den Berliner AK gewinnen. Am Ende trennen sich beide Teams 0:0. Zur Galerie
Trotz der besseren Chancen konnte Chemie Leipzig zu Hause nicht gegen den Berliner AK gewinnen. Am Ende trennen sich beide Teams 0:0. ©

Die BSG spielte am Dienstag 0:0 gegen Lichtenberg und ist wie Tabellenführer Viktoria Berlin bisher ungeschlagen. Obwohl Trainer Miroslav Jagatic immer betont, dass es sich um eine „Momentaufnahme“ handelt, ist Tabellenplatz 4 doch ein sehr schöner Moment.

Vergangenen Samstag lautete gegen Hertha II die Devise – keine Spiellaune bei den Berlinern aufkommen zu lassen. Nach 40 Minuten zeigten sich erste Erfolge. So könnte also der Matchplan gegen den BAK aussehen.

BAK begann druckvoll

In der Startelf von Chemie stehen zum ersten Mal Alexander Bury und Tarik Reinhardt. Björn Nikolajewski und Andy Wendschuch nehmen im Vergleich zu den vorangegangen Spielen auf der Ersatzbank Platz. Tomas Petracek kehrte nach seiner Pause im Lichtenbergspiel am Dienstagsabend wieder zurück in die Startelf. Anstelle von Philipp Wendt, der die Aufwärmung abbrechen musste, rückt Morgan Fassbender in die Startelf.

BAK-Trainer Andre Meyer vertraute bis auf Lukas Laemmel auf die Elf, die Hertha am Mittwochabend 5:2 bezwang. Dabei Yajima, der von 2017 bis 2018 bei der BSG spielte.

In den ersten fünf Minuten begann der BAK sehr druckvoll. Erst in der sechsten Minute tauchte Chemie vor dem gegnerischen Tor auf. Tarik Reinhardt bediente Stephane Mvibudulu, dessen Schuss über das Tor ging. In der 11. Minute landet der Kopfball von Karau nach einer Ecke am Pfosten. Fünf Minuten später taucht Manuel Wajer im Berliner Strafraum auf, kann aber daraus auch keinen Treffer erzielen.

Chemie ließ so gut wie nichts zu

In der 22. Minute hat erneut Mvibudulu eine Riesenchance. Tarik Reinhard probiert es mit einem Distanzschuss in der 38. Minute. Auf der Anzeigetafel steht weiter ein 0:0. Allerdings applaudiert unmittelbar danach Karau seiner Mannschaft, weil alle sie konzentriert in der Deckung arbeiten. Nachdem Wajer in der 44. Minute mit einem Distanzschuss nicht das Tor traf, pfeift Schiedsrichter Matthias Laemmchen bei pünktlich ab.

Mehr zu Chemie Leipzig

Kapitän Karau führt seine Mannschaft nach der Halbzeitpause als erste auf den Platz. Beide Mannschaften wollen mehr. Alexander Bury versucht es in der 53. und 55. Minute. Auch Lucas Surek kann in der 57. Minute den Berliner Torwart nicht überwinden.

In der 67. Minute wechselt Miroslav Jagatic das erste Mal. Für Petracek kommt Florian Kirstein auf den Platz. Er erhält bereits zwei Minuten später eine Schusschance. Der Ball segelt in Richtung halbvollen Norddamm weit über das Gehäuse. Florian Schmidt und Benjamin Luis kommen in der 76. Minute für Fassbender und Kessler. Aber auch der BAK gibt sich mit dem 0:0 nicht zufrieden. Ein Freistoß könnte dabei helfen, aber die Chemie-Mauer steht.

Durchatmen nach englischer Woche

In der 85. Minute wechselt Chemie-Trainer Miroslav Jagatic erneut. Andy Wendschuch und Björn Nikolajewski kommen für Mvibudulu und Reinhard. Chemie möchte das Tor, aber die Konsequenz fehlt. Überpünktlich pfeift der Schiedsrichter ab. Wieder ein Punkt für den Klassenerhalt, immer noch ungeschlagen. Chemie-Sportdirektor kann sehr gut damit leben, gibt aber auch zu: “Natürlich wollen wir immer gewinnen.“

Pressekonferenz: BSG Chemie Leipzig - Berliner Athletik Klub 07 (05.09.2020)

LIVE 🔴 Die Pressekonferenz nach dem Spiel BSG Chemie Leipzig - Berliner Athletik Klub 07

Gepostet von BSG Chemie Leipzig am Samstag, 5. September 2020

Neuzugang Tarik Reinhard fasst das Spiel mit den Worten zusammen: "Wir können mit dem Punkt zufrieden sein und es ist Wahnsinn, dass wir wieder vor den Fans spielen.“ BAK-Trainer Meyer freute sich auch, dass jetzt endlich wieder vor Zuschauern gespielt wird.

Nach der englischen Woche kann die Elf von Miroslav Jagatic erst einmal durchpusten. Am Mittwoch testet Chemie gegen Zorbau. Das nächste Liga-Spiel steht am Freitag, 18. September, um 19 Uhr an – Fluchtlichtspiel gegen den ZFC Meuselwitz. Meuselwitz spielte gegen den SV Lichtenberg heute 1:1.