20. Februar 2022 / 16:54 Uhr

Schäfer ab 2023 Schmadtke-Nachfolger in Wolfsburg? "Wir werden sehen..."

Schäfer ab 2023 Schmadtke-Nachfolger in Wolfsburg? "Wir werden sehen..."

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Seit 2018 für die sportlichen Geschicke des VfL verantwortlich: Marcel Schäfer (l.) und Jörg Schmadtke.
Seit 2018 für die sportlichen Geschicke des VfL verantwortlich: Marcel Schäfer (l.) und Jörg Schmadtke. © Roland Hermstein
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Rund um das Heimspiel des VfL Wolfsburg gegen Hoffenheim ging es auch um die Frage, was nach dem Amtsende von Jörg Schmadtke passiert. Der Manager macht in einem Jahr Schluss. Sportdirektor Marcel Schäfer, der Nachfolger werden soll, ist erst einmal froh, dass es mit seinem Chef weitergeht.

Jörg Schmadtke macht nach der nächsten Winter-Transferperiode beim VfL Schluss. Danach will er auch aus dem Fußball aussteigen, wie er am Freitag im Gespräch mit dem SPORTBUZZER noch einmal wiederholt hatte. Marcel Schäfer, der im Sommer 2018 zusammen mit Schmadtke bei den Niedersachsen übernommen hatte, soll der Nachfolger werden. Wie geht er damit um, dass so ziemlich jeder davon ausgeht, dass das auch so kommt? Der VfL-Sportdirektor selbst sagt nur: "Es ist bekannt, dass ich mit Jörg Schmadtke sehr gern zusammenarbeite. Ich bin froh, dass es erst einmal weitergeht, alles andere werden wir sehen."

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Schmadtke sagte, dass es "ein Wunsch" wäre und "eine gewisse Logik" hätte, Schäfer zu seinem Nachfolger zu machen. Er sagt aber auch: "Man kann nicht einfach so tun, als ob Marcel da automatisch Ja dazu sagt. Man muss ihn schon fragen. Es sind zwei Parteien, die da mitspielen." Klar ist: Schäfer genießt im VfL-Aufsichtsrat um dessen Vorsitzenden Frank Witter eine große Wertschätzung. Witter betonte mehrmals, dass ihm Schäfers Entwicklung als Sportdirektor gefalle.

Wölfe in Noten: Einzelkritik zum Spiel des VfL Wolfsburg gegen Hoffenheim

<b>Koen Casteels: </b> Da, wenn er gebraucht wurde, aber das war in der ersten Halbzeit nur ganz selten der Fall, nach der Pause war das ein bisschen anders, da hielt er etwa den Kopfball von Hübner, bei den Gegentoren chancenlos. Note: 3 Zur Galerie
Koen Casteels: Da, wenn er gebraucht wurde, aber das war in der ersten Halbzeit nur ganz selten der Fall, nach der Pause war das ein bisschen anders, da hielt er etwa den Kopfball von Hübner, bei den Gegentoren chancenlos. Note: 3 ©

In den Stunden vor dem Hoffenheim-Spiel war die Verlängerung des Schmadtke-Vertrags um sieben Monate natürlich ein Thema, Trainer Florian Kohfeldt wusste schon vor der offiziellen Bekanntgabe darüber Bescheid, dass Schmadtke noch ein paar Monate weitermachen werde. "Ich habe mich extrem gefreut", so die Reaktion des Trainers zum neuen Schmadtke-Vertrag.

Schmadtke und Schäfer hatten den Coach im Oktober geholt, nachdem es zur Trennung mit Mark van Bommel gekommen war. So, wie er den VfL in den vergangenen Monaten hatte kennen lernen dürfen, sei Schmadtke "eine extrem prägende und wichtige Figur im sportlichen Bereich für diesen Verein, die hier viel ins Positive gedreht hat". Der Coach bedankte sich auch für das Vertrauen bei Schmadtke. Obwohl die Niedersachen in den Abstiegskampf geraten waren, hatten Schmadtke und Schäfer am 39-Jährigen festgehalten. Kohfeldt: "Er ist eine Person, die in den letzten Wochen, als wir durch eine schwere Phase gegangen sind, viel Ruhe und Fachwissen eingebracht hat. Er ist in der kurzen Zeit für mich zu einer sehr vertrauten Person geworden."

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Schmadtke hatte vorm Hoffenheim-Spiel bei Sky über seine Zukunft gesprochen und zu seiner Mini-Vertragsverlängerung gesagt: "Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass der Januar ein sinnhafter Zeitpunkt ist“. Er sprach von einem „fließenden Übergang“. So könnte sein Nachfolger bereits den Kader für die dann folgende Saison planen.

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